<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>Shop Staudengärten Bornhöved</name> </author> <title>Blog / Atom Feed</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/?sRss=1</id> <updated>2026-04-29T20:59:41+02:00</updated> <entry> <title type="text">Stinsenpflanzen in Schleswig-Holstein – Frühblüher mit Geschichte</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/blog/detail/sCategory/60/blogArticle/110</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/blog/detail/sCategory/60/blogArticle/110"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. Im eigenen Garten wachsen diese Zwiebelblüher willig. Was sind Stinsenpflanzen und wie pflegt man sie? ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten zarten Blüten durch das Laub des Vorjahres dringen, beginnt die Zeit der Stinsenpflanzen. Diese farbenfrohen Frühblüher sind nicht nur ein optischer Genuss nach einem langen Winter – sie erzählen auch von der kulturellen Landschaft Europas, insbesondere im norddeutschen Raum. Schleswig-Holstein mit seinen alten Gutshöfen, Herrenhäusern und historischen Parkanlagen bietet eine ganz besondere Bühne für diese botanischen Kostbarkeiten. Was sind Stinsenpflanzen? Der Begriff „Stinsenpflanzen“ (auch „Stinzenpflanzen“ genannt) stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort bezieht er sich auf „Stinzen “ , also steinerne Häuser oder befestigte Herrensitze aus dem Mittelalter. Um diese Anwesen herum wurden Zier- und Nutzgärten angelegt, in denen man exotische oder ungewöhnliche Pflanzen kultivierte. Viele dieser Pflanzen waren Frühblüher, die sich mit der Zeit verselbständigten und in der Umgebung verwilderten, ohne jedoch wirklich wild zu sein. Man spricht daher auch von „verwilderten Gartenpflanzen “ . Stinsenpflanzen sind meist mehrjährige Zwiebel- oder Knollengewächse, die sich über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte an ihren Standorten halten. Sie brauchen offene, oft nährstoffreiche Standorte, wie sie in Parks, auf Wiesen oder an Waldrändern zu finden sind. Ihre Blütezeit beginnt oft schon im Februar und dauert bis in den Mai.&amp;nbsp; Historischer Hintergrund Ab dem 16. Jahrhundert kamen Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Blumenzwiebeln in die Gärten, sie wurden gezielt importiert, vor allem aus den Niederlanden und Frankreich. Der florale Reichtum galt für den Adel und wohlhabende Bürger in der frühen Neuzeit als Zeichen von Wohlstand und Weltläufigkeit. In den barocken und später romantischen Landschaftsgärten Schleswig-Holsteins fanden die Zwiebelblüher ideale Bedingungen: halboffene Wiesenflächen, lichte Gehölze und wenig gestörte Böden. Werden sie sich selbst überlassen, können sie sich gut vermehren, ganze Flächen besiedeln und sich überraschend langlebig behaupten. Heute sind Stinsenpflanzen ein botanisches Kulturgut, das sowohl Gartenfreunde als auch Naturschützer begeistert. Im eigenen Garten verwildern die Arten natürlich ebenfalls, wer Platz und ein bisschen Geduld hat, kann sich einen Blausternchen-Teppich oder eine gelbe Narzissenwiese pflanzen. Die Zwiebeln werden im Herbst gesetzt, sie sind anspruchlos, freuen sich jedoch im Frühling durchaus über eine Nährstoffgabe. Wo man Stinzenpflanzen in Schleswig-Holstein erleben kann Stinsenpflanzen sind auf alten Parkanlagen, Friedhöfen, Gutswiesen oder in historischen Dorfkernen zu finden – oft an Orten, die über Jahrhunderte kaum umgestaltet wurden. Einige besonders lohnenswerte Plätze in Schleswig-Holstein sind: Schloss Gottorf (Schleswig) Im Schlosspark (Neuwerk) blühen im Frühling große Bestände von Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen.&amp;nbsp; Alter Botanischer Garten Kiel Zwar kein sehr historischer Standort, aber eine schöne Sammlung vieler Stinsenarten - besonders schön ist die Blüte der Blausternchen, Märzbecher und Lerchensporne dort. Aber auch Gut Pronstorf (Kreis Segeberg) und das Kloster Preetz (Kreis Plön), der Fürstengarten Lauenburg , Gut Kamp (Kreis Segeberg) und Hochdorf (Dithmarschen) sowie der Husumer Schloßpark lohnen den Besuch im Frühjahr! &amp;nbsp; Typische Gattungen Die Vielfalt der Stinsenpflanzen ist beeindruckend, hier ein Überblick über die wichtigsten Gattungen und ihre Ansprüche im (eigenen) Garten: Galanthus (Schneeglöckchen) Galanthus nivalis, aber auch die gefüllte Form ist häufig verwildert anzutreffen. Standort: sonnig bis