<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>Shop Staudengärten Bornhöved</name> </author> <title>Blog / Atom Feed</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/?sRss=1</id> <updated>2026-04-29T04:29:30+02:00</updated> <entry> <title type="text">Safran – Das Gold der Gewürze</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/safran-das-gold-der-gewuerze</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/safran-das-gold-der-gewuerze"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Safran ( Crocus sativus) ist nicht nur das teuerste Gewürz der Welt, sondern auch eine faszinierende Pflanze mit langer Geschichte. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien stammend, lässt sich der edle Krokus auch bei uns kultivieren. In diesem Artikel erfahren Sie... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wenn im Frühling der Husumer Schlosspark in ein violettes Blütenmeer getaucht wird, zieht es Jahr für Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die nordfriesische Stadt. Über vier Millionen Krokusse verwandeln die Parkwiesen rund um das Schloss vor Husum in ein fast surreal wirkendes Blütenmeer. Warum gerade hier diese Krokusse wachsen, ist bis heute nicht ganz sicher. Eine der beliebtesten Theorien besagt, dass einst Mönche versucht haben könnten, Safran anzupflanzen – jenes sagenumwobene, edle Gewürz, das aus den Blüten des Krokus gewonnen wird. Doch wie so oft bei Geschichten mit einem Hauch von Magie steckt auch hier ein kleiner Irrtum: Denn der im Schlosspark blühende Frühlingskrokus (Crocus napolitanus) ist nicht jener, aus dem Safran gewonnen wird. Der echte Safran stammt von einer ganz besonderen, im Herbst blühenden Art: dem Crocus sativus , Safrankrokus. Der Safrankrokus – botanische Kostbarkeit Crocus sativus ist eine ausdauernde Zwiebelpflanze, deren violette Blüten mit ihren leuchtend roten Narben den Herbst verschönern. Die Farbe der Blüten variiert zwischen schieferblau und kräftigem Violett, manchmal mit einem Hauch von Lavendel oder Purpur. Doch ihre wahre Kostbarkeit liegt im Inneren: In jeder einzelnen Blüte wachsen drei leuchtend rote Narben – die berühmten Safranfäden. Diese Narben, die weiblichen Organe der Blüte, sind es, die seit Jahrtausenden als kostbares Gewürz geschätzt werden. Um ein einziges Kilogramm getrockneten Safran zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 Blüten – eine mühsame Handarbeit, die nicht mechanisiert werden kann. Kein Wunder also, dass Safran oft teurer als Gold gehandelt wird und den Beinamen „Rotes Gold“ trägt. Für den Handel wird Safran als Gewürz oft gefälscht oder gestreckt. Anbau und Pflege – anspruchsvoll, aber lohnend Der Safrankrokus hat große, flach-kugelige Knollen und kommt aus wärmeren und trockeneren Regionen. Er stellt bei uns hohe Ansprüche an seinen Standort: Er liebt warme, sonnige Plätze mit gut durchlässigem Boden. Staunässe oder ein dauerhaft feuchter Standort, besonders im Winter, kann die Zwiebeln schädigen oder gar zum Faulen bringen. Deshalb empfiehlt sich eine Pflanzung an einem geschützten Ort mit sehr guter Drainage. Ideal ist es, die Zwiebeln in lockeren, sandigen Boden zu setzen. Die Pflanzzeit ist von Mitte August bis Mitte September, Blütezeit ist dann im selben Jahr: Oktober und November. Die Kultur in Töpfen hat sich bei uns gut bewährt. In diesem Fall können die Töpfe nach der Blüte ins Trockene gebracht oder unter Dach gestellt werden – ein Trick, den vor allem Hobbygärtner in weniger mediterranen Regionen gerne nutzen, um den klimatischen Anforderungen gerecht zu werden. Safranblüten werden etwa 20 cm hoch. Die Blätter sind zart und grasähnlich. Die Magie der Safranfäden Nach der Ernte werden die kostbaren Narben in einem sehr behutsamen Verfahren getrocknet – ein essenzieller Schritt, denn erst durch das Trocknen entfaltet der Safran sein unvergleichliches Aroma. (Wer jetzt Safran nur so zum Spaß im Topf anbauen möchte, der trocknet die Narben auf einem Tuch an der Heizung.) Der Duft ist warm, leicht bitter, mit einer erdigen Note und einem Anklang von Honig. Geschmacklich ist Safran sehr intensiv, exotisch und unverwechselbar.&amp;nbsp; Seine charakteristische tiefgelbe Farbe verdankt der Safran vor allem Crocinen, das sind Carotinoide, die in den Fäden enthalten sind. Schon winzige Mengen reichen aus, um Speisen wie Reis, Suppen oder Süßspeisen zu färben und ihnen eine feinwürzige, fast mystische Note zu verleihen. Für diesen besonderen Geschmack sorgen Safronal und der Bitterstoff Picrocrocin. In der persischen, indischen, arabischen und mediterranen Küche ist Safran ein unverzichtbares Element – sei es im spanischen Paella , im französischen Bouillabaisse oder im persischen Tahdig . Und bei uns sagt man ja &quot;Safran macht den Kuchen geel&quot;. Herkunft und Verbreitung Obwohl Safran ursprünglich wohl aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt, wird er heute in einem weiten geografischen Gürtel angebaut – von Spanien im Westen über Marokko, Griechenland und Iran bis nach Indien und sogar in kleinen Mengen in der Schweiz, Italien und Frankreich. Die größten Produzenten weltweit sind Iran und Spanien, die zusammen über 80 % der globalen Jahresproduktion liefern. Die weltweite Erntemenge beläuft sich auf etwa 300 Tonnen pro Jahr – ein verschwindend kleiner Wert, gemessen am Aufwand und an der Nachfrage. In Europa ist der Anbau fast ausschließlich auf den Mittelmeerraum beschränkt. Dort ermöglichen die heißen, trockenen Sommer und die milden Winter die idealen Bedingungen für die Kultivierung.&amp;nbsp; Safran – mehr als nur ein Gewürz Neben seinem Einsatz in der Küche wurde Safran auch in der Medizin, in der Kosmetik und in der Textilfärbung verwendet. (Man sagt, die Husumer Mönche, die leider den falschen Krokus anbauten, wollten mit dem Safran ihre Kutten färben....) Schon in der Antike schätzten ihn Ägypter, Griechen und Römer wegen seiner heilenden Wirkung. Man schrieb ihm eine beruhigende, entzündungshemmende und sogar aphrodisierende Wirkung zu. Im Mittelalter war Safran Bestandteil vieler Arzneien, und auch heute noch wird er in der Naturheilkunde eingesetzt, etwa als Stimmungsaufheller. Doch trotz all dieser Eigenschaften bleibt Safran vor allem eines: ein Symbol für Luxus und Sinnlichkeit. Die aufwendige Ernte, die geringe Ausbeute und die jahrtausendealte Geschichte machen ihn zu einem Gewürz, das nicht nur Geschmack verleiht, sondern auch Geschichten erzählt – von fernen Ländern, alten Kulturen und der Kunst, aus wenigem das Kostbarste zu machen. Und für Garteninteressierte ist Safran eine spannende Kultur: Wir hatten in der Gärtnerei einen Kunden, der mit seinem Männerkochclub Safran im Topf kultivierte und zur Blütezeit mit der Pinzette ein paar Narben erntete, trocknete und dann eine köstliche Paella daraus zubereitete, einmal im Jahr. ]]> </content> <updated>2025-08-28T17:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Zwiebeln pflanzen - so geht&#039;s</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/zwiebeln-pflanzen-so-geht-s</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/zwiebeln-pflanzen-so-geht-s"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Erfolg mit Blumenzwiebeln und eine üppige Blüte im Frühjahr, das wünscht sich wohl jede Gärtnerin. Die Voraussetzungen dafür werden bei der Pflanzung im Herbst gelegt - hier steht, wie&#039;s geht! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Frühjahrsblühende Blumenzwiebeln werden im Herbst gepflanzt - und verschickt werden sie ab Ende September. Wer nun nicht gleich pflanzen kann, sollte die Tüten öffnen und die Zwiebeln an einem luftigen trockenen Ort lagern. Pflanzzeiten Narzissen und Schneeglöckchen so früh wie möglich pflanzen, Tulpen und Zierlauch gern erst nach den ersten Frösten. Manche Zwiebeln dürfen nicht austrocknen, das sind z.B. Kaiserkronen – diese schnell pflanzen. Pflanzung Zwiebeln und Knollen sollten richtig herum gepflanzt werden, bei Tulpen und Narzissen zeigt die Spitze nach oben, ebenso beim Zierlauch.&amp;nbsp; Winterlinge und Anemone blanda vor dem Pflanzen 12-24 Stunden in Wasser einweichen, dann erkennt man auch besser, wo oben und unten ist (die Unterseite ist glatt, auf der Oberseite sind kleine Knospen als Unebenheiten zu sehen). Pflanzabstände Bedenken Sie die Größe der Blüten: diese sollten nicht mit den Köpfen aneinanderschlagen, daraus ergeben sich die Pflanzabstände: Tulpenzwiebeln mindestens 10 cm auseinander setzen, ebenso Narzissen. Mehrblütige Sorten brauchen mehr Abstand als einblütige. Und Zierlauch ist ja sehr unterschiedlich großblütig, Sternkugellauch sollte zum Beispiel mit mindestens 20 cm Abstand gepflanzt werden. Kleine Zwiebeln, wie Krokusse oder Blausternchen können Sie fast dicht an dicht setzen. Zwiebeln wirken schön, wenn man sie in Gruppen pflanzt. Für die kleinen Zwiebelsorten den Boden flach abtragen und mehrere an eine Pflanzstelle setzen.