Stauden richtig pflegen: 6 wichtige Regeln

Inhaltsverzeichnis

Wie Stauden richtig gießen?
Wie Stauden düngen und mulchen
Wie Gesundheit und Attraktivität von Stauden fördern?
Wie und wann schneidet man Stauden richtig?
Wie hilft gegen Krankheiten und Schädlinge bei Stauden?
Was ist im Winter zu tun?

Stauden gelten als die Unkomplizierten im Blumengarten.  Sie sind mehrjährig, werden meist mit den Jahren immer schöner und machen wenig Arbeit. Damit Ihre Stauden nicht an Attraktivität verlieren, insbesondere durch die unterschiedlichen Jahreszeiten, verraten wir Ihnen hier die wichtigsten Pflegemaßnahmen, damit Sie noch lange Freude an Ihren Stauden haben.


 Unsere Staudensortimente:


Staudenbeet

1. Wie Stauden richtig gießen?

Frisch gepflanzte Pflanzen müssen natürlich angegossen werden, unabhängig von den unterschiedlichen Wetterbedingungen. Durch das Angießen wird die Erde um die Pflanze herum in die Lücken gespült, so dass die Wurzeln nicht in der Luft hängen. Stauden, die einmal eingewurzelt und standortgerecht gepflanzt sind, brauchen wenig zusätzliches Wasser. In trockenen Perioden sollte grundsätzlich lieber seltener, aber durchdringend als täglich ein bisschen gegossen werden. Wer jeden Tag ein bisschen Wasser bekommt, braucht nämlich keine tiefen Wurzeln zu machen. Und das rächt sich, wenn es mal richtig trocken wird.

 Stauden gießen

Tipps:

  • Gießen Sie lieber früh morgens als abends, denn abends verdunstet die Feuchtigkeit nicht so schnell. Auf keinen Fall in der hellen Mittagshitze gießen, dass könnte die Blätter verbrennen. Von unten mit dem Schlauch oder einer Gießkanne zu gießen ist besser, als einen Regner aufzustellen, dauert natürlich aber auch viel länger.
  • Wir legen gern den Schlauch mit einem Gießgerät leise plätschernd in die Beete, passen dabei auf, dass es nicht spült und können so den Boden durchfeuchten. Technische Lösungen wie Bewässerungscomputer und Tröpfchenbewässerung versprechen auch in extremen Sommern optimale Bewässerung ohne viel Arbeit zu machen. Zu Bewässerungsanlagen ist es sinnvoll, wenn Sie sich von Fachfirmen beraten lassen.

 

2. Wie Stauden düngen und mulchen

Kompost ist ein wunderbarer Dünger, der den Boden verbessert und Nährstoffe langsam frei setzt. Gute Erfahrungen haben wir auch mit Animalin von Oscorna, einem organischen Volldünger gemacht. Frisch in Kompost gepflanzte Stauden brauchen nicht stark gedüngt zu werden, etwas organischer Dünger im Pflanzloch genügt. Später sollten Sie Ihre Stauden im Frühling mit Nährstoffen versorgen und auch nach einem Rückschnitt, der eine zweite Blüte anregen soll.  

Stauden jäten und mulchen

Tipps:

  • Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, Staudenbeete im Herbst mit Pferdemist zu bedecken. Das hält unerwünschte Beikräuter im Frühling etwas in Schach, versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen und verbessert den Boden. Diese Art zu mulchen ist eine super Nährstoffversorgung, aber auch jede Art von Pflanzenteilen, die verrotten eignen sich gut als Mulch. 
  • Wir nehmen zum Beispiel Rasenschnitt zum Mulchen, das unterdrückt das Unkraut wunderbar, nur sollte man es nicht zu dick legen. Holzhäcksel oder Rinde eignet sich nicht zum Mulchen von Staudenbeeten, weil sie den Boden versäuern und Nährstoffe zum Abbau benötigen.
  • Grundsätzlich ist es gut, vor dem Düngen zu jäten, das unerwünschte Beikraut zu entfernen, damit die gewünschten Stauden von den Nährstoffen profitieren und nicht das Unkraut.

 

3. Wie Gesundheit und Attraktivität von Stauden fördern?

Das Teilen der Stauden dient der Gesunderhaltung der Pflanze und fördert die Vitalität. 
Es gibt Stauden, die zeigen dem Gärtner, wann es Zeit ist, sie zu teilen, das sind z.B. Bartiris oder Astern. Die Pflanzen wachsen dann nach außen und die Horste verkahlen in der Mitte. Zum Teilen wird die ganze Pflanze zurückgeschnitten und mit dem Spaten ausgegraben. Robuste Arten wie Astern, Taglilien oder Phlox teilt man mit dem Spaten in Viertel oder kleinere Stücke und setzt diese Stücke dann mit mind. 40 cm Abstand wieder ein (oder nur eines davon, wenn der Platz begrenzt ist und verschenkt den Rest). Zartere Wesen wie Funkien oder auch besondere Iris gräbt man aus, schüttelt die Erde ab und findet so die Sollbruchstellen, an denen die Staude sich teilen möchte. Diese Pflanzen kann man dann auseinandernehmen, ziehen oder brechen und in Einzelstücken wieder einpflanzen.

Tipps:

  • Das Zurückschneiden der Stauden ist wichtig, damit die frisch geteilte Pflanze mit wenig Wurzeln nicht zu viel Blattwerk zu versorgen hat.
  • Die Zeit zum Teilen ist bei Frühjahrsblühern nach der Blüte, bei Sommer- und Herbstblühern im Frühling. Nach Neupflanzung das Angießen nicht vergessen.