halbschattig Besonderheiten: die Zwiebeln dürfen nicht austrocknen Es ist möglich, den eigenen Traum vom Schneeglöckchen-Blütenmeer zu forcieren, in dem man die Horste nach der Blüte immer wieder teilt und sie verpflanzt. So wird relativ schnell ein guter Bestand aufgebaut. Eranthis (Winterlinge) Leuchtend gelb mit typischem Kragen aus grünen Hüllblättern – sie erscheinen fast gleichzeitig mit den Schneeglöckchen. Standort: sonnig bis halbschattig Tipp: Die Knollen der Winterlinge sollten eingeweicht werden, bevor sie gepflanzt werden. Crocus (Krokusse) Sowohl Wildarten als auch Zuchtformen sind verbreitet. Violette, weiße oder gelbe Blüten. Es gibt sehr frühe und spätere Krokusse, wie all diese Frühblüher sind auch sie wichtig für Insekten als frühe Nahrungsquellen. Schön ist der lila Crocus neapolitanus im Husumer Schloßpark Narcissus (Narzissen, Osterglocken) Von der klassischen Gelben Narzisse ( Narcissus pseudonarcissus ) bis hin zu historischen Sorten und Dichternarzissen. Scilla (Blaustern) Himmelsblauer Frühlingsbote, oft flächig wachsend, besonders unter lichten Laubbäumen. Corydalis (Lerchensporn) Zart wirkend, aber durchsetzungsfähig. Rosa, violette oder weiße Blüten, meist auf feuchten, humosen Böden. Standort: gerne halbschattig Leucojum vernum (Märzenbecher) Große weiße Glockenblüten Standort: halbschattig, frische bis feuchte Böden Märzbecher sind schwer aus im Herbst gepflanzten Knollen zu ziehen, die Knollen dürfen nicht austrocknen. Lieber, wie bei den Schneeglöckchen beschrieben im Frühling teilen und verpflanzen Hyacinthoides/Scilla non-scripta&amp;nbsp; Waldhyazinthen Auch die englischen Blue Bells sind in einigen Parks zu finden. Sie bilden dichte blaue Teppiche Standort: halbschattig Colchicum (Herbstzeitlose) Sie sehen aus wie große Krokusse, blühen im September-Oktober und bekommen ihre Blätter im Frühjahr. Sie verwildern in halbschattigen und sonnigen, nicht zu trockenen Lagen. Ornithogalum nutans (Milchstern) kommt häufig verwildert vor, dabei ist wichtig, dass die Wiesen, in denen er steht, nicht zu früh gemäht werden. Zu den Stinsenpflanzen werden auch einige Arten gezählt, die nicht in der Gruppe der Zwiebelblüher gehören, das sind z.B. Duftveilchen, Kleines Immergrün, Lungenkraut und Schlüsselblumen. Zur Pflege: Zwiebelblüher möchten nach der Blüte in Ruhe einziehen, das heißt, dass die Blätter gelb und braun werden. So lange sollte auf jeden Fall mit dem Mähen oder Entfernen der Blätter gewartet werden. Nur so können die Zwiebeln genug Kraft für die Blüte im Folgejahr sammeln. Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. Im eigenen Garten wachsen diese Zwiebelblüher willig, viele Leserinnen und Leser haben bestimmt auch große Bestände. Das freut die Insekten im Frühling und das menschliche Herz doch auch, oder?! ]]> </content> <updated>2025-10-30T18:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Stinsenpflanzen in Schleswig-Holstein – Frühblüher mit Geschichte</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/stinsenpflanzen-in-schleswig-holstein-fruehblueher-mit-geschichte</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/stinsenpflanzen-in-schleswig-holstein-fruehblueher-mit-geschichte"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten zarten Blüten durch das Laub des Vorjahres dringen, beginnt die Zeit der Stinsenpflanzen. Diese farbenfrohen Frühblüher sind nicht nur ein optischer Genuss nach einem langen Winter – sie erzählen auch von der kulturellen Landschaft Europas, insbesondere im norddeutschen Raum. Schleswig-Holstein mit seinen alten Gutshöfen, Herrenhäusern und historischen Parkanlagen bietet eine ganz besondere Bühne für diese botanischen Kostbarkeiten.&amp;nbsp; Was sind Stinsenpflanzen? Der Begriff „Stinsenpflanzen“ (auch „Stinzenpflanzen“ genannt) stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort bezieht er sich auf „Stinzen “ , also steinerne Häuser oder befestigte Herrensitze aus dem Mittelalter. Um diese Anwesen herum wurden Zier- und Nutzgärten angelegt, in denen man exotische oder ungewöhnliche Pflanzen kultivierte. Viele dieser Pflanzen waren Frühblüher, die sich mit der Zeit verselbständigten und in der Umgebung verwilderten, ohne jedoch wirklich wild zu sein. Man spricht daher auch von „verwilderten Gartenpflanzen “ . Stinsenpflanzen sind meist mehrjährige Zwiebel- oder Knollengewächse, die sich über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte an ihren Standorten halten. Sie brauchen offene, oft nährstoffreiche Standorte, wie sie in Parks, auf Wiesen oder an Waldrändern zu finden sind. Ihre Blütezeit beginnt oft schon im Februar und dauert bis in den Mai.&amp;nbsp; Historischer Hintergrund Ab dem 16. Jahrhundert kamen Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Blumenzwiebeln in die Gärten, sie wurden gezielt importiert, vor allem aus den Niederlanden und Frankreich. Der florale Reichtum galt für den Adel und wohlhabende Bürger in der frühen Neuzeit als Zeichen von Wohlstand und Weltläufigkeit. In den barocken und später romantischen Landschaftsgärten Schleswig-Holsteins fanden die Zwiebelblüher ideale Bedingungen: halboffene Wiesenflächen, lichte Gehölze und wenig gestörte Böden. Werden sie sich selbst überlassen, können sie sich gut vermehren, ganze Flächen besiedeln und sich überraschend langlebig behaupten. Heute sind Stinsenpflanzen ein botanisches Kulturgut, das sowohl Gartenfreunde als auch Naturschützer begeistert. Im eigenen Garten verwildern die Arten natürlich ebenfalls, wer Platz und ein bisschen Geduld hat, kann sich einen Blausternchen-Teppich oder eine gelbe Narzissenwiese pflanzen. Die Zwiebeln werden im Herbst gesetzt, sie sind anspruchlos, freuen sich jedoch im Frühling durchaus über eine Nährstoffgabe. Wo man Stinzenpflanzen in Schleswig-Holstein erleben kann Stinsenpflanzen sind auf alten Parkanlagen, Friedhöfen, Gutswiesen oder in historischen Dorfkernen zu finden – oft an Orten, die über Jahrhunderte kaum umgestaltet wurden. Einige besonders lohnenswerte Plätze in Schleswig-Holstein sind: Schloss Gottorf (Schleswig) Im Schlosspark (Neuwerk) blühen im Frühling große Bestände von Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen.&amp;nbsp; Alter Botanischer Garten Kiel Zwar kein sehr historischer Standort, aber eine schöne Sammlung vieler Stinsenarten - besonders schön ist die Blüte der Blausternchen, Märzbecher und Lerchensporne dort. Aber auch Gut Pronstorf (Kreis Segeberg) und das Kloster Preetz (Kreis Plön), der Fürstengarten Lauenburg , Gut Kamp (Kreis Segeberg) und Hochdorf (Dithmarschen)&amp;nbsp; sowie der Husumer Schloßpark lohnen den Besuch im Frühjahr! &amp;nbsp; Typische Stinsengattungen Die Vielfalt der Stinsenpflanzen ist beeindruckend, hier ein Überblick über die wichtigsten Gattungen und ihre Ansprüche im (eigenen) Garten: Galanthus (Schneeglöckchen) Galanthus nivalis, aber auch die gefüllte Form ist häufig verwildert anzutreffen. Standort: sonnig bis halbschattig Besonderheiten: die Zwiebeln dürfen nicht austrocknen Es ist möglich, den eigenen Traum vom Schneeglöckchen-Blütenmeer zu forcieren, in dem man die Horste nach der Blüte immer wieder teilt und sie verpflanzt. So wird relativ schnell ein guter Bestand aufgebaut. Eranthis (Winterlinge) Leuchtend gelb mit typischem Kragen aus grünen Hüllblättern – sie erscheinen fast gleichzeitig mit den Schneeglöckchen. Standort: sonnig bis halbschattig Tipp: Die Knollen der Winterlinge sollten eingeweicht werden, bevor sie gepflanzt werden. Crocus (Krokusse) Sowohl Wildarten als auch Zuchtformen sind verbreitet. Violette, weiße oder gelbe Blüten. Es gibt sehr frühe und spätere Krokusse, wie all diese Frühblüher sind auch sie wichtig für Insekten als frühe Nahrungsquellen. Schön ist der lila Crocus neapolitanus im Husumer Schloßpark Narcissus (Narzissen, Osterglocken) Von der klassischen Gelben Narzisse ( Narcissus pseudonarcissus ) bis hin zu historischen Sorten und Dichternarzissen. Scilla (Blaustern) Himmelsblauer Frühlingsbote, oft flächig wachsend, besonders unter lichten Laubbäumen. Corydalis (Lerchensporn) Zart wirkend, aber durchsetzungsfähig. Rosa, violette oder weiße Blüten, meist auf feuchten, humosen Böden. Standort: gerne halbschattig Leucojum vernum (Märzenbecher) Große weiße Glockenblüten Standort: halbschattig, frische bis feuchte Böden Märzbecher sind schwer aus im Herbst gepflanzten Knollen zu ziehen, die Knollen dürfen nicht austrocknen. Lieber, wie bei den Schneeglöckchen beschrieben im Frühling teilen und verpflanzen Hyacinthoides/Scilla non-scripta&amp;nbsp; Waldhyazinthen Auch die englischen Blue Bells sind in einigen Parks zu finden. Sie bilden dichte blaue Teppiche Standort: halbschattig Colchicum (Herbstzeitlose) Sie sehen aus wie große Krokusse, blühen im September-Oktober und bekommen ihre