&amp;nbsp; Pflanztiefe Die Zwiebeln sollten fast immer so tief gepflanzt werden, dass die Zwiebeln und Knollen von einer Erdschicht bedeckt sind, die doppelt bis dreimal so hoch ist wie die Zwiebel oder Knolle selbst.&amp;nbsp; Wenn also die Zierlauchzwiebel einen Durchmesser von 6 cm hat, dann sollen 12 cm Erde auf die Zwiebel! Ausnahmen sind gewöhnlich gekennzeichnet.&amp;nbsp; Bodenvorbereitung Die meisten Zwiebeln mögen durchlässige Böden und eine gute Nährstoffversorgung. Bei schweren Böden ist es gut, eine Drainage aus Kies oder Sand unten ins Pflanzloch einzubringen, um Staunässe zu vermeiden. Geben Sie gerne etwas Kompost mit ins Pflanzloch. Wenn Sie Wühlmäuse haben, dann können Sie die Zwiebeln in Körbe aus Kaninchendraht legen, die Körbe oben schließen.&amp;nbsp; Wühlmäuse laufen unter dem Boden entlang, deshalb nützen oben offene Körbe wenig. Oder Sie entscheiden sich von vornherein für Zwiebeln, die Wühlmäuse (und Rehe, Kaninchen...) nicht mögen, das sind Narzissen, Milchsterne und Scilla. Standortgerechtes Pflanzen Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Anemonen, Lerchensporn und Winterlinge, aber auch Blausternchen können im Halbschatten zum Beispiel unter Gehölzen wachsen,&amp;nbsp;Tulpen und Zierlauch brauchen volle Sonne.&amp;nbsp; ....und im Frühjahr: Nährstoffversorgung Wenn die Zwiebeln gerade 3-4 cm aus der Erde gucken, auf jeden Fall aber vor der Blüte, sollen sie gedüngt werden.&amp;nbsp; Gut geeignet dafür ist ein nicht zu stickstoffbetonter Volldünger, z.B. Tomatendünger Pflege Nach der Blüte die abgeblühten Blüten ausknipsen, damit die Kraft in die Zwiebel und nicht in die Samenbildung geht. Die Blätter der Zwiebeln so lange stehen lassen, bis sie richtig gelb sind (dann geht die Kraft in die Zwiebel und diese kommt im nächsten Jahr besser wieder) Blühfaul? Wenn die Zwiebeln - und das sieht man besonders bei Narzissen und Kaiserkronen nicht mehr so richtig üppig blühen, wenn sie schon lange im Garten stehen, dann kann man etwas tun: Zwiebeln nach der Blüte aufnehmen und neu (in Kompost) pflanzen. Das gibt den Zwiebeln wieder neuen Schwung! &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2024-08-28T14:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Warum Bio-Blumenzwiebeln?</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/warum-bio-blumenzwiebeln</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/warum-bio-blumenzwiebeln"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Robuste Sorten, schonende Bodenbearbeitung, die Pflege des Bodens und Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel machen den biologischen Anbau von Zwiebelblumen aus. Wir sind froh, jetzt Bio-Zwiebeln anbieten zu können! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Endlich gibt es Bio-Blumenzwiebeln von zertifizierten ökologischen Lieferanten.&amp;nbsp; Die Bio-Blumenzwiebeln kommen aus den Niederlanden, dort gibt es einige wenige Züchter von Frühjahrsblühern in Bio-Qualität. Zertifiziert sind die angebotenen Zwiebeln als EU-Bio mit dem Gütezeichen NL-BIO-01. &amp;nbsp; Die Tulpen, Narzissen, Alliums und Krokus werden auf natürliche und nachhaltige Weise, ohne Verwendung von Kunstdünger oder unerwünschte Chemikalien nach den Prinzipien den biologischen Anbaus vermehrt. Bio-Anbau von Blumenzwiebeln - wie geht das? Möglich ist das, indem man das Hauptaugenmerk auf gesunden Boden und die Pflege dieses Bodens legt.&amp;nbsp; Die Mikroorganismen im Boden werden unterstützt, sie sorgen für eine gute Bodenstruktur. Auf Pestizide wird deshalb verzichtet. Das schafft ein vitales Gleichgewicht im Boden, eine Biodiversität, die den Pflanzen, die darin wachsen sollen zugute kommt. Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für gesunde Pflanzen. &amp;nbsp; Biologische Methoden sind Pflanzenstärkung und natürliche Abwehr von Schädlingen, so werden zum Beispiel Krabbenschalen und das darin enthaltende Chitin verwendet, um die Zwiebeln gegen Nematoden (das sind Fadenwürmer, die die Zwiebeln schädigen können) stark zu machen. &amp;nbsp; Seegras wird zur Durchlüftung des Mutterbodens verwendet. Das erleichtert den Pflanzen das Wachsen und wirkt wie eine Düngung.&amp;nbsp;Seegras wird an holländischen Stränden in großen Mengen angespült und kann so auf eine sinnvolle Weise verwendet werden. &amp;nbsp; Gründüngung wird eingesät, um den Boden mit Stickstoff zu versorgen und auch, um ihn zu bedecken. Denn kahler Boden trocknet schneller aus. Deshalb wird der Boden auch gemulcht. Das hält die Feuchtigkeit in der Erde und hindert unerwünschte Beikräuter am aufwachsen.&amp;nbsp; Dazu erhöht das Mulchen den Gehalt an organischen Stoffen im Boden. Auch das ist gut. &amp;nbsp; Blühende Ackerränder sind nicht nur schön, sie ziehen auch Nützlinge an. Das sind Vögel, Schlupfwespen oder Marienkäfer, die als natürliche Feinde von Läusen den Gärtner unterstützen.&amp;nbsp; Weniger Chemie im Blumenzwiebelanbau, das ist nachhaltiges Produzieren nach alter Tradition, jedoch mit dem Wissen und der Erfahrung von heute.&amp;nbsp; Das finden wir gut!&amp;nbsp; Auswahl von Bio-Blumenzwiebeln Das Sortiment unserer Bio-Blumenzwiebeln ist gezielt ausgewählt, es werden nur gute und dauerhafte Zwiebel-Sorten vermehrt. Das sind robuste Sorten , die ohnehin eine gute Resistenz gegen Schädlinge haben und ohne Pflanzenschutzmittel auskommen.&amp;nbsp; Solche Sorten wachsen natürlich auch im heimischen Garten besser.&amp;nbsp; Bei den Tulpen sind das zum Beispiel Darwin-Tulpen, Einfache Frühe und Einfache Späte Tulpen und natürlich die Wildtulpen. Diese Arten und Sorten sind dauerhaft, während man viele andere Tulpen leider wie Einjährige ansehen muss. Auch sind viele &quot;wilde&quot; Zwiebeln im Sortiment, das sind botanische Krokusse, Blausternchen, Hasenglöckchen, Winterlinge, Schneestolz, Puschkinien und ähnliche kleine Zwiebelschönheiten. Sie vermehren sich auch im Garten von alleine, sind kaum anfällig für Krankheiten, sondern wüchsig und robust und kommen jedes Jahr wieder. Gerade die frühen Zwiebelblüher sind wichtige Nahrungslieferanten für Insekten.&amp;nbsp; &amp;nbsp; Auf lange Sicht hat die Gärtnerin, hat der Gartenliebhaber mehr davon, biologisch angebaute Blumenzwiebeln zu pflanzen. Abgesehen davon, dass die Umwelt geschont wird, kommen keine schädlichen Pflanzenschutzmittel in die Erde und die Zwiebeln sind im Garten dauerhaft und zuverlässig. Sie werden im Herbst gepflanzt, können über Winter in der Erde bleiben und benötigen keinen Frostschutz. &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2024-07-11T18:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Zierlauch - und was er braucht, um gut zu wachsen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/zierlauch-und-was-er-braucht-um-gut-zu-wachsen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/zierlauch-und-was-er-braucht-um-gut-zu-wachsen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Zierlauche, die dicken lila Kugelblüten, die den Frühsommer verschönern, sind die großen Verwandten von Schnittlauch, Porree, Knoblauch und Küchenzwiebel. Wir erklären, wie man Zierlauch pflanzt, was er im Garten braucht und warum er so schön ist! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Bienen würden Zierlauch pflanzen! Zierlauche, die dicken lila Kugelblüten, die den Frühsommer verschönern, sind die großen Verwandten von Schnittlauch, Porree, Knoblauch und Küchenzwiebel.&amp;nbsp;&amp;nbsp; Die extravaganten Zwiebelblüher setzen Akzente und bringen Schwung in die Pflanzung.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ihre Blütenstände bestehen aus vielen Einzelblüten, die meist zu runden Kugeln oder Halbkugeln angeordnet sind. &amp;nbsp; Zierlauch-Blütenstände können Durchmesser von bis zu 15 cm bekommen, es gibt aber auch ganz kleinblütige Sorten. &amp;nbsp; Die Vertreter der Gattung Allium können zwischen 10 und 150 cm hoch werden. &amp;nbsp; Die vielen kleinen Einzelblüten enthalten viel Pollen und sehr viel Nektar, was für die Insekten wichtig ist. Nektar bietet schnell verfügbare Energie für die Tiere, Pollen ist proteinreiche Nahrung für den Nachwuchs. Tipps für dauerhafte Zierlauch-Freude im Garten Pflanzung Gepflanzt wird Zierlauch im späten Herbst als Zwiebel, wie auch Tulpen gern erst nach den ersten Frösten. Die Zierlauchzwiebeln sollen 2-3 x so tief gepflanzt werden, wie die Zwiebel groß ist, das bedeutet bei 7 cm dicken Zwiebeln durchaus ein Loch von über 20 cm Tiefe!