Die Rose – Königin der Blumen

Schon lange wird die Rose in Küche, Kosmetik und Medizin genutzt. Ihr werden neben heilenden Kräften und dem betörenden Duft noch eine Menge anderer Eigenschaften zugeschrieben. Im Garten fühlt Sie sich neben eine Vielzahl von Stauden, Kräutern und Storchschnabelarten wohl.

Aus der Geschichte der Rose

Die Dichterin Sappho, auch Königin der Blumen genannt, ließ die Menschen glauben, dass die scharlachrote Blume aus dem Blut von Andonis entstanden sei. Als Zeichen von Liebe und Leben wurden schon in damaliger Zeit Rosengirlanden zum Schmücken der Statuen von Cupido, Venus, Flora und Hymen verwendet. Sogar im Grab von Tutenchamun wurden Rosensträuße gefunden, vermutlich von seiner jungen Frau als Liebeszeichen für den Weg auf seiner Totenreise. Auch die Römer verwendeten Rosenblütenblätter in großen Mengen, Sie streuten sie auf die Böden ihrer Bankettsäle, schmückten ihre Tische damit und gaben sie in den Wein um sich vor Trunkenheit zu schützen - was natürlich nicht von Erfolg gekrönt wurde. Rosen sind aber auch das Zeichen der Verschwiegenheit. Von Cupido heißt es, dass er Harpocrates, den Gott des Schweigens, mit einer Rose bestochen hat um den Verrat der Amouren der Venus zu verhindern.

Rosen in der Küche, Kosmetik und Medizin

Mit Rosenblättern gewürzte Kuchen, Marmelade, Weine und Süßigkeiten waren schon immer sehr beliebt. Mit Rosenpuder, Rosenöl und Rosenblütenblätter verlieh man schon in frühester Zeit seinem Körper und Atem den wundervollen Duft der Rose. Arabische Ärzte empfahlen Rosen bei Tuberkolose und Lungenbeschwerden. Kräuter-Ärzte schätzen die Königin der Blumen wegen der adstringierenden und bindenden Eigenschaften. Verwendung finden die verschiedenen Bestandteile der Rose bei Husten, Brustbeschwerden, Mund- und Halsgeschwüren, Kopfschmerzen, Augenschmerzen und Augenentzündungen.

Auch der französische Pflanzenheilkundler Mességué war voll des Lobes über die anregenden Eigenschaften der Rose. Er empfahl einen Aufguß von Rosenblütenblättern bei entzündetem Hals und laufender Nase, ebenso wie bei Durchfall und behauptet, dass sie auch ausgezeichnet die Darmflora wieder in Ordnung bringen, sollte diese durch Antibiotika geschädigt worden sein. Um einen konzentrierten Absud herzustellen, nimmt man eine handvoll getrocknete Rosenblütenblätter gibt diese in 1 Liter kochendes Wasser und lässt den Aufguss 10 Minuten lang ziehen. Um die Beschwerden zu lindern sollte man 2 Tassen pro Tag zu sich nehmen.

Auch bei einer Halsentzündung kann man auf Produkte aus Rose zurückgreifen. Um eine Linderung zu erfahren, nimmt man 20 g Blütenblätter der Knospen und gibt sie in 100 g Honig, kocht dies 10 Minuten und seiht die Honig-Rosen-Mischung durch ein Tuch ab.

Rosen im Garten

Im Garten mögen Rosen einen sonnigen, etwas luftbewegten Platz in eher lehmigem Boden. Sie müssen so gepflanzt werden, dass die Veredelungsstelle unter die Erde kommt. Je nach Witterung sind Rosen mehr oder weniger anfällig für Pilzkrankheiten oder Läuse. Da Sie sicher Ihre Rosen nicht mit chemischen Mitteln spritzen, kann es schon mal vorkommen, dass Sie auf eine Laus treffen. Solltenes zu viele werden, greifen Sie zu Brennesselbrühe, Brennnesseljauche oder pflanzenstärkend zu Schachtelhalm. Das hat sich in den vergangenen Jahren gut bewährt.

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Ideale Nachbarn für die Königin der Blumen sind Lavendel - der soll die Läuse fernhalten - und viele andere Stauden und Sommerblumen. Die meisten der mediterranen Kräuter begleiten Rosen auf wundervolle Art. Wie finden Sie z. B. den goldlaubigen Origanum 'Thumbles' zu gelben Rosen? Auch gelbe Taglilien, weiße Federnelken, Frauenmantel, silberblättriges Currykraut oder goldblättriger Zitronenthymian können schön mit gelben oder apricotfarbenen Rosen kombiniert werden. Bei den rosa-lila-farbenen Rosen ist die Auswahl noch vielseitiger: neben den verschieden Duft- und Küchenkräutern (besonders toll ist der kompakt wachsende Oregano), Katzenminze in rosa, weiß oder lila wirken ganz besonders die vielen verschiedenen Storchschnabelarten, kleine Glockenblumen oder Rosenmeister fantastisch in der Nachbarschaft der Königin. Viel Spaß beim schwelgen in den Farben und Formen, Düften und aufregenden Kompositionen.

Rezept-Tipp: Rosenblütenlikör

3 Tassen Rosenblütenblätter mit einem Streifen Zitronenschale in ein Einmachglas geben. Eine Flasche Brandy darübergeben und verschließen. 28 Tage an einem kühlen Ort stehen lassen und gelegentlich schütteln. Nach 28 Tagen 1 1/2 Tassen Zucker hinzufügen und weitere 14 Tage stehen lassen und ein bis zweimal am Tag schütteln, damit der Zucker sich auflöst. Die Blütenblätter aussieben und den Brandy in einer heiß ausgespülten Flasche an einem kühlen dunklen Ort noch einen Monat ziehen lassen. Fertig ist ein ganz besonderes Mitbringsel!

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