Blätter im Frühjahr. Sie verwildern in halbschattigen und sonnigen, nicht zu trockenen Lagen. Ornithogalum nutans (Milchstern) kommt häufig verwildert vor, dabei ist wichtig, dass die Wiesen, in denen er steht, nicht zu früh gemäht werden. Zu den Stinsenpflanzen werden auch einige Arten gezählt, die nicht in der Gruppe der Zwiebelblüher gehören, das sind z.B. Duftveilchen, Kleines Immergrün, Lungenkraut und Schlüsselblumen. Zur Pflege: Zwiebelblüher möchten nach der Blüte in Ruhe einziehen, das heißt, dass die Blätter gelb und braun werden. So lange sollte auf jeden Fall mit dem Mähen oder Entfernen der Blätter gewartet werden. Nur so können die Zwiebeln genug Kraft für die Blüte im Folgejahr sammeln. Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. Im eigenen Garten wachsen diese Zwiebelblüher willig, viele Leserinnen und Leser haben bestimmt auch große Bestände. Das freut die Insekten im Frühling und das menschliche Herz doch auch, oder?! ]]> </content> <updated>2025-08-05T16:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gartenwerkzeuge für den Frühling fit machen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/gartenwerkzeuge-fuer-den-fruehling-fit-machen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/gartenwerkzeuge-fuer-den-fruehling-fit-machen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Das Frühjahr steht vor der Tür und mit ihm die neue Gartensaison. Damit die Arbeit im Garten leichter von der Hand geht und die Werkzeuge eine lange Lebensdauer behalten, ist es wichtig, diese vor dem Einsatz gründlich zu warten. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Lieblingsgeräte op... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Sicher haben Sie schon im Herbst alle Gartengeräte gereinigt und gut eingewintert, oder? Falls nicht, steht hier, was im ausgehenden Winter zu tun ist: Gartenscheren Gartenscheren sind unverzichtbare Helfer im Garten, jede Gärtnerin hat eine Lieblingsschere und meist gibt es nicht nur eine Rosenschere, sondern auch noch Astscheren in verschiedenen Größen. Durch den Kontakt mit Pflanzensaft und Erde sammeln sich Ablagerungen an den Schneiden, die die Funktion beeinträchtigen können. Reinigen : Entfernen Sie groben Schmutz und Pflanzensäfte mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch. Hartnäckige Verkrustungen lassen sich mit warmem Seifenwasser, Glasreiniger und einem Schwamm beseitigen. Ein Tropfen Spiritus hilft gegen klebrige Harzreste. Schärfen : Gute Profischeren lassen sich auseinander bauen, dann sind Reinigung und Schärfen leicht zu erledigen. Nutzen Sie einen Wasser-Schleifstein, den Sie einweichen, dann die Scherenklinge mit der angeschliffenen Seite leicht schräg über den Stein ziehen. Gut sind Schleifsteine mit einer fein- und einer grobkörnigen Seite, beginnen Sie mit der groben Seite. Billige Scheren lassen sich leider oft schlecht selber schärfen.&amp;nbsp; Pflegen : Abschließend sollten Sie die Scheren mit einem Tropfen Maschinenöl einfetten, damit sie leichtgängig bleiben. Das Öl zwischen den beiden Klingen auftragen und die Schere einige Male öffnen und schließen. Handwerkzeuge&amp;nbsp; Auch Handwerkzeuge wie Spaten, Harken, Grubber und Hacken halten mit der richtigen Pflege länger: Reinigen : Entfernen Sie anhaftenden Schmutz mit einer Drahtbürste oder einem Schaber. Bei Bedarf können Sie die Werkzeuge mit Wasser abwaschen und gründlich abtrocknen, um Rostbildung zu vermeiden. (Allerdings ist es schlau, sich anzugewöhnen, das schon im Herbst, bevor die Werkzeuge eingewintert werden, zu tun....) Schärfen : Gerade bei Spaten und Hacken lohnt es sich, die Schneidkanten mit einer Feile zu bearbeiten. Dadurch wird das Eindringen in harte Böden erleichtert. Pflegen : Holzteile wie Griffe sollten kontrolliert und nötigenfalls ersetzt werden. Sie können mit Leinöl behandelt werden, um Risse zu vermeiden. Metallteile sollten ebenfalls leicht eingeölt werden, um Korrosion vorzubeugen. Elektrische Gartengeräte Elektrische Gartengeräte wie Heckenscheren und Grasschneider benötigen besondere Aufmerksamkeit, da sie empfindlicher sind als Handwerkzeuge. Reinigen : Trennen Sie das Gerät immer vom Stromnetz, bevor Sie mit der Reinigung beginnen. Entfernen Sie Schmutz und Pflanzenreste mit einem weichen Pinsel. Achten Sie darauf, die empfindlichen Bauteile nicht zu beschädigen. Schärfen : Klingen von Heckenscheren können Sie, wenn