&amp;nbsp;&amp;nbsp;Zur Pflanzung kann man einen stickstoffarmen Volldünger mit ins Pflanzloch geben.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Zierlauch überwintert dann als Zwiebel und treibt im Frühling aus. Er ist winterhart und mehrjährig. Standort Zierlauch mag voll sonnige Gartenplätze auf kalkhaltigen, gut drainierten Böden. Staunässe und sehr schwere Lehmböden sind nicht so gut geeignet. In solchen Fällen sollte eine Drainageschicht aus Kies, Steinchen oder Blähton in ein tieferes Pflanzloch gegeben werden, damit die Lauchzwiebeln nicht über Winter im Wasser stehen. &amp;nbsp; Es gibt eine Ausnahme, das ist der Bärlauch, Allium ursinum.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der kommt in Wäldern auf frischen Böden vor und mag dementsprechend auch im Garten halbschattig und nicht zu trocken stehen.&amp;nbsp;&amp;nbsp; Heimat Es gibt in der Natur etwa 700 Zierlauch-Arten, die aus der nördlichen Hemisphäre, meist Zentralasien stammen. Dort kommen viele Arten in großen Flächen wild vor. In Kultur sind neben einigen Wildformen auch zahlreiche gärtnerische Züchtungen. Kriterien bei der Züchtung sind Blütengröße und die Haltbarkeit der Blätter. Nachbarn Zierlauch verträgt sich gut mit den Stauden der sonnigen, eher trockenen Standorte. Da das Laub mancher Allium-Sorte recht früh braun und unansehnlich wird, ist eine Kombination mit flachen bis halbhohen Stauden ratsam. Schön sind große Flächen von Storchschnabel, Frauenmantel, Katzenminze oder Steppensalbei mit eingestreuten Zierlauchen, die über den Stauden stehen und der Gestaltung Pfiff geben. Gräser eignen sich gut als Nachbarn, ebenso andere vertikale Blütenstände, wie Steppenkerzen oder Agastachen. Auch flachen Rosen sind Zierlauchkugeln angenehme Begleiter. Feinde Zierlauch ist pflegeleicht, dauerhaft und robust. Gegen Wühlmäuse helfen oben geschlossene ‚Käfige‘ aus Kaninchendraht. Die verbreitet angebotenen Blumenzwiebelpflanzkörbe sind nicht so gut geeignet, da die Wühlmäuse direkt unter der Erdoberfläche laufen und so von oben in die Pflanzkörbe gelangen. Der schlimmste Feind der Blumenzwiebel ist aber der menschliche Spaten, der beim Pflanzen bereits vorhandene Zwiebeln zerteilt... Pflege und Düngung Bei der Pflanzung und auf jeden Fall im Frühling zur Zeit des Austriebs sollten Sie einen stickstoffarmen Volldünger geben. Tomatendünger weist ein perfektes Nährstoffverhältnis für Zwiebelblüher auf. Die Blätter der Zierlauchpflanzen sollen, wie bei allen anderen Zwiebelpflanzen auch, in Ruhe gelb, braun und trocken werden dürfen, sollten also nicht vor der Zeit entfernt werden. Sortenauswahl Neben den vielen lila oder violetten Kugelläuchen mit großen Blüten gibt es auch weiße, leuchtend blaue oder weinrote, sogar einige gelbe Sorten.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch gibt es halbkugelige Sorten und welche mit Glöckchenblüten oder sylvesterraketenähnlichen Blütenständen.&amp;nbsp; Durch geschickte Sortenauswahl kann man von Mai (Allium ‘Purple Sensation‘ ist die allerfrüheste Sorte) bis in den August hinein (Allium senescens blüht sehr spät) eine lange Zierlauchblütezeit im eigenen Garten erreichen. Verwendung Zierlauche sind wunderbare Schnittblumen, die auch in der Vase lange haltbar sind. Die abgeblühten Blüten mancher Sorten lassen sich trocknen und sind dann sehr lange haltbar.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir mögen es, sie in Gestecken zu verwenden oder für die Weihnachtsdekoration mit Goldfarbe zu veredeln. Da bietet sich besonders der Sternkugellauch (Allium christophii) an, seine Blütenstände scheinen aus vielen Sternen zu bestehen, die auch getrocknet attraktiv in Form bleiben.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ökologischer Wert Alle Zierlaucharten und -sorten sind Insektenmagneten! Sie bieten Nektar und Pollen. ]]> </content> <updated>2023-09-13T13:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Blumenzwiebeln in Töpfen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/blumenzwiebeln-in-toepfen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/blumenzwiebeln-in-toepfen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Wenn im Garten alle Beete schon voll oder zu klein sind, dann lässt sich die Lust auf Zwiebelblüher auch in Töpfen und Kübeln, Schalen und anderen Gefäßen ausleben. Lesen Sie, worauf dabei zu achten ist, was schön ist und welche Herausforderung die Topfkultur der Zwiebelblüher... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Vorteil einer Topfkultur Es gibt Zwiebelblüher, die möchte man zur Blütezeit besonders in den Vordergrund rücken. Das können schöne Tulpen oder besondere Zierlauche sein. Diese Zwiebeln in einen Topf zu setzen, bringt den Vorteil mit sich, dass man sie, wenn sie gerade so richtig „lecker“ aussehen, an einen exponierten Platz stellen kann. So lassen sich auch Lücken in Beeten spontan füllen oder schöne Arrangements auf der Terrasse gestalten.&amp;nbsp; Verblühte Blumenzwiebeln können von der „Bühne“ verschwinden und an geeigneter Stelle trocken übersommern, während andere Pflanzen ihren Platz übernehmen.&amp;nbsp; Auch möchte man vielleicht manche Besonderheit im Auge behalten. Da bietet sich dann die Topfkultur an, um die aufregende Wildtulpe oder das besondere Schneeglöckchen nicht im großen Grün des Gartens zu verlieren. Allerdings muss man dabei bedenken, dass Zwiebelblüher, die eigentlich verwildern möchten, wie Schneeglöckchen, Winterlinge, Blausternchen oder Schneestolz im Garten glücklicher sind, als im Topf. Auch das mit dem sich-selbst-vermehren klappt natürlich auch besser, wenn sie direkt in der Erde wachsen dürfen. Doch Töpfe mit Zwiebelblühern sind ungemein reizvoll, gerade kleine Wildtulpen sind richtig zauberhaft im Kübel, probieren Sie mal die Damentulpe, Tulipa clusiana, eine elegante, spitze, rosa-weiße Tulpe! Für Zwiebelblüher, die ein bißchen heikel sind, vielleicht nicht so viel Kälte vertragen oder unsere nassen Winter nicht so mögen, ist die Topfkultur ebenso von Vorteil. Getopfte Zwiebeln kann man geschützt überwintern. Beispiele hierfür sind Schuberts Lauch, Allium schubertii, der in nassen Wintern bei uns unglücklich ist oder manche Engelstränennarzissen, Narcissus triandrus, die bei uns nur bedingt winterhart sind, weil es ihnen zu kalt sein könnte. &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp; Wer arg mit Wühlmäusen zu tun hat, mag Zwiebeln in Töpfen ausprobieren, und wer einen Balkon bepflanzen will, der kann natürlich auch mit Zwiebelblühern Farbklekse im Frühling in Kästen und Töpfen setzen. Welche Töpfe sind geeignet Geeignet sind alle Töpfe, die so frostfest sind, wie die Pflanzen, die hinein sollen. Wenn Sie einen Topf mit Tulpen und Narzissen über Winter draußen lassen wollen, dann sollten Sie kein frostempfindliches Gefäß wählen! Ganz wichtig: Alle Gefäße, in die direkt etwas hineingepflanzt wird, brauchen unbedingt Wasserabzugslöcher! Fast niemand mag Staunässe und Zwiebeln oder Knollen schon gleich gar nicht. Unten in die Kübel und Töpfe kann eine Lage Blähton, Steine, Tonscherben, Ziegelsplitt oder grober Kies als Drainageschicht gegeben werden, darauf ein Vlies und dann die Pflanzerde. Es empfiehlt sich, mindestens 3 cm Drainage und 5 cm Erde unter die Zwiebeln zu geben – der Topf muss also tief genug sein. Worauf muss man achten Bedenken Sie die Pflanztiefe bei Zwiebelblühern. Mit wenigen Ausnahmen wollen Frühlingsblumenzwiebeln 2-3 x so tief gepflanzt werden, wie die Zwiebel groß ist. Das kommt noch zur Drainageschicht und der Erde unter den Zwiebeln hinzu – so tief muss Ihr Topf also mindestens sein. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Zwiebelblüher! Viele Zwiebeln, etwa Tulpen benötigen im Winter Kälte, damit sie zuverlässig blühen. Mindestens 10 Wochen kühle Temperaturen sind wichtig für die Blütenbildung. Also sollten die Tulpentöpfe nicht im Wohnzimmer, sondern im kühlen Schuppen überwintert werden. Oder im Garten an einem kühlen, schattigen Platz bei 0-8 Grad. Die Töpfe sollten nicht austrocknen - kontrollieren Sie die Feuchtigkeit alle 2 Wochen - aber auch nicht winterlichen Starkregenereignissen schutzlos ausgesetzt sein. Die Herausforderung bei Zwiebeln in Töpfen sind die starken Temperaturschwankungen in den Gefäßen: Es wird in einem Topf kälter als im Garten, weil die Kälte von allen Seiten herankommt. Gleichzeitig erwärmt die Wintersonne den Topf schnell, die Zwiebeln treiben vorzeitig, je kleiner der Topf, desto größer diese Gefahr. Wenn Sie Ihre Töpfe draußen überwintern, beachten Sie den schattigen Standort und schützen Sie Ihre Töpfe mit Vlies, Kartoffelsäcken oder Tannenreisig.&amp;nbsp; Wer Probleme mit Mäusen hat, kann einen Kaninchendraht auf den Topf legen, um den Mäusen den Zugriff zu verwehren. Ein Tipp für Zwiebeln in Kübeln und Töpfen ist, diese nicht zu spät zu pflanzen.&amp;nbsp; Manche Kübelpflanzengärtner graben ihre Zwiebel-Töpfe im Garten in ein leeres (Gemüse-)beet ein, die Topfkante eine Handbreit unter der Erdoberfläche. Das ist eine mühevolle, wenngleich richtig gute Methode der Überwinterung.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch hier gilt es, vor zu viel Nässe zu schützen und es empfiehlt sich, die Stellen zu markieren, damit man seine Zwiebeln wiederfindet bevor Sie blühen. Und dann ist es natürlich auch wichtig, die austreibenden Pflanzen an den richtigen Standort zu stellen. Tulpen und Zierlauch mögen Sonne, viele Narzissen kommen mit absonnigen Standorten zurecht und auch Winterlinge, Blausternchen, Schneeglöckchen tolerieren halbschattige Gartenplätze.&amp;nbsp; Eine besonders schöne Art, viele Zwiebeln in einem Topf unterzubringen, ist die Blumenzwiebellasagne. Darüber lesen Sie hier mehr . ]]> </content> <updated>2023-09-13T12:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Eine Blumenzwiebellasagne anlegen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/eine-blumenzwiebellasagne-anlegen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/eine-blumenzwiebellasagne-anlegen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Die unterschiedlichen Größen der Blumenzwiebeln ermöglichen im Herbst eine Schichtpflanzung, die zu frühlingshafter Blütenfülle führt - hier steht, wie&#039;s geht! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Lasagne ist ein feines Ofengericht für das Nudeln, Gemüse und Soße in Schichten übereinandergelegt werden und ein wunderbares Ganzes ergeben. Diese Art der Schichtung ist zur Anregung für eine spezielle Art des Pflanzens von Blumenzwiebeln im Herbst geworden. Dabei nutzt man das Prinzip, dass Blumenzwiebeln immer 2-3 x so tief gepflanzt werden möchten, wie die Zwiebel groß ist und dass verschiedene Zwiebelgattungen unterschiedliche Größen haben. Für eine gute Lasagne werden daher Sorten mit unterschiedlichen Zwiebelgrößen, also unterschiedlichen Pflanztiefen, miteinander kombiniert. Dabei ist es ratsam, mindestens eine Sorte mit kleinen, eine mit mittelgroßen und eine mit großen Zwiebeln zu wählen. Die Großen nach unten, die Kleinen weiter nach oben. Wer dann auch noch auf die Blütezeiten achtet, hat lange Freude an dem Arrangement, das sich besonders gut für Töpfe und Kübel eignet, weil es auf wenig Raum viel Blüte bringt. Das Prinzip: In Schichten pflanzen Unten könnten so zum Beispiel dicke Narzissenzwiebeln oder sogar große Zierlauchzwiebeln sitzen. Darüber Tulpen und ganz oben Krokusse oder kleine Iris. Durch das Ausnutzen unterschiedlicher Pflanzebenen können viel mehr Zwiebeln auf kleiner Fläche untergebracht werden als üblich. Selbst wenn die Zwiebeln übereinander sitzen sind sie sich nicht im Weg, denn die Triebe finden ihren Weg zur Erdoberfläche aneinander vorbei. Wichtig ist darauf zu achten, dass keine Staunässe im Pflanzgefäß entsteht und dass die Lichtbedürfnisse der Pflanzen erfüllt werden: Tulpen, Narzissen, Zierlauch, aber auch Krokusse und Zwiebeliris, mögen sonnige Standorte! Der Herbst ist die richtige Zeit für das Pflanzen einer Blumenzwiebel-Lasagne, denn die Zwiebeln benötigen den Frost des Winters, um zur Blüte zu kommen.&amp;nbsp; Das Rezept für einen Topf Frühlings-Lasagne finden Sie hier: Zutaten: großer, tiefer Topf (frostfest) mit Abzugsloch – z.B. 30 cm Durchmesser Substrat aus 2/3 Blumenerde und 1/3 Sand Kies oder Blähton oder Tonscherben für unten als Drainage mehrere unterschiedliche Blumenzwiebelsorten, für unser Beispiel 20 Stück&amp;nbsp; Krokus-Mix , violett-weiß, 10 cm, Februar-März 5&amp;nbsp; Split-Corona- Narzissen &amp;nbsp;‘Papillion Blanc’, weiß, 45 cm, April 7&amp;nbsp; Darwin-Tulpen &amp;nbsp;‘Pink Impression’, rosa, 50 cm, Mai &amp;nbsp;Zubereitung: In dem frostfesten Topf eine Tonscherbe über das Abzugsloch legen, damit es nicht verstopft. Dann Tonscherben, Blähton oder Kies als Drainage unten in den Topf schichten, etwa 2-5 cm hoch. Diese Drainage verhindert, dass sich Staunässe bilden und die Zwiebeln verschimmeln können. Die gewünschten Zwiebeln nach Größe sortieren: Die größten sind vermutlich die Narzissen. Wenn die Zwiebeln etwa 5 cm hoch sind, sollten mindestens 10 cm Erde auf diese Zwiebeln kommen. Also muss der Topf so hoch mit Pflanzsubstrat gefüllt werden, dass noch etwa 20 cm Platz nach oben bleibt (5 cm Zwiebel – mind. 10 cm Erde obendrauf – 5 cm Gießrand). Ein Gießrand ist der Abstand vom Substrat zur Topfoberkante der verhindert, dass beim Gießen das Wasser sofort über den Rand läuft. Dickste Zwiebelsorte mit wenig Abstand unten einsetzen. Substrat in die Zwischenräume füllen und die Zwiebeln leicht bedecken. Als nächste Schicht z.B. Tulpen einsetzen. Die sind vermutlich etwa 3 cm groß, deshalb sollten mindestens 6 cm Erde drauf, also können die Tulpen direkt über die Narzissen gesetzt werden. Wieder die Lücken mit Substrat verfüllen.&amp;nbsp; Die oberste Schicht können Krokusse sein. Es können auch mehrere Sorten gemischt gepflanzt werden. Hier wieder auf die Pflanztiefe achten. Wenn der Topf sehr tief ist, kann noch eine 4. Schicht eingesetzt werden, zwischen Tulpen und Krokus/Iris passen von der Zwiebelgröße her noch Wildtulpen oder Traubenhyazinthen.&amp;nbsp; Die oberste Schicht mit Substrat bedecken und angießen.&amp;nbsp;Den Kübel im Freien überwintern. Im Frühling den Topf sonnig stellen, Auf Feuchtigkeit achten und bei langanhaltender Trockenheit gießen. Wer Probleme mit Mäusen hat, kann einen Kaninchendraht auf den Topf legen, um den Mäusen den Zugriff zu verwehren. Nach und nach werden die Zwiebelblüher austreiben und dichte und lange Blütenpracht bescheren. Tipp: Gut möglich und besonders charmant ist es, auf die oberste Schicht noch Hornveilchen zu pflanzen. Auch das ist schon im Herbst möglich, die kleinen Stiefmütterchen sind winterhart und blühen oft sogar schon im Herbst. Die Zwiebeln treiben und blühen dann nach und nach im Frühling, ihre Blüten stehen zwischen den Hornveilchen dicht zusammen und kommen dort gut zur Geltung. Das wirkt besonders üppig und bunt. Die Hornveilchen verbergen die vergilbenden Blätter der Zwiebeln und begleiten Krokusse, Tulpen und Narzissen durchs Frühjahr. Und noch ein Tipp: Wer den Lasagnezwiebeltopf düngt, wenn die ersten Zwiebelspitzen aus der Erde gucken, versorgt seine Zwiebelblüher gleich schon für die nächste Saison. Der beste Dünger für Zwiebelblumen ist übrigens Tomatendünger, denn der hat ein perfektes Nährstoffverhältnis, um die Blütenbildung anzuregen. ]]> </content> <updated>2022-08-05T11:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Blumenzwiebeln für die Dachbegrünung</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/blumenzwiebeln-fuer-die-dachbegruenung</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/blumenzwiebeln-fuer-die-dachbegruenung"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Dachbegrünungen sind im Trend. Bepflanzte Dächer haben viele Vorteile für Tiere, die Natur, das Gebäude und auch für das Klima. Und Blumenzwiebeln setzen schöne Akzente auf begrünten Dächern. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Ein begrüntes Dach ist eine wunderbare Möglichkeit, mehr Naturraum zu schaffen, den Insekten Nahrung und Lebensraum zu geben und der zunehmenden Bodenversiegelung entgegenzuwirken.&amp;nbsp; &amp;nbsp; Die Dachbegrünung isoliert das Gebäude, im Sommer ist es unter einem Gründach nicht so heiß und im Winter nicht so kalt. Das spart Heiz- und Klimaanlagenkosten und schon die Umwelt. Dachbegrünungen sorgen für Schallschutz, sie speichern das Regenwasser und verbessern das Kleinklima. Außerdem schont eine Begrünung die Dachabdichtung. Das Thema Dachbegrünung haben wir sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, da Svenjas Eltern schon seit über 40 Jahren begrünte Dächer anbieten. &amp;nbsp; &amp;nbsp; Und ein Gründach ist der optimale Platz für Blumenzwiebeln! Standortbedingungen Der meist sonnige Standort und die sommerliche Trockenheit bedingt durch geringe Substratstärke sind genau das, was Zwiebelblüher so lieben. &amp;nbsp;&amp;nbsp; Wildtulpen und Krokus, Blausternchen, Schneestolz und Traubenhyazinthen sorgen für den Frühlingsaspekt auf den begrünten Dächern, denn sie blühen schon ab Februar. Das ist deutlich vor den klassischen Stauden, die sich auf Dächern finden, also vor den Fetthennen und Mauerpfleffern und vor den Dachwurzen und Thymianen. Pflanzung Die Zwiebeln sollen in Gruppen gepflanzt werden, vielleicht zu fünft oder auch zu zehnt, so dass dicke Farbtuffs entstehen.