Insekten im Garten: Dankbaren Helfern ein Zuhause bieten

Seit mehreren Jahren gilt der 21. März in Deutschland als “Tag der Insekten”. Einen Tag nach dem Frühlingsbeginn steht damit ein ganzer Tag im Zeichen der nützlichen Sechsbeiner, die für uns Gartenfreunde wirklich unersetzliche Helfer sind. In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Fakten rund um das Thema “Insekten im Garten” zusammen. Denn wenn Sie Ihrem Garten und der Umwelt etwas Gutes tun wollen, sollten Sie möglichst vielen Insekten ein Zuhause bieten.

Voraussetzungen für Insekten im Garten

Damit sich Insekten in Ihrem Garten wohl fühlen, brauchen sie je nach Art unterschiedliche Voraussetzungen:

  • Futterpflanzen, die Pollen und Nektar spenden
  • Futterpflanzen für die Larven
  • Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten
  • Nistmöglichkeiten
  • Gewässer für im Wasser lebende Insekten
  • Geeignetes Mikroklima

Empfehlungen für den insektenfreundlichen Garten

  • Kultivieren Sie möglichst viele unterschiedliche Pflanzen.
  • Wählen Sie Blumen und andere Blütenpflanzen so aus, dass während der gesamten Vegetationsperiode Pflanzen blühen.
  • Greifen Sie immer auch auf heimische Arten zurück.
  • Nicht den gesamten Rasen mähen, sondern einzelne Stücke (z. B. Randstreifen) nicht mähen. “Unkräuter” nicht völlig aus dem Garten verbannen, sondern in bestimmten Bereichen tolerieren. Einsatz von Chemikalien zur Düngung, Unkraut- und Schädlingsbekämpfung minimieren oder ganz vermeiden.
  • Teiche anlegen
  • Steinhaufen anlegen
  • Belassen Sie Altholz an geeigneten Stellen.
  • Legen Sie Hecken an, denn diese wirken temperaturausgleichend, bieten Windschutz und verringern dadurch die Verdunstung.
  • Legen Sie rund ums Haus "grüne Wände" an, indem Sie die Mauern mit Efeu, Hopfen oder Wald-Geißblatt begrünen.
  • Gehen Sie sparsam mit der Außenbeleuchtung um! Viele nachtaktive Insekten werden vom Licht (insbesondere durch blaues und UV-Licht) angelockt, verlieren die Orientierung und schwirren um die Leuchte, bis sie vor Erschöpfung sterben oder sich an der heißen Lampe verletzen. Licht möglichst nur nach unten richten.

Insektenarten, die im Garten gern gesehen werden

Besonders nützliche Gartenhelfer sind Schwebfliegen, Ohrwürmer, Florfliegen, Schmetterlinge, Libellen und natürlich Bienen und Hummeln.

Insekten im Garten

Schwebfliegen

Schwebfliegen sind nützlich als Bestäuber (z. B. der Obstbäume) und als als Blattlausvertilger (Larven).

Geeignete Pflanzen zum Anlocken von Schwebfliegen:

  • Ringelblumen und andere Korbblütler;
  • Doldenblütler wie Dill, Kümmel, Fenchel, Pastinak, Sellerie, Süßdolde.

Ohrwürmer

Ohrwürmer sind nützlich als Blattlausvertilger und als Vertilger von Obstschädlingen. Unser Tipp zum Anlocken von Ohrwürmern: Aufhängen von “Ohrwurm-Häuschen” (Blumentöpfe, gefüllt mit Holzwolle, die mit dem Loch nach oben in die Bäume gehängt werden) oder “Ohrwurmmützen”.

Florfliegen

Florfliegen sind nützlich als Blattlausvertilger (Larven). Sie überwintern gern in menschlichen Behausungen, z. B. in Schuppen und Gartenlauben. Sie sollten auf keinen Fall aus den Winterquartieren im Haus vertrieben werden.

Schmetterlinge

Schmetterlinge brauchen Pflanzen, die Nektar bieten und auch solche, die als Raupenfutterpflanzen infrage kommen.

Geeignete Pflanzen zum Anlocken von Schmetterlingen:

  • Nektar spendende Pflanzen im Frühling: Hyazinthen, Traubenhyazinthen, Blaukissen
  • Raupenfutterpflanzen: Brennessel, Faulbaum, Roter Hartriegel, Kreuzdorn, Liguster, Haselnuss, Schlehe, Sal-Weide, Ulme, Zitterpappel, Winterlinde

Libellen

Libellen stechen nicht, beißen nicht, sind nicht giftig. Sie sind aber sehr nützlich, weil sie unzählige Fliegen und Stechmücken vertilgen. Libellen lassen sich durch Teiche anlocken. Wichtig für die Vermehrung der Libellen ist eine bewachsene Sumpfzone.

Bienen und Hummeln: Hautflügler

Hautflügler (Honigbiene, Hummeln und viele solitär lebende Wildbienen) sind die bedeutendsten Blütenbestäuber. Diese ausgesprochen nützlichen Gartenbewohner haben sehr unterschiedliche Gewohnheiten und Bedürfnisse:

  • Viele Wildbienen ziehen ihre Nachkommen in unterschiedlichen Hohlräumen auf. Das sind zum Beispiel Spalten in Holz und Mauern, Rindenritzen, Röhrenbündel aus markhaltigen oder hohlen Pflanzenstengeln, beispielsweise Holunder, Brombeere, Schilfrohr, Bambusrohr, alte Bohrgänge holzbewohnender Insekten in toten Bäumen beziehungsweise Baumstümpfen oder künstliche Nisthölzer, sogenannte Insektenhotels.
  • Erdbrüter mögen kleine, mit sandigem Lehm aufgeschüttete Böschungen, andere Arten schätzen Trockenmauern als Lebensraum.
  • Hummeln brauchen Nistmöglichkeiten im Boden. Auch da gibt es künstliche Nistgelegenheiten.
Tags: Insekten, März
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel