Essbare Blüten frisch aus dem Garten genießen

"Kann man denn die Blüten mitessen?" Immer wieder hören wir diese Frage von Kunden und Garteninteressierten. Klar, kann man. Bei Kräutern ist es so, dass sie vor der Blütezeit am aromatischsten sind. Wenn sie blühen, ist der Geschmack nicht mehr ganz so intensiv, sondern dezent und fein. Fenchelblüten sind aromatisch und lecker zu Fisch, die Blüten von Oregano, Rosmarin, Thymian oder Salbei können mit ihrem sehr milden Geschmack wunderbar zum Garnieren verwendet werden. Oder man rührt sie einfach mit in die Kräuterbutter – das sieht dann auch sehr hübsch aus.

Schnittlauchblüten sind ein kulinarischer Sonderfall: Wenn der Schnittlauch blüht, dann ist der Blütenstiel nicht hohl, wie andere Schnittlauchblätter, sondern ausgefüllt, fest und hart. Das bleibt leicht zwischen den Zähnen klemmen und ist nicht so lecker, aber die Blütenkugel selbst kann ohne Weiteres mit ans Essen kommen, sie kann sogar selbst zum Star werden: In Olivenöl ausgebackene Schnittlauchblüten mit etwas Salz bestreut und direkt aus der Pfanne serviert sind ein wahrer Hochgenuss!

Borretschblüten sind besonders groß und von einem herrlich leuchtenden Blau: Sie können nicht nur den Salat oder Quark verschönern, sondern auch in Eiswürfeln ganz groß rauskommen. Unser Tipp: In einem herkömmlichen Eiswürfelbereiter in Wasser oder ausgekühlten Verbenentee einfrieren. Wer richtig kreativ ist, nimmt zwei Schüsseln mit einem Größenunterschied von 1 -2 cm und füllt den Zwischenraum mit Kräuterblüten und Wasser. Eingefroren ergibt das später eine dekorative und blumige Eisschüssel.

Essbare Kräuterblüten klingen logisch, aber manche Blumenfee pflückt das Abendessen direkt in ihrem Blumengarten. Dabei ist es natürlich wichtig, sich auszukennen und zu wissen, was man da nun gerade isst. Die Blumen und Pflanzen sollten unbehandelt, nicht durch Hundemarkierungen verschmutzt sein und natürlich nicht an Straßenrändern stehen.

Essbare Rosen als Gelee

Wer im eigenen Garten üppig blühende Rosen hat, mag vielleicht auch einmal Rosengelee probieren: Dazu werden 2 Handvoll frische Blüten von stark duftenden Rosen (gerne nach Farben, vielleicht sogar nach Sorten getrennt) gepflückt. Der weiße, bitter schmeckende Blütenboden muss entfernt und alles mit 0,7 l Weißwein kurz aufgekocht werden. Danach wird mit Wasser auf 1 Liter aufgefüllt und mit 2:1 Gelierzucker zu Gelee verkocht – fertig! Alternativ gelingt das Rosengelee auch mit Apfelsaft. Probieren Sie einfach einmal aus, ob Ihnen die Sorte Rose de Resht gut schmeckt, oder ob vielleicht Abraham Darby Ihr Favorit ist.

Getrocknete Rosenblätter können mit Zucker oder Salz vermischt werden und ergeben so ein schönes Geschenk für Rosenfreunde. Auch Präsente wie Rosenlikör, Rosenbutter oder Gebäck mit Rosenblüten lassen das Herz des Beschenkten höher schlagen.

Bekannt als Salatbeigabe – Kapuzinerkresse und Ringelblumenblüten

Kapuzinerkresse und Ringelblumen sind manchem als Salatbeigabe bekannt. Vor allem bei gelben Blumen ist es wichtig, die Blüten vor dem Verarbeiten gut zu schütteln, damit die kleinen schwarzen Käfer herauskommen. Rapskäfer mögen das Gelb und in der Kapuzinerkresse gefällt es ihnen besonders. Aber Schütteln hilft!

Kapuzinerkresse ist aromatisch und würzig, sie enthält Senfölglykoside, die sie sehr gesund und lecker machen. Die Blätter eignen sich als Beigabe zum Salat und geben fein geschnitten Quark, Rührei oder Kräuterbutter eine pikante Note. Auch die dekorativen Blüten eignen sich dafür und verzieren somit jedes Buffet. Die unreifen Samen der Kapuzinerkresse können als Kapern eingelegt werden.

Ringelblumenblüten können ganz als Dekoration verwendet werden. Und auseinandergezupfte Blütenkörbchen sehen wunderbar aus in Salaten, Kräuterquark oder auf Suppen und Soßen. Zur Spargelzeit ist besonders Ringelblumenbutter zu empfehlen: Mit etwas Curry und Limettensaft, Salz und gehackten Ringelblumenblüten schmeckt es besonders lecker.

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Nach Auswahl der essbaren Blüten und Kräuter im Garten werden diese für das Lieblingsrezept vorbereitet.

Auch diese Blüten lassen sich essen

Probieren Sie doch auch einmal Gänseblümchen als Suppe oder in Quark und Salaten, lila Fliederblüten (Syringa) mit Zucker, Wasser und Zitrone angesetzt als Sirup oder Holunderblütensirup mit Sekt oder Selters getrunken einfach herrlich und für mich der Geschmack des Frühsommers!

Auch Veilchen (überzuckert oder als Essig), Indianernesseln (Obstsalat), Taglilien und Tagetes sind essbar, besonders die kleine Studentenblume Tagetes tenuifolia gibt dem Salat ein wunderbares Aroma. Spät im Jahr geben Dahlienblüten eine wunderbare Grundlage für einen Salat. Ihr würzig-erdiges Aroma kann mit Rucola ergänzt werden, dazu schmeckt eine Räucherfischmousse.

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