Sie Erfahrung damit haben, mit einem Schleifstein oder einer Feile bearbeiten. Manche Modelle erfordern professionelle Schärfung – hier lohnt sich der Gang in eine Fachwerkstatt. Pflegen : Prüfen Sie die Kabel auf Beschädigungen und tauschen Sie defekte Kabel sofort aus. Ein Tropfen Schmiermittel an den beweglichen Teilen erhöht die Lebensdauer des Geräts. Dabei immer die Anleitungen beachten, dort steht, was Sie selber erledigen können und wovon der Laie besser die Finger lässt. Motorbetriebene Gartengeräte Motorisierte Werkzeuge wie Rasenmäher, Motorsägen und Vertikutierer benötigen eine gründliche Inspektion vor der Gartensaison. Reinigen : Entfernen Sie Grasreste und Erde von den Gehäusen und Messern. Verwenden Sie dafür eine Bürste und ein feuchtes Tuch. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in den Motorbereich gelangt. Schärfen : Mäh- oder Sägemesser sollten regelmäßig geschärft werden. Das übernimmt sicher auch gern die Werkstatt des Vertrauens, wenn man selber sich nicht traut. Pflegen : Wechseln Sie das Motoröl und prüfen Sie die Zündkerzen sowie die Luftfilter. Tanken Sie frischen Treibstoff. Kontrollieren Sie zudem alle Schraubverbindungen und ziehen Sie lockere Schrauben nach. Viele Firmen bieten auch an, z.B. Rasentraktoren über Winter abzuholen, zu warten und bis zum Frühling einzulagern. Das ist vielleicht für den nächsten Winter auch eine Möglichkeit, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte. Fazit Gutes Werkzeug hat es verdient, gut gepflegt zu werden! Das verlängert nicht nur die Lebensdauer der Werkzeuge, sondern hilft auch bei der Gartenarbeit. So sparen Sie Zeit, Kraft und Geld – denn das Gärtnern mit gut gepflegten Geräten und scharfen Scheren macht einfach mehr Spaß! ]]> </content> <updated>2025-02-10T17:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Lungenkraut</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/lungenkraut</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/lungenkraut"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Lungenkraut ist ein völlig unterschätzter heimischer Frühblüher, der während der ganzen Gartensaison toll aussieht. Ein Plädoyer für das Lungenkraut finden Sie hier: ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Haben Sie Lungenkraut im Garten? Dieser heimische Frühlingsblüher gehört zu den Stauden, die wirklich lange attraktiv aussehen, dennoch sind Lungenkrautpflanzen relativ selten in unseren Gärten zu finden. Dabei ist diese flache Staude, die schon in alten Zeiten als Heilpflanze genutzt wurde, extrem wichtig für sehr frühe Insekten. Nach dem Winter sind die frischen Blätter und ersten Blüten des Lungenkrautes eine willkommene Ergänzung für den ersten Salat. Diese Pflanze wächst im Halbschatten und blüht je nach Art schon ab März, spätestens im April.&amp;nbsp; Der botanische Gattungsname für das Lungenkraut lautet Pulmonaria. Es gibt in den Wäldern und Gebirgen Europas und Westasiens etwa zwanzig Wildarten. Einige davon sind im Handel erhältlich und viele Auslesen und Kreuzungen der Wildformen. Aussehen und Wuchs Lungenkräuter sind horstig wachsende Stauden, meist werden sie 20-30 cm hoch. Ihre behaarten Blätter und Stängel erklären die Familienzugehörigkeit zu den Boraginaceae, den Raublattgewächsen, zu denen auch Beinwell oder Vergissmeinnicht zählen. Die Blätter sind lanzettlich bis oval, in ihrer Form ähneln sie entfernt den Lungenflügeln. Das und ihre Heilwirkung mag Ursprung für den Gattungsnamen der Pflanze sein. Einige Sorten haben gefleckte Blätter, manches Laub ist silbergrau, die Lungenkräuter darf man durchaus zu den Blattschmuckstauden zählen. Von März bis Mai tragen die flachen Pflanzen rote, blaue, violette oder weiße Blüten, die in endständigen Trauben stehen. Spannenderweise wechseln manche Arten die Blütenfarbe während der Blütezeit, so dass aus rot auch mal blau wird. Im Volksmund nennt man das Lungenkraut auch Blaue Schlüsselblume, eine entfernte Ähnlichkeit ist durchaus zu erkennen. Das Lungenkraut vermehrt sich langsam, es wächst flächig ohne lästig zu werden. Es bedeckt den Boden, jedoch nicht so schnell wie manch anderer Bodendecker.&amp;nbsp; Standort und Boden Pflanzt man das Lungenkraut unter laubabwerfende Gehölze, wo es im Frühjahr noch hell, später aber halbschattig ist, wird es sich wohlfühlen. Es ist genügsam: es mag lehmige, humose, nährstoffreiche, sommerwarme Böden. Staunässe oder extreme Trockenheit mag es nicht. Lungenkraut ist ausgesprochen winterhart.