 

4. Wie und wann schneidet man Stauden richtig?

Es gibt verschiedene Gründe und auch Termine, Stauden zu schneiden:

Im Frühjahr schneiden Sie die trockenen Stängel vom Vorjahr ab. Diese sollten über Winter stehen bleiben, damit Insekten darin wohnen, Vögel Nahrung aus der Saat finden und Sie die Schönheit der bereiften Fruchtstände und Blätter genießen können. Nach der Blüte können viele Stauden durch einen Rückschnitt in Verbindung mit Nährstoff- und Wassergabe zu einer zweiten Blüte angeregt werden. Dazu gehören Frauenmantel, Steppensalbei, Katzenminze und Rittersporn. Das Ausschneiden der verblühten Blüten ist eine gute Idee, wenn Sie vermeiden möchten, dass Saat angesetzt wird. Das macht bei Stauden Sinn, die dazu neigen sich stark zu versamen, wie z.B. Baldrian.

Eine besondere Schnittform ist der Chelsea Chop, benannt nach der englischen Gartenshow, die Mitte/Ende Mai stattfindet.  Zu der Zeit können Phlox, Astern und Indianernesseln noch einmal teilweise zurückgeschnitten werden, das verlängert die Blütezeit der ganzen Stauden um 4 bis 6 Wochen.  Stutzen Sie dazu die Spitzen von etwa einem Drittel der Triebe.

Tipps:

  • Durch einen Rückschnitt nur der äußeren Triebe eines Stauden- oder Grashorstes verhindern Sie das Auseinanderfallen der Staude und sorgen für Standfestigkeit. Das hat sich auch bei hohen Fetthennen bewährt.
  • Gegen das Auseinanderfallen helfen auch die formschönen und diskrete Staudenstützen aus Kastanienholz und Draht, die wir aus England beziehen. Sie sollten noch während die Pflanze hochwächst angebracht werden, damit die Bauernrose oder der Phlox direkt hineinwachsen kann und nicht später reingezwängt werden müssen.

 

5. Wie hilft gegen Krankheiten und Schädlinge bei Stauden ?

Stauden sind meist wirklich sehr robust.  Ein ganz wichtiger Aspekt ist die standortgerechte Pflanzung: Steht eine Pflanze dort, wo sie sich nicht wohl fühlt, sei es zu trocken oder zu nass, dann wird sie anfällig für Pilz-Krankheiten wie Mehltau oder Schädlinge wie Blattläuse.

Standort Staude wichtig

 Tipps:

  • Der richtige Standort unterstützt also von sich aus eine gute Gesundheit. Das Wetter spielt natürlich auch eine Rolle, wenn es sehr viel regnet, werden Pilzkrankheiten begünstigt. Befallene Pflanzenteile abschneiden und im Hausmüll entsorgen. 
  • Sollten sich in trockenen Frühjahren Läuse einfinden, können Sie die mit einem scharfen Wasserstrahl von den Stauden brausen. Und nach einer Weile verschwinden die von selbst wieder. 

 

Optimale Versorgung mit Nährstoffen und vielleicht auch mit Pflanzenstärkenden Brühen und Jauchen:
https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/so-geht-s-pflanzenjauchen-ansetzen

 

6. Was ist im Winter zu tun

Manche Stauden mögen unsere Winter nicht so gern, es sind entweder Kahlfrost oder zu nasse Winter, die den Pflanzen schaden.  Gegen zu nasse Winter helfen Drainagen vor der Pflanzung und gegen Kahlfrost eine Abdeckung der Staude mit Tannenreisig.  Grundsätzlich ist es bei heiklen Pflanzen gut, sie erst im Frühjahr und nicht schon im Herbst zurückzuschneiden. Sehr empfindliche Stauden, wie z.B. Rosmarin sollten besser getopft und bei Kälte mit ins Haus genommen werden. Es ist immer gut, sich zu notieren, wer im Winter Schutz braucht, damit nicht versehentlich jemand draußen vergessen wird.

 Stauden überwintern

 

Aufregende Vielfalt im Garten

Bei allen Anleitungen und Ratschlägen gilt es die sehr unterschiedlichen Eigenschaften der Stauden zu berücksichtigen. So gibt es in dieser Pflanzengruppe sesshafte Urgesteine, wie die Pfingstrosen, die sehr lange an einem Platz wachsen möchten und immer schöner werden und Vagabunden, die fröhlich durch die Beete wandern. Das sind kurzlebige Arten wie Akelei, Fingerhut und Königskerze.  

Weiße Königskerze - Verbascum nigrum 'Album'

Fingerhut-Pflanze

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Akelei - Aquilegia vulgaris

Akelei-Pflanze

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Fingerhut - Digitalis purpurea 'Gloxiniaeflora'

Fingerhut Staude

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Ihre Checkliste für die optimale Pflege Ihrer Stauden:

  • Wichtig ist, den passenden Standort für Ihre Stauden zu finden, dort werden sie immer gesünder und vitaler wachsen als an einem ungünstigen Standort. Eine Pflanze, die sich nicht wohl fühlt, wird anfällig für Krankheiten oder Schädlinge.
  • Gießen Sie die Stauden lieber seltener aber dafür durchdringend als täglich ein bißchen.
  • Sehr gute Erfahrungen haben wir damit gemacht, Staudenbeete im Herbst mit Pferdemist zu bedecken.
  • Kompost ist ein wunderbarer Bodenverbesserer.
  • Das Teilen ist für viele Stauden eine gute Maßnahme um sie vital zu halten.
  • Durch Rückschnitt der äußeren Triebe eines Stauden- oder Grashorstes verhindern Sie das Auseinanderfallen der Staude und sorgen für die wichtige Standfestigkeit.
  • Im Winter können Sie empfindliche Stauden durch eine Abdeckung mit Tannenreisig schützen und indem Sie Staunässe vermeiden.

 

Tags: Stauden, Pflege
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