Sterndolden

Probsteier Knöpfe - so nennt man die schönen Stauden in Schleswig-Holstein, denn deren Blüten erinnern in ihrem filigranen Aufbau an die Knöpfe der Trachten der Frauen aus der Probstei.
Die aparten Schönheiten lieben fetten Boden im Halbschatten oder in der Sonne - und sie eignen sich hervorragend für die Blumenvase.

Gartenliebhaber, die nicht aus Schleswig-Holstein nennen die attraktiven Dauerblüher  Sterndolde oder Astrantia.
Der englische Gartenfreund sagt "pincushion“, Nadelkissenblume – die außergewöhnliche Blütenform ist der Grund für diese Namensgebung.

Sterndolden blühen von Juni bis September, farblich variieren sie von Weiß über verschiedene Rosa-Töne bis hin zu tiefstem Dunkelrot. Die ausdauernden Stauden gehören in die Familie der Doldenblütler, ihre Blüten sind dichte Dolden, die von einem Kranz von Hochblättern umgeben sind. Diese Hochblätter sind sehr haltbar, dadurch sind die ohnehin schon sehr lange blühenden Sterndolden noch viel länger schön - sie machen sich auch gut als Trockenblumen. Diese Eignung als Trockenblume sowie die zur Zeit in Gartenliebhaberkreisen sehr angesagten Farbvarianten machen die Sterndolden zu beliebten und gefragten Gartenstauden.

Heimisch sind Sterndolden sind auf Wiesen, vorwiegend in den Alpen und auch in Wäldern Europas, aber auch in Asien. 
Die winterharten Stauden werden zwischen 20 und 90 cm hoch, je nach Art und Sorte. Sie sind krautig und sommergrün, das bedeutet, dass ihre handförmigen, tief gelappten Blätter über Winter verschwinden und im Frühjahr wieder austreiben. Die Blätter ähneln denen der Storchschnäbel, sie sind auch ohne Blüte ansehnlich und ein Schmuck für’s Staudenbeet.

Standort

Pflanzen Sie Sterndolden in den lichten Schatten. 

Sie mögen absonnige bis halbschattige Gartenplätze, wenn der Boden frisch genug ist, dann können sie aber auch in der Sonne klarkommen. 

(Das ist grundsätzlich so: wenn Stauden, die eigentlich lieber halbschattig oder schattig stehen, in relativ sonnige Gartenplätze gepflanzt werden sollen, dann ist es wichtig, dass der Boden ausreichend feucht ist!)

Nahrhaft sollte der Boden für die Sterndolden auf jeden Fall sein, schöne schwarze Erde, das ist es, was Sterndolden mögen. Lehmiger Boden ist auch wunderbar geeignet.

Geben Sie ihnen gern hin und wieder etwas Kompost an die Füße. 

Sterndolden mögen durchaus ein bisschen kalkigen Boden. Nur sehr sandige, trockene Standorte, die sagen ihnen gar nicht zu.

Verwendung

Sterndolden lassen ihren wildhaften Charme gerne in absonnigen Gartenbereichen spielen. Sie sind schön mit Glockenblumen, Gräsern und Anemonen. Ihre Blüten haben eine Leichtigkeit, die sie zu beliebten Gartenbegleitern macht. Und diese Farbvielfalt im kühlen Rotbereich ist einfach zauberhaft! 

Probieren Sie sie mal in wilden Wiesen mit frischem Boden – sie bringen eine hinreißende Leichtigkeit mit!

Jedoch auch in formalen Bauerngärten sind Sterndolden gut aufgehoben. Sie eignen sich wirklich gut als Schnittblume, deshalb können sie mit Phloxen, Rittersporn und Sonnenbraut sehr schön in dem Garten wachsen, in dem die Gärtnerin gern mal etwas für die Vase schneidet.

Zauberhaft sind auch Ton-in-Ton-Pflanzungen mit rotlaubigen Blattschmuckstauden, wie z.B. Purpurglöckchen (Heuchera). Und natürlich die Kombination der verschiedenen Sorten der Sterndolden, die ja von weiß über zartrosa bis wirklich dunkel purpurfarben blühen.

Setzen Sie Sterndolden in kleinen Gruppen, junge Pflanzen immer mit mindestens 30-40 cm Abstand. Sterndolden wachsen, wenn sie sich wohl fühlen (und der Boden nicht zu trocken ist) relativ schnell, aber Ausläufer machen sie nicht. Vermehrt werden Sterndolden durch Teilung in Frühjahr oder im Herbst.

Obwohl Sterndolden in der Volksheilkunde bei Erkrankungen der Atemwege oder zur Wundheilung verwendet wurden, eignen sie sich auf keinen Fall für Selbstmedikation, sie sollten auch nicht verzehrt werden. Giftig sind sie nicht, aber auch nicht wirklich bekömmlich.

Sterndolden sind relativ unkomplizierte Gartengäste, einzig zu trocken mögen sie nicht stehen. Erstaunlicherweise sind Schnecken kein Problem für die attraktiven Stauden, auch sonst sind sie wenig anfällig für Krankheiten.

Sie bieten Nektar und Pollen für Bienen und andere Insekten. 

Und sie haben es verdient, bekannter zu werden, denn Sterndolden sind wirklich besondere und ausgesprochen attraktive Gartenstauden. 

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