&amp;nbsp; &amp;nbsp; Pflanzzeit ist ab Mitte/Ende September, so lange der Boden offen ist. Pflanztiefe ist die doppelte Zwiebelstärke. Die Zwiebeln benötigen eine Substratstärke von mindestens 5 cm auf dem Gründach, das ist eine sehr extensive Begrünung, die meisten Dächer haben mehr als 5 cm Substrat.&amp;nbsp; &amp;nbsp; Der Standort für die Zwiebeln für die Dachbegrünung sollte gerne sonnig sein.&amp;nbsp; Und all die angebotenen Sorten bieten Nahrung für Insekten, zum Teil ja auch schon sehr früh, was sie so besonders wertvoll macht. Pflege Wir haben selber viele schöne und auch sehr unterschiedliche Gründächer hier auf unserem Gelände und haben mit Frühlingsblühern auf den Dächern sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch auf Dächern mit 10 oder 20 cm Substrat wachsen die Zwiebelblumen gut. Sie sind dauerhaft und vermehren sich willig, auch ohne zusätzliche Nährstoffe, wobei sie es natürlich schätzen würden, wenn sie im Frühjahr, wenn die Blätter aus der Erde kommen, mal eine Handvoll organischen Dünger bekommen. Gut geeignet ist für Zwiebelblüher immer Tomatendünger, weil der nicht zu viel Stickstoff enthält. Folgende Zwiebelblüher können gut auf einem Gründach wachsen: Schneestolz, Chionodoxa luciliae (Ch. gigantea) – blau mit weißer Mitte, II-III, 5-10 cm Krokus, z.B, Crocus ancyrensis ‘Golden Bunch’ – orange-gelb, III, 15 cm oder &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; Crocus etruscus ‘Zwanenburg‘&amp;nbsp; &amp;nbsp; -&amp;nbsp; &amp;nbsp; violett-blau mit lila Adern, II-III, 10-15 cm Zwiebel-Iris, Iris danfordiae – gelb, III, 10-15 cm&amp;nbsp;&amp;nbsp; Netziris, Iris reticulata ‘J.S.Dijt‘ – purpurlila, ii-iii, 10-15 cm&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp; Traubenhyazinthe, Muscari armeniacum – leuchtend blau, III-IV, 15-20 cm oder andere Traubenhyazinthen Kleine Narzissen, z.B. Jonquillennarzisse, Narcissus ‘Golden Dawn‘ – gelb-orange, III-IV, 30 cm Puschkinie, Puschkinia libanotica – hellblau, III-IV, 10-15 cm oder in weiß Wildtulpen, z.B. Tulipa praestans – ziegelrot, IV, 30-40 cm &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; oder Tulipa turkestanica –weiß mit grauem Violett, gelbe Basis, II-III, 15 -20 cm &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; Blaulauch, Allium caeruleum - strahlend blaue Blüten, VI-VII, 40 cm &amp;nbsp; &amp;nbsp; Für ein extensives Carportdach mit mindestens 5 cm Substratstärke empfehlen wir von den oben genannten mindestens drei Tuffs à 5 Stück pro Quadratmeter zu setzen. Ein Einzelcarport ist etwa 5 x 3 Meter, also etwa 225 Zwiebelchen. Gerne können Sie uns Ihre Wünsche mailen, dann stellen wir Ihnen eine Zwiebelmischung für Ihr Dach zusammen. Natürlich können Sie auch Ihr Garagendach, Ihr begrüntes Vogelhaus, Ihr Wohnhausdach, das Dach der Sauna und jedes andere begrünte Dach, das in der Sonne liegt so veredeln. Für Dächer in Halbschattenlage sind Blausternchen, Puschkinien, Schneestolz und Krokus geeignet. ]]> </content> <updated>2022-05-18T12:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Von der Schönheit der Blumenzwiebeln</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/von-der-schoenheit-der-blumenzwiebeln</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/von-der-schoenheit-der-blumenzwiebeln"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Tulpen und Narzissen , Zierlauch und Krokus lassen sich an Ihren Zwiebeln unterscheiden. Und wenn man mal genauer hinguckt, sieht man wahre Schönheit... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit, das hat nicht nur mit der tollen Luft, der wehmütigen Üppigkeit in den Beeten oder damit zu tun, dass es endlich wieder Lebkuchen gibt, nein, ich liebe die Blumenzwiebelsaison. Wenn Mitte / Ende September die vielen unterschiedlichen Zwiebeln für Krokusse, Narzissen, Zierlauch, Tulpen und Co geliefert werden, dann liegt immer ein ganz besonderer Zauber über der Gärtnerei: Blumenzwiebelzeit&amp;nbsp; Zum einen ist es der Duft!&amp;nbsp; Diese Mischung aus Küchenzwiebel, Raubtierkäfig (das sind die Kaiserkronen!) und großer weiter Welt!&amp;nbsp; Und dann die Vorfreude:&amp;nbsp; Diese wunderschönen Formen der verschiedenen Zwiebel-Arten, das macht schon Spaß.&amp;nbsp; Wir sind dann immer alle ganz aufgeregt, weil das Auspacken das Schönste ist. Dabei schwelgt man natürlich in Vorfreude auf rosa-lila Tulpenträume oder freut sich, dass die wunderbare Narzisse Sweetness wieder lieferbar ist.&amp;nbsp; Und doch ist es das haptische Erlebnis, mit den so ganz unterschiedlichen Zwiebelformen zu hantieren, was uns besonders begeistert. Zierlauch, Allium Da gibt es ja winzig kleine Sorten mit 20 cm Höhe und nur 2 cm großen Blüten und riiiiesengroße, wie Allium giganteum, dessen Blüten gerne tennisballgroß sind.&amp;nbsp; Die Zwiebeln sind ähnlich unterschiedlich:&amp;nbsp; Manche sehen aus, wie Perlzwiebeln aus dem Glas (nur trocken, nicht sauer eingelegt), andere sind riesig und jede für sich ist eine Schönheit. &amp;nbsp; Zierlauche sind aufregende Frühsommerblüher, die von den Bienen und Hummel geliebt werden.&amp;nbsp; Sie blühen zusammen mit Rosen und Akelei und setzen durch ihre meist kugelrunden Blüten Akzente im Beet. Tipp: Blumenzwiebeln werden in unterschiedlichen Qualitäten angeboten.&amp;nbsp; Die Größenangaben beziehen sich auf den Zwiebelumfang und wir haben es mal ausprobiert:&amp;nbsp; Der Unterschied in der Blütengröße bei ein und derselben Sorte ist deutlich.&amp;nbsp; Zwiebeln großer Qualität sind natürlich teurer, deshalb sind in den Mischungen, die man im Discounter günstig bekommt, eben meist auch nur die kleineren Blütengrößen drin. Aber Zwiebeln großer Qualität machen größere Blüten! Und wir versuchen, immer die allergrößten Zwiebelgrößen für Sie zu bekommen. Ganz unterschiedliche Zwiebel- und Knollenformen Krokusknollen als Schönheiten zu bezeichnen mag manchem vielleicht etwas komisch vorkommen, doch achten Sie mal auf die Maserung der flachen bis kugeligen Knollen:&amp;nbsp; Sie sind so perfekt gemustert, es ist wirklich erstaunlich!&amp;nbsp; Krokusse schieben oft auch schon „Nasen“, also Triebe aus der Zwiebel, das sieht man, dass die gern in die Erde wollen. Pflanztiefe ist für die allermeisten Zwiebeln die doppelte Zwiebelstärke, also zwei mal so viel Erde drauf, wie die Zwiebel hoch ist.&amp;nbsp; Das ist bei Krokussen nicht viel, mancher Zierlauch dagegen muss 15 cm tief in die Erde. Lerchensporn, Corydalis haben runde Knollen, unscheinbar wie schrumpelige Kartoffeln.&amp;nbsp; Daraus treiben im Frühling die zauberhaftesten rosa und weißen Blüten, mit einem Fortsatz, der an den Kopfstutz der Haubenlerche erinnert – daher der Name dieser wildhaften Halbschattenstaude. Iris oder Schwertlilien gibt es ja in vielen Variationen:&amp;nbsp; Große Bartiris wachsen aus Rhizomen, aber die kleinen Netziris, Iris reticulata treiben aus Zwiebeln, die wie alle hier genannten im Herbst gesteckt werden sollen.&amp;nbsp; Netziris ist ein Deutscher Name, der auf die Oberfläche der schmalen, hellen Zwiebelchen hinweist:&amp;nbsp; Ihre äußeren Zwiebelhäute bestehen aus netzartigen Fasern.&amp;nbsp; Wirkliche Schönheiten, die kleinen Zwiebeliris und sie gehören zu den allerersten Blüten im Frühlingsgarten. &amp;nbsp; Narzissen Narzissenzwiebeln sind rundlich, in eine Spitze auslaufend, je nach Art und Sorte sehr unterschiedlich groß und meist hellbraun.&amp;nbsp; Die äußere Hülle dient als Schutz und soll nicht entfernt werden.&amp;nbsp; Narzissen sollten grundsätzlich eher früh gepflanzt werden. &amp;nbsp; Durch geschickte Sortenauswahl kann man von Februar bis Mai blühende Narzissen in seinen Garten holen. &amp;nbsp; Narzissenzwiebeln werden von Wühlmäusen gemieden, denn sie enthalten ein Alkaloid mit betäubender Wirkung. Tulpen Tulpen zwiebeln dagegen schmecken Wühlmäusen recht gut, es gibt dafür Körbe im Handel, von denen ich nichts halte, weil sie so flach sind, dass die Wühlmäuse, die knapp unter der Erdoberfläche laufen, ganz wunderbar von oben hineinkommen.&amp;nbsp; Besser geeignet sind „Käfige“ aus Kaninchendraht, die man sich selber biegen kann und die von allen Seiten geschlossen sind.&amp;nbsp; Die Tulpen kommen durch die Löcher im Draht, die Wühlmäuse nicht. Tulpenzwiebeln sind nun das Schönste, was man sich vorstellen kann: Sie sind birnen- oder eiförmig mit einer deutlich erkennbaren Basis, oben laufen sie in eine kurze oder längere Spitze aus.