&amp;nbsp; Pflanzen Sie es in Gruppen, etwa sechs bis acht Pflanzen pro Quadratmeter, dann schließt es die Fläche. Schöne Nachbarn sind Stauden mit ähnlichen Ansprüchen wie Elfenblumen, Lenzrosen, Farne, Funkien oder Bergenien. Lungenkraut passt in den klassischen Ziergarten ebenso wie in den Naturgarten. Es ist vielseitig und unkompliziert. Mit Lungenkräutern und kleinen Blumenzwiebeln, z.B. Blausternchen, Hasenglöckchen oder Märzbechern und wilden Narzissen kann man herrliche wildhafte Halbschattenflächen gestalten. Auch auf Baumscheiben macht es sich schön. Sehr attraktiv in solchen Frühjahrspflanzungen finde ich z.B. Taglilien, die treiben ja sehr früh und sehr hellgrün aus und dienen mit ihren langen schmalen Blättern den flachen Lungenkräutern als charmante Begleitung. Leicht ereilt einen bei Lungenkraut die Sammelleidenschaft, wenn man sich erstmal mit der Gattung beschäftigt hat: Die Blautöne der dacica-Sorten sind so leuchtend, danach wird man süchtig und das gefleckte Blatt der saccharata-Sorten ist ganz wunderbar. Pflege Ein optimaler Standort beugt Krankheiten wie Mehltau vor. Anfällig für die Pilzerkrankung werden die Lungenkräuter, wenn sie zu trocken stehen. Der Boden kann durch Laubhumus oder Rindenkompost verbessert werden, auf Schnecken sollte man immer aufpassen. Wenn nach der Blüte die Blätter abgeschnitten werden, führt das zu neuem schönem Blattaustrieb. Und die Blätter sind es, die diese Pflanze so unglaublich wertvoll machen: Sie sind ganz lange unglaublich attraktiv, vermögen dem Schattenbeet Farbe zu geben, decken den Boden zu und machen die Stauden zu echten Hinguckern. Vermehren lässt sich Lungenkraut durch Teilung nach der Blütezeit im Frühsommer. Verwendung Hildegard von Bingen hat Lungenkraut bei Atemwegserkrankungen empfohlen. Ebenso bei Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes, bei kleinen Wunden. Es wurde und wird als Tee verwendet und in der Homöopathie. Lungenkraut ist ungiftig. Durch die frühe Blüte ist es sehr wertvoll für nektarsuchende Insekten, die zeitig im Jahr unterwegs sind.&amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2024-03-06T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Buschwindröschen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/buschwindroeschen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/buschwindroeschen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Buschwindröschen sind die bezaubernden Frühlingsblüher in unseren Wäldern. Im April bilden sie weiße Teppiche. Wie man sie im eigenen Garten ansiedelt und pflegt, steht hier geschrieben. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Eines der schönsten Frühlingsbilder malt für mich ein Buchenwald in der Nähe von Neumünster. Die Eider fließt hindurch, es gibt dort Teiche, hügeliges Gelände, Baumstubben und Steinhaufen und riesige Teppiche voller Buschwindröschen. Im April ist der ganze Waldboden weiß - ein zauberhafter Anblick. Wie geht es nun mit Buschwindröschen im eigenen Garten? Vorkommen und Botanik Buschwindröschen werden botanisch Anemone nemorosa genannt, sie gehören in die Familie der Hahnenfußgewächse. Die entzückende Frühlingsboten wachsen in krautreichen Laub- und Nadelwäldern und in Gebüschen. Heimisch sind sie in ganz Europa bis Nordwestasien. Buschwindröschen gehören zu den Frühlingsgeophyten, das sind Pflanzen, die früh im Jahr austreiben und wachsen und blühen, bevor die Gehölze, mit denen zusammen sie stehen, Blätter bekommen. So nutzen sie das Licht, dass die noch laublosen Bäume hindurchlassen für ihre Vegetationszeit. Nach der Blüte ziehen sie ein, werden gelb, wenn die Gehölze austreiben. Im folgenden Jahr kommen sie wieder. Große ökologische Bedeutung haben die hinreißenden Frühblüher, weil sie mit ihrer zeitigen Blüte früh im Jahr Nahrung für Bienen und andere Insekten liefern. Wuchs Buschwindröschen wachsen aus waagerecht im Boden kriechenden Wurzelstöcken. Sie bilden schnell dichte Bestände. Die Pflanzen werden bis 20 cm hoch. Fünfteilige Laubblätter und weiße, manchmal außen rosafarbene Blüten erscheinen im April und Mai. In Schleswig-Holstein ebenfalls heimisch ist das Gelbe Buschwindröschen, Anemone ranunculoides. Diese Schönheit ist allerdings viel seltener in der Natur anzutreffen. Man kann jedoch beide gut im eigenen Garten