&amp;nbsp; Jede Zwiebel ist mit einer zusammenhängenden häutigen Schale umgeben, die unterschiedlich braun gefärbt ist. &amp;nbsp; Wildtulpenzwiebeln sind insgesamt kleiner als Kultursorten, hier ist die Art oft an der Zwiebel richtig gut zu erkennen.&amp;nbsp; Häufig glänzen die Tulpenzwiebeln wie polierte Edelsteine. &amp;nbsp; Ihre Vielfalt begeistert uns jedes Jahr aufs Neue.&amp;nbsp; Manche möchte man als Handschmeichler haben, manche möchte man malen.... Tulpen sollten, wie Zierlauch auch im Herbst nach den ersten Frösten gepflanzt werden. &amp;nbsp; Sie brauchen sommertrockene Standorte, denn die Zwiebel ist ein Speicherorgan, was von der Heimat der Tulpen in trockenen Regionen erzählt:&amp;nbsp; In der Zwiebel werden Nährstoffe und Feuchtigkeit für die nächste Wachstumsperiode gespeichert, so können die Pflanzen an extremen Standorten überdauern. Das gut gegossene Prachtstaudenbeet ist kein geeigneter Ort für Tulpen im Sommer, dann ist es günstiger, sie nach der Blüte aufzuheben, trocken zu übersommern und im späten Herbst wieder einzupflanzen. Tipp: Fast alle Zwiebelblüher mögen recht durchlässige Böden.&amp;nbsp; Wichtig ist eine Versorgung mit Nährstoffen.&amp;nbsp; Das kann der Kompost im Herbst im Pflanzloch sein, sollte unbedingt aber auch ein nicht zu stickstoffbetonter Volldünger in der Zeit des Austriebs im frühen Frühjahr sein.&amp;nbsp; Gut geeignet dafür ist Tomatendünger.&amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2022-05-15T12:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Esskastanie – die edle unter den Kastanien</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/esskastanie-die-edle-unter-den-kastanien</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/esskastanie-die-edle-unter-den-kastanien"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Die Edelkastanie wurde 2018 zum Baum des Jahres gekürt, weil sie zwar auf Grund ihrer südlichen Heimat (Kleinasien und Mittelmeerraum) bei uns nicht zu oft vorkommt, aber möglicherweise das Zeug zum Klimabaum hat. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Esskastanie – die edle unter den Kastanien Esskastanien unterscheiden sich von Rosskastanien auf den ersten Blick durch die Stacheligkeit ihrer Früchte und die Form ihrer Blätter. Beide wachsen zu stattlichen Bäumen heran, die Rosskastanie hat handförmig gefingerte Blätter, die Esskastanie hingegen grob gesägtes, lanzettliches Laub. Die kurzstacheligen, dickschaligen Früchte der Rosskastanie enthalten eine oder zwei große glänzende braune Früchte. Diese Kastanien will man sammeln, für Dekorationen verwenden und gegen Rheuma in der Hosentasche tragen. Esskastanien-Früchte sind so stachelig, dass es gar nicht so eine große Freude ist, sie zu sammeln. Sie kommen so pieksig wie Seeigel daher, in ihnen sitzen zwei oder drei hellbraune kleinere Früchte, die als Maronen bezeichnet werden und die essbar sind. Die Rosskastanien werden bei Gärtnern Aeculus hippocastanum (hippe=Pferd) genannt, Edelkastanien (Esskastanien) heißen botanisch Castanea sativa (sativa=essbar). Die Esskastanie Esskastanie Hier soll es nun um die Esskastanien, die Edelkastanien gehen, denn deren Holz ist von ganz besonderer Härte und wird im Gartenbau und auch sonst gern verwendet. Ihr Holz eignet sich hervorragend für schöne Zäune und haltbare Staudenstützen. Die Edelkastanie wurde 2018 zum Baum des Jahres gekürt, weil sie zwar auf Grund ihrer südlichen Heimat (Kleinasien und Mittelmeerraum) bei uns nicht zu oft vorkommt, aber möglicherweise das Zeug zum Klimabaum hat. Wuchs der Esskastanie Breitoval mit einer ausladenden Krone wird die Esskastanie 8-10 Meter hoch (manchmal sogar bis zu 20 Meter) und bis zu 500 Jahre alt. Der Stamm wächst sehr grade. Die Blätter sind von glänzend sattgrüner Farbe, sie haben eine schöne goldbraune Herbstfärbung. Männliche und weibliche Blüten erscheinen im Frühsommer getrennt, aber auf einem Baum, das nennt man einhäusig. Die männlichen Blütenkätzchen riechen streng, sie enthalten viel&amp;nbsp;Nektar, aus dem die Bienen dunkelbraunen Honig machen. Nach der Befruchtung bilden sich glänzende, dunkelbraune Nüsse, die von einem stacheligen Fruchtbecher umgeben sind. Erste Früchte werden erst ab einem Baumalter von etwa 25 Jahren gebildet. Standort der Esskastanie Wo Wein wächst, wächst auch die Edelkastanie – so sagt man. Der Baum mag viel Licht und Wärme ebenso wie durchlässige, humose und eher saure Böden mit ausreichender&amp;nbsp;Feuchtigkeit – aber bitte keine Staunässe. Esskastanien sind sehr windfest. Zum Klimawandelbaum wird die Pflanze, weil sie hohe Temperaturen und sehr trockene Standorte gut erträgt. Junge Pflanzen sind allerdings im Winter empfindlich. Eine dicke Mulchschicht hilft dagegen. Ökologie der Esskastanie Die Blüten bieten den Bienen Nahrung. Die Edelkastanie hat den Nektarwert 4 und den Pollenwert 3. Die Blühmonate sind Mai, Juni und Juli. Eichhörnchen, Eichelhäher und Wildschweine und Co. fressen die Früchte gerne. Die Stämme älterer Bäume sind meist hohl und bieten verschiedenen Tieren eine Wohnung. Früchte der Esskastanie Esskastanien brauchen Wärme, damit die Früchte gut ausreifen. Der Geschmack kommt durchs Rösten oder Kochen. Rösten oder kochen Sie die Früchte mit der Schale und schälen Sie sie anschließend. Die Früchte werden nicht roh gegessen, dann sind sie schwer verdaulich und stark blähend. Aus gekochten Früchten können Kastanienpüree (Vermicelles) und Konfiserieartikel hergestellt werden.&amp;nbsp;Wildfleisch schmeckt wunderbar mit einer Beilage aus Maronen. Die Früchte sind reich an Stärke und Saccharose. Sie besitzen einen zart süßen, nussigen und etwas mehligen Geschmack. Kastanienmehl kann als glutenfreier Ersatz für Weizenmehl verwendet werden. Esskastanien waren vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts ein Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung in den Bergregionen Südeuropas – ein sogenanntes Arme-Leute-Essen.&amp;nbsp;Heute sind sie eine Delikatesse! Früher kamen bei der Weinlese Kastanien ins Feuer und wurden oft gemeinsam mit Kartoffeln verzehrt, daher kommt der Spruch: “die Kastanien aus dem Feuer holen”) In der Volksmedizin werden Esskastanienprodukte gegen Asthma, Bronchitis, Keuchhusten verwendet, zur Desinfektion des Halses und allgemein bei Atemwegsbeschwerden. Die Blätter enthalten Gerbstoff, Triterpene, Vitamin C und Flavonoide. Extrakte aus den frischen Triebknospen sollen den Lymphfluss anregen. Ein Aufguss der Rinde ist geeignet bei Hautrötungen und für Umschläge bei verschiedenen Krankheiten. Verwendung der Esskastanie Die Edel- oder Esskastanie treibt nach dem Absägen schnell und kräftig wieder aus, man hat schon in der&amp;nbsp;Römerzeit dafür alle 10 bis 15 Jahre die Bestände kahl geschlagen und so Niederwaldkultur betrieben. Der schnelle Neuaustrieb nach dem Absägen produziert meterlange Stockausschläge, dieses Holz wird für die Kastanienzäune und Staudenstützen verwendet. Das Holz ist mittelschwer und lässt sich gut verarbeiten, es ist auch sehr gut spaltbar. Es trocknet langsam und ist dauerhaft gegen Befall durch Holz zerstörende Pilze geschützt. Das Holz der&amp;nbsp;Edelkastanie ist reich an Gerbstoffen, dadurch verrottet es sehr langsam und wird gern für Pfähle, Rebenpfähle verwendet. Es eignet sich auch für Fässer, Lawinenverbauung, Spielgeräte, Möbel. Das haltbare Holz mit seiner schönen Farbe hält es auch im Außenbereich aus. Die Rinde wird zum Gerben von Leder verwendet. Und weil das Holz so haltbar ist, wird es in England und auch in Frankreich für die Staketenzäune verwendet. Diese bestehen aus gespaltenen Kastanienstämmen und sind mit Draht verbunden. So ein Zaun fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und geht mit dem Gelände mit. Die Staudenstützen kommen von einem Engländer, der seiner Frau, einer Gartenplanerin für ihre Kunden diskrete und haltbare Staudenstützen bauen wollte. Diese Staudenstützen sind nun auch bei uns erhältlich. ]]> </content> <updated>2021-10-09T12:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gräser im Garten - Finger weg von der Schere im Herbst</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/graeser-im-garten-finger-weg-von-der-schere-im-herbst</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/graeser-im-garten-finger-weg-von-der-schere-im-herbst"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Gräser peppen Staudenbeete auf, setzen Akzente und malen herrliche Winterbilder mit Raureif in der tief stehenden Sonne. Nicht nur deshalb sollten sie unbedingt erst im Frühling zurückgeschnitten werden. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Gräser sind das Salz in der Suppe der Gartengestaltung. Sie vervollkommnen viele Beete, bringen Leichtigkeit und Lockerheit in die Pflanzung und geben im Herbst noch mal alles. Es gibt sie für fast jeden Gartenplatz: Gräser für sonnige und schattige Standorte, für feuchte und trockene Böden. Manche wuchern, manche wachsen bodendeckend, viele wachsen horstig, das heißt, sie bleiben ein Tuff, der langsam immer dicker wird. Es gibt ganz kleine Gräser, wie das Bärenfellgras (Festuca scoparia), oder hohe Grasgestalten wie manches Chinaschilf (Miscanthus) oder Pampasgras (Cortaderia). Die Wuchsform und der Standortwunsch sind entscheidend für die Gartengestaltung – wenn Boden und Lichtverhältnisse nicht stimmen, dann macht die Pflanzung wenig Sinn. Es gibt wintergrüne Gräser und welche, die sich mit einer opulenten Herbstfärbung aus dem Gartenjahr verabschieden. Die meisten Gräser haben ihre Hauptsaison im Sommer und Herbst, der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen ist jedoch das Frühjahr. Gräserpflege Jetzt im Herbst ist es gut, sich eine Liste zu machen, welche Gräser in den eigenen Garten einziehen sollen, diese über Winter nicht zu verlieren und dann im Frühling die Pläne in die Tat umzusetzen. Denn Gräser sollten besser im Frühling als im Herbst gepflanzt werden. Viele Gräser treiben spät aus, deshalb kann man gern bis April mit dem Pflanzen warten. Lockern Sie den Topfballen gut auf, damit die Pflanzen einen leichteren Start ins Gartenleben haben und bedenken Sie beim Pflanzen Wuchsform und Platzbedarf der einzelnen Sorte. Je kleiner das Gras, desto eher sollten Sie es in Gruppen pflanzen. Solitärgräser wie Chinaschilf kommen häufig in großen Töpfen daher und dann reicht je nach Gartenplan manchmal auch eines. Über Sommer werden Ihre Gräser sich wunderbar entwickeln, sich im Herbst zur wahren Schönheit steigern und dann sollten Sie sie stehen lassen. Viele Gräser vertragen einen herbstlichen Rückschnitt nicht sehr gut, sie kommen deutlich besser über den Winter, wenn Sie sie lassen und erst im Frühling schneiden. Und wer will sich schon um die zauberhaften Winterbilder mit glitzernden Eiskristallen an zarten Grashalmen bringen?! Zudem überwintern in den hohlen Stängeln vieler Gras-Sorten gerne Insekten, ein Grund mehr, nicht zu früh zur Schere zu greifen. Das können Sie im Frühling tun. Dicke Horste von Reitgras oder Pfeifengras vor dem Rückschnitt zusammenzubinden hilft zu vermeiden, dass einem die Grashalme durch den ganzen Garten fliegen. Eine Nährstoffgabe im Frühling ist auch für Gräser nicht verkehrt, ein organischer Volldünger, wie z.B. Animalin von Oscorna tut gute Dienste. Eine Liste mit schönen Gräsern kann Sie motivieren, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen... . Gräser für sonnige und trockene Standorte ●&amp;nbsp;Zittergras – Briza media: ein kleines Gras mit wunderhübsches herzfömigen Ähren ●&amp;nbsp;Reitgras/ Diamantgras – Calamagrostis, hübsches mittelhohes Gras mit attraktiven Rispenblüten und bogig überhängendem Wuchs ●&amp;nbsp;Blaustrahlhafer – Helictotrichon sempervirens, ein sehr früh attraktives, extrem blaulaubiges Gras mit spannenden Auslesen ●&amp;nbsp;Rutenhirse – Panicum, das sind schöne Gräser, die entweder straff aufrecht oder attraktiv überhängend wachsen, z.T. mit leuchtender Herbstfärbung ( ‘Shenandoah‘ ) oder hübschem blaugrünen Laub ( ‘Heavy Metal‘ ). Rutenhirsen sind sehr wertvoll für viele Vögel, die sich die Samen herauspicken. ●&amp;nbsp; Lampenputzergras - Pennisetum alopecuroides ‘Hameln‘ , ein Klassiker mit walzenförmigen Blütenrispen, die mit Fetthennen und Kissenastern DAS Herbsthighlight im Garten sind! ● &amp;nbsp;Tautropfengras – Sporobolus heterolepis , ein duftendes (!) Gras mit sehr zarten Blütenständen und toller Herbstfärbung. Auf sehr mageren Standorten, wie z.B. einer Dachbegrünung wachsen Schwingel-Arten, wie Festuca cinerea (Blauschwingel), Festuca ovina (Schafschwingel), Perlgras (Melica) oder Schillergras - Koeleria glauca Gräser für normalen Boden und Sonne ●&amp;nbsp;Rasenschmiele – Deschampsia cespitosa ‘Goldschleier‘, zauberhaftes, sehr zartes Gras, bis 100 cm, bildet duftige Blütenwolken. ●&amp;nbsp; Chinaschilf – Miscanthus , ach, es gibt so viele schöne Sorten mit silbrigen oder rosa Blütenwedeln, zwischen 100 und 250 cm Höhe. Eine Lieblingssorte ist ‚Kleine Silberspinne‘, die kompakt und straff wächst und sehr reichblühend ist. ●&amp;nbsp; Pfeifengras – Molinia : da gibt es wunderbare sehr große Sorten mit zartesten Blüten und schönster Herbstfärbung, wie z.B. Molinia arundinacea ‘Transparent‘ und auch kurze, knuffige Sorten von Molinia caerulea, dem Zwergpfeifengras Gräser für halbschattige und schattige Standorte ●&amp;nbsp;Seggen – Carex-Arten, besonders beliebt ist Carex morrowii ‘Variegata‘ , die wintergrüne, fast kugelförmig wachsende Japan-Segge mit grün-weißen Blättern. Viele weitere Seggen sind in Kultur, manche auch für Teichrandbepflanzungen. ●&amp;nbsp; Japanwaldgras – Hakonechloa macra ist ein lockeres, sehr übergeneigtes extrem elegantes Gras mit etwa 40 cm Höhe, es gibt auch gelb-grünlaubige Sorten. ●&amp;nbsp;Marbeln oder Simsen – Luzula, flache Bodendeckergräser mit schöner Flächenwirkung im frischen Boden Riesen – Gräser ●&amp;nbsp;Pfahlrohr – Arundo donax, bis 400 cm hoch werdend, benötigt allerdings in Schleswig-Holstein Winterschutz ●&amp;nbsp;Pampasgras – Cortaderia, bis 200 cm, imposante Puschel, aber nicht zuverlässig winterhart ●&amp;nbsp;Strandhafer – Ammophila arenaria, nach dem immer wieder Kunden fragen, kann ich niemandem empfehlen, der nicht mindestens einen 2 ha großen Garten hat. Der wuchert unglaublich stark, deshalb wird er ja auch zur Befestigung von Dünen verwendet. Gräser-Kombinationen Je nach Standort sind Gräser schön mit kerzenblütigen Stauden zu kombinieren, diese nehmen die Wuchsform der Gräser auf und schaffen Verbindungen zum Staudenbeet. Das können Kerzenknöterich (Bistorta amplexicaule) oder Ehrenpreis-arten (Veronica) sein. Kleine Herbstschönheiten sind gut mit Hohen Fetthennen und Astern kombiniert, hohe Chinaschilfe mit Wasserdost (Eupatorium). Herbstblühende Stauden wie Anemonen, Herbsteisenhut oder Silberkerzen geben gute Begleiter für manches Gras ab, aber auch frühjahrsblühende Zwiebeln, denn die sind dann zur Stelle, wenn das Gras noch unter der Erde schlummert. ]]> </content> <updated>2021-09-07T11:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">10 Tipps zur Pflanzung von Blumenzwiebeln</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/10-tipps-zur-pflanzung-von-blumenzwiebeln</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/10-tipps-zur-pflanzung-von-blumenzwiebeln"/> <summary type="html"> <![CDATA[ 10 schnelle Tipps zur Pflanzung von Blumenzwiebeln. Kurze und schnelle Informationen zur Sortenauswahl, Lagerung von Blumenzwiebeln, Sortenauswahl, Pflanzzeit oder der Pflanztiefe. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ 1. Sortenauswahl Bei der Sortenauswahl darauf achten, frühe, mittelfrühe und späte Sorten zu pflanzen, damit die Blütezeit im Garten möglichst lang ist. 2. Lagerung Zwiebeln bis zur Pflanzung kühl und trocken lagern und die Tüten in denen die Zwiebeln gekauft wurden öffnen. Die meisten Zwiebeln sollten ehr luftig gelagert werden. Manche Zwiebeln dürfen nicht austrocknen, dazu gehören Hundszahnlilien und Kaiserkronen – diese schnell pflanzen 3. Pflanzzeit Pflanzzeiten beachten: Narzissen und Schneeglöckchen so früh wie möglich pflanzen, Tulpen und Zierlauch gerne erst nach den ersten Frösten 4. Pflanztiefe Die Pflanztiefe ist fast immer die doppelte Zwiebeltiefe. Wenn also die Zierlauchzwiebel einen Durchmesser von 6 cm hat, dann sollen 12 cm Erde auf die Zwiebel. Ausnahmen sind im Normalfall gekennzeichnet. 5. Pflanzabstand Der Pflanzabstand hängt von der Blütengröße ab, dabei gilt die Faustregel: Größe der Blüte mal zwei – ist eine Blüte 6 cm groß beträgt der Pflanzabstand 12 cm. So wird sichergestellt, dass die Blütenköpfe nicht an einander stoßen. 6. Pflanzung Manche Knollen sollten vor dem Pflanzen eingeweicht werden, dazu zählen beispielsweise Winterlinge und Anemonen . 7. Standortwahl Standortgerecht pflanzen, das heißt Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Anemonen, Lerchensporn und Winterlinge in den Halbschatten - Tulpen und Zierlauch gerne in die Sonne. Staunasse Standorte sind für die allermeisten Zwiebeln nicht geeignet. Eine Drainage aus Kies oder Blähton kann helfen. 8. Zwiebelschutz Wenn Sie Wühlmäuse haben, dann können Sie die Zwiebeln in Körbe aus Kaninchendraht legen und die Körbe oben schließen. 9. Dünger Bei der Pflanzung gern schon etwas organischen Dünger mit ins Pflanzloch geben. Kompost ist für Blumenzwiebeln auf jeden Fall von Vorteil. 10. Zwiebelqualität Qualitativ hochwertige und große Zwiebeln pflanzen (kleine Zwiebeln machen kleine Blüten, große Zwiebeln machen große Blüten). &amp;nbsp; &amp;nbsp; Tipps fürs Frühjahr Wenn die Zwiebeln gerade 3-4 cm aus der Erde gucken, auf jeden Fall aber vor der Blüte, sollen sie gedüngt werden. Hierfür gut geeignet ist ein nicht zu stickstoffbetonter Volldünger – zum Beispiel Tomatendünger . Nach der Blüte sollten Sie die abgeblühten Blüten ausknipsen, damit die Kraft in die Zwiebel und nicht in die Samenbildung geht Die Blätter der Zwiebeln so lange stehen lassen, bis sie richtig gelb sind (dann geht die Kraft in die Zwiebel und diese kommt im nächsten Jahr besser wieder). Blühfaul gewordene Zwiebeln nach der Blüte aufnehmen und neu (in Kompost) pflanzen, das ist besonders bei Kaiserkronen eine gute Idee. ]]> </content> <updated>2020-09-28T12:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Garten im Herbst</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/der-garten-im-herbst</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/der-garten-im-herbst"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Im Blogbeitrag geht es diesmal um den Herbst als traditionelle Pflanzzeit, über nötige und mögliche Gartenarbeiten, um Farben und das Pläne-Schmieden. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Im Herbst machen die Norddeutschen „den Garten schier“. Alle haben das Gefühl, viel tun zu müssen um den Garten winterfest zu haben und die Saison abzuschließen. Dabei ist doch der Herbst hauptsächlich die Zeit des Genießens, des Erntens und der Farben. Im Blogbeitrag geht es diesmal um den Herbst als traditionelle Pflanzzeit, über nötige und mögliche Gartenarbeiten, um Farben und das Pläne-Schmieden. Pflanzzeit im Herbst Das Pflanzen im Herbst ist ein bisschen aus der Mode gekommen. Es macht vielen Menschen mehr Freude, im Frühling zu pflanzen, wenn alles wachsen will und man sehnsüchtig auf Farbe wartet. Der Vorteil der Herbstpflanzung ist jedoch, dass die Pflanzen besser einwurzeln. Da es im Winter häufiger regnet, gibt es seltener Probleme mit Trockenperioden nach der Pflanzung und der Boden ist noch warm. Wurzelnackte Gehölze, das heißt Sträucher ohne Topfballen (z. B. Hecken) werden optimal ab Mitte Oktober gesetzt und Rosen im November. Auch die meisten Stauden können gut im Herbst gepflanzt werden. Für Insekten und Vögel kann im Herbst eine Wiesenmischung, die Wildvogel-Futterwiese eingesät werden. Diese Mischung enthält Blüten für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Saat für die Piepmätze. Die Aussaatzeit im Herbst ist günstig, weil manche dieser Samen Frost zum Keimen benötigen. Und wer nicht sowieso das ganze Jahr über füttert, wird jetzt seine Vogelfutterhäuser aktivieren und neue besorgen. Dann ist natürlich im Herbst noch die Pflanzzeit für frühjahrsblühende Zwiebelblumen. Schneeglöckchen und Narzissen können ab September in die Erde gesteckt werden, Tulpen und Zierlauch auch gern erst nach den ersten Frösten. Es ist doch jedes Mal wieder ein Zauber, wenn man im Herbst die unscheinbaren Zwiebeln im Garten versenkt und über den Winter fast vergisst und sie dann im Frühling mit ihrer Farbenpracht überraschen. Gerade die ersten Frühlingsblumen machen uns die meiste Freude und für sind für Insekten die Wichtigsten. Herbstarbeiten Stauden, Rosen und holzige Kräuter brauchen nicht im Herbst zurückgeschnitten werden. Es ist schöner für die Pflanzen, wenn Sie sie erst im Frühling geschnitten werden. So kann mit dem Schneiden auf Frostschäden reagiert werden und so bleibt auch vielen Tieren im Winter ein Unterschlupf oder Nahrung erhalten. Nach den ersten Frösten können Sie die Dahlien oder auch Kübelpflanzen wie Rosmarin, Lorbeer und Oleander zum Überwintern ins Haus oder an einen geschützten Ort räumen. Empfindlichere Kübelpflanzen sollten schon vor dem ersten Frost ins Haus. Bereiten Sie Schilfmatten oder Vlies für den Winterschutz von immergrünen Gehölzen im Kübel, Stammrosen und empfindlichen Stauden im Topf vor. Abgedeckt werden sollte aber erst, wenn es draußen richtig kalt wird. Harken Sie die gefallenen Blätter vom Rasen, denn sonst würden die Grashalme darunter faulen. Alternativ können Sie die Blätter auch mit dem letzten Rasenschnitt aufangen, der 6 cm nicht unterschreiten sollte, um dann alles zu kompostieren. Überwintern Sie Seerosen, die nicht frostfest sind und Seerosen aus Kübeln in Wassereimern in der Garage. Um die Tiere in Ihrem Teich ein wenig zu unterstützen, können Sie Bündel aus senkrecht gestellten Schilfhalmen in den Teich stellen, so friert er nicht so schnell zu. Säubern Sie Ihre Gartengeräte und pflegen Sie sie. Die Stahlteile können mit Leinöl eingerieben und so vor Rost geschützt werden. Pumpen und Wasserleitungen sollten vor Frost geschützt werden. Schaffen Sie Schlafplätze für Tiere im Winter: Das können Reisig-Laub-Haufen für Igel sein, und Holz- und Steinhaufen für Kröten, Eidechsen und Insekten. Wie entstehen die Färbungen des Herbstes? Im Herbst wird in den Pflanzen der grüne Blattfarbstoff (Chlorophyll) abgebaut. Dadurch können die im Sommer überdeckten Farbstoffe wie Carotinoide, die für gelb, orange und rot sorgen und Xanthophylle (gelb) sichtbar werden. Außerdem bilden sich in den absterbenden Blättern verstärkt Anthocyane, die den Zellsaft sogar rot, violett und blau färben können. Sicher haben Sie schon beobachtet, dass in manchen Jahren die Herbstfärbung besonders intensiv ist – das hat dann mit dem Wetter zu tun: Warme Sommer fördern eine starke und langanhaltende Laubfärbung. Das konnte man im Sommer 2018 gut beobachten. Wenn es schon zeitig im Jahr Nachtfröste gibt und der Unterschied zwischen den Tag- und Nachttemperaturen groß ist, dann sind die Farben besonders intensiv. Außerdem färben sich die Blätter besonders schön, wenn die Pflanzen nicht zu spät gedüngt werden. Nimmt man die letzte Düngung Anfang August vor, kommen die Pflanzen besser über den Winter. Gartengestaltung für den Herbst Eine durchdachte Gartengestaltung mit der richtigen Pflanzenauswahl macht auch im eigenen Garten einen „Indian Summer“ möglich. Kombinieren Sie herbstfärbende Pflanzen mit spät blühenden Stauden wie Astern, Herbstzeitlosen oder Schlangenkopf. Gegenseitig unterstreichen die ihre Schönheit und bringen gemeinsam die Herbstlandschaft zum Leuchten. Stauden mit Herbstfärbung Im Bereich der Stauden finden sich viele interessante Herbstfärber: Storchschnäbel, Fetthennen und viele Gräser kommen im Herbst groß raus. Die Wolfsmilch Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea‘ , eine Sorte mit im Sommer dunkelroten Blättern wird zum Herbst leuchtend orange, sehr schön. Bergenien, die unverwüstlichen Blattschmuckstauden mit ihren meist rosa Blüten im Frühjahr sind ja eigentlich wintergrün. Einige Sorten jedoch verfärben das Laub zum Herbst leuchtend rot und bleiben so für eine sehr lange Zeit fröhliche Farbkleckse in der sonst recht farblosen Jahreshälfte. Die Sorte ‘Eroica‘ ist eine unserer liebsten Herbst-Bergenien. Höher hinaus ragen Schneefelberich mit weißen Blüten im Sommer und leuchtend roten Blättern im Herbst und ein ganz besonderes Schätzchen: Die Dreiblattspiere, Gillenia trifoliata . Diese zarte Staude mit ihren sternförmigen weißen Blüten im Sommer bekommt eine zauberhaft leuchtende orange-gelbe Herbstfarbe. Das Gartenbuch&amp;nbsp; Der Herbst ist die Zeit, in dem Gartenbegeisterte feststellen, wie lohnenswert das Führen eines “Gartenbuches” ist. So ein Büchlein, gern in hübschem Umschlag ist ein guter Begleiter durch das ganze Gartenjahr. Im Winter ist dort Platz für Gartenträumereien, Wünsche, Ideen und kleine Skizzen. Im Frühling sollte man sich notieren welche Blumenzwiebeln einem besonders gut gefallen haben, um im Herbst die passenden Sorten zu pflanzen. Im Sommer kann man auf der Terrasse sitzend planen, was z. B. an weiteren Baumaßnahmen passieren soll. Denn erst, wenn man in Ruhe mal in seinem Garten sitzt, sieht man, wo vielleicht noch etwas fehlt oder umzupflanzen ist. Und im Herbst wird natürlich hauptsächlich zurückgeblättert: Welche Blumenzwiebeln waren besonders schön? Welche neuen Sorten sollen getestet werden? Denn jetzt beginnt die Zeit, Frühlings-Blumenträume zu pflanzen. ]]> </content> <updated>2019-09-16T12:30:00+02:00</updated> </entry> </feed> 