ansiedeln: Verwendung im Garten Gepflanzt werden Buschwindröschen im Herbst als Rhizomstücke. Das sind getrocknete Wurzelteile, die aussehen wie trockene kleine Zweige. Sie sollten eine Nacht in Wasser quellen dürfen und dann 3-5 cm tief gepflanzt werden. Der Standort kann zur Zeit der Blüte sonnig, später halbschattig sein. Buschwindröschen mögen mäßig frischen, nährstoffreichen, humosen, lockeren, sandig bis lehmigen Boden, der auch gern etwas kalkhaltig sein darf. Unter spät austreibenden Gehölzen stehen sie gut. Lassen Sie das Falllaub im Herbst dort gerne liegen. Der sich bildende Laubkompost gefällt Buschwindröschen und vielen anderen Pflanzen und die zarten Anemonen kommen ohne Schwierigkeiten hindurch. Stimmig verwendet sind die zarten Frühjahrsblüher auch in Baumscheiben und vor Hecken. Kombinieren Sie sie mit Lungenkraut und Elfenblumen oder auch später blühenden Schattenstauden. Zauberhaft sind Buschwindröschen auch mit weiteren Zwiebelblühern wie Blausternchen, Traubenhyazinthen und kleinen Narzissen in bunten Frühlingsteppichen. Sie bringen Licht in eher dunkle Gartenecken, dort kann man besonders im Frühling so richtig aus dem Vollen schöpfen. Interessante Sorten für den Garten: Anemone nemorosa ‘Alba-Plena‘ oder &#039;Vestal&#039; blüht weiß gefüllt im April. Anemone nemorosa ‘Robinsoniana‘ hat blaue Blüten, edel und besonders. &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2023-04-12T11:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gartenmonat April – was Sie jetzt im Garten tun sollten, damit Sie den Sommer...</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/gartenmonat-april-was-sie-jetzt-im-garten-tun-sollten-damit-sie-den-sommer-geniessen-koennen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/gartenmonat-april-was-sie-jetzt-im-garten-tun-sollten-damit-sie-den-sommer-geniessen-koennen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Wenn die Tage länger werden und die Sonne wieder wärmt, dann zieht es Gartenvergnügte hinaus. Endlich wieder in der Erde wühlen und den Pflanzen beim Wachsen zusehen! Jetzt ist die Zeit, den Gartensommer vorzubereiten. Aber was kann jetzt gemacht werden, was sollte man nicht v... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Der April ist der Monat der kribbelnden Finger - endlich geht es draußen wieder richtig los. Doch was ist zu tun, was macht jetzt Spaß und was sollte nicht vergessen werden? Wir sprechen aus langjähriger Gärtner-Erfahrung. Pflegemaßnahmen Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt die Stauden und Gräser zurückschneiden. Rosen schneiden, wenn die Forsythien blühen. Das gilt auch für Schmetterlingsflieder: im Frühjahr auf Kniehöhe zurückschneiden. Jetzt ist höchste Zeit, die Blumenzwiebeln zu düngen. Für Tulpen, Zierlauch und Co. empfehlen wir Tomatendünger. Auch Stauden und Gehölze freuen sich im Frühjahr über eine Düngergabe und Kompost kann zusätzlich zur Nährstoffversorgung auf den Beeten verteilt werden. Wenn man erkennt, was aus der Erde kommt, kann auch gern schon das erste Beikraut entfernt werden. Bei Temperaturen über 15 Grad kann der Rasen vertikutiert und vom Moos befreit und dann gedüngt werden. Jetzt ist auch Zeit, die Gartengeräte startklar zu machen. Ein Ölwechsel tut dem Rasenmäher gut. Sitzecken herrichten und Gartenmöbel bereitstellen. Vorbereiten Jetzt lohnt es sich, einjährige Blumen, wie Wicken oder Schmuckkörbchen aus Saat vorzuziehen. Dahlienknollen können Ende des Monats ausgepflanzt werden. Im Gemüsegarten werden die Beete vorbereitet. Erbsen, Radieschen und Salat kann man schon ausgesäen. Ein Tipp: Salat und Radieschen in kleinen Partien im Abstand von zwei Wochen auszusäen, damit nicht alles auf einmal fertig wird. Zucchini und Kürbisse jetzt vorziehen und ab Mitte Mai auspflanzen. Kübelpflanzen wie Oleander oder Wandelröschen wenn nötig umtopfen und bei mildem Wetter schon mal tagsüber zum Abhärten hinausstellen. Vor Frost schützen!&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp; Pflanzen Im April ist oft schon richtiges „Wachs-Wetter“ - alles scheint förmlich zu explodieren! Stauden, die zu üppig geworden sind, kann man jetzt gut teilen, aber auch neu pflanzen, ebenso wie Bäume und Sträucher. Kartoffeln können ab Mitte April ausgepflanzt werden. Und es lohnt sich, jetzt auch duftende Kräuter für die Küche zu setzen. Schnittlauch, Thymian, Salbei und Minze sind toll, wenn man sie aus dem eigenen Garten direkt ins Essen schnibbeln kann. Aber Achtung: Für empfindliche Kräuter wie Basilikum oder Dill bis nach den Eisheiligen Mitte Mai warten!&amp;nbsp; Neues Neue Projekte machen Spaß, auch im Garten. So ist jetzt eine gute Zeit für Neuanlagen und Umgestaltungen. Vielleicht endlich mal einen Teich anlegen oder ein Hochbeet bauen? Dann jetzt loslegen! Auch Insektenhotels können jetzt aufgehängt werden, regengeschützt und in Richtung Süden. Achtung &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; Bei allem Garteneifer bitte nicht vergessen, dass es bis Mitte Mai durchaus noch Frost geben kann.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Tränenden Herzen, die früh austreiben kann man bei Frostgefahr nachts einen Eimer drüberstülpen! Wer schon Dahlien ausgepflanzt hat, sollte auch diese vor Nachtfrost schützen und mit Sommerblumen wie Geranien und Petunien sollte noch bis nach den Eisheiligen gewartet werden. Ernten Im April geht’s schon los mit dem Ernten: Rhabarber ist bald so weit, Bärlauch wächst jetzt üppig und auch „Unkraut“ kann für Pestos und Smoothies geerntet werden: Frühlingspesto: Giersch, Brennnesseln, Löwenzahn, Gundermann, Vogelmiere aus dem Garten waschen und mit Pinienkernen, Parmesan, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl pürieren. Dazu Pasta und ein kühler Weißwein - es kann Frühling werden! ]]> </content> <updated>2023-03-24T18:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Schneeglöckchen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/schneegloeckchen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/schneegloeckchen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Schneeglöckchen sind die ersten Blüten im Vorfrühling. Die kleinen Schönheiten erweisen sich als unkomplizierte Gartengäste, wenn man ihnen ein paar Wünsche erfüllt - hier steht, was Sie tun können, damit sich Schneeglöckchen in Ihrem Garten wohlfühlen. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Die ersten Frühjahrsblüher sind doch immer die, auf die man so sehnsüchtig gewartet hat. Schneeglöckchen erzählen vom Frühling und davon, dass die Tage länger werden und sich der Winter irgendwann verabschieden wird. Schon im Januar erwarten Gartenbesitzer und Pflanzenfreunde ungeduldig die ersten Farbtupfer im Garten. Wenn Weihnachten gewesen ist, dann kann doch eigentlich Frühling werden, oder? Bis dahin ist es oft noch ein weiter Weg, aber die vielen kleinen frühlingsblühenden Zwiebelgewächse verkürzen und verschönern diesen Weg! Los geht’s mit den Schneeglöckchen, botanisch heißt die Gattung Galanthus Schneeglöckchen kommen in 20-25 Wildarten hauptsächlich in Mittel- und Südeuropa, Vorderasien und dem Kaukasus vor. Aus diesen Wildarten sind unendlich viele zauberhafte Sorten entstanden, die Sammlerherzen erfreuen. Galanthophile nennt man die Schneeglöckchensammler, die Anfang März auf Schneeglöckchenausstellungen ihrer Leidenschaft frönen und aus bis zu 4000 Schneeglöckchensorten auswählen.&amp;nbsp; Was macht Schneeglöckchen so spannend? Es ist die Vielfalt!&amp;nbsp; Eigentlich denkt man, so ein kleines weißes Glockenblümchen kann doch gar nícht so aufregend sein, aber eine Gartenfreundin brachte es mal auf den Punkt: „3 Monate Blüte und kein Giersch stört!“ Sie blühen lange, die Schneeglöckchen, besonders, wenn man bei der Sortenauswahl darauf achtet, frühe und späte zu pflanzen.&amp;nbsp; Schneeglöckchen gehören botanisch in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae), sie haben 3 äußere und 3 innere Blütenblätter. Diese nun sind bei den Sammlersorten unterschiedlich ausgebildet: es gibt gefüllte Sorten, aber auch welche, bei denen alle Blütenblätter aussehen, wie die äußeren (pokuliform) oder invers pokuliforme Sorten, da sehen alle Blütenblätter aus, wie die inneren. Schneeglöckchenblütenblätter können verschiedene Zeichnungen haben und Blütenfarben von weiß über gelb bis grün. Sie sind sehr unterschiedlich groß und allen gemein ist, dass sie blühen, wenn sonst nichts los ist, sie vertreiben den Winterblues! Aber auch die „ganz normalen“ Schneeglöckchen sind im Garten und am Wegesrand eine Freude. Wer mit dem Hund spazieren geht, sieht zeitig im Jahr am Wegesrand Schneeglöckchen in Tuffs wachsen. Grundsätzlich finde ich es furchtbar, seine Gartenabfälle in der Natur zu entsorgen, aber im zeitigen Frühjahr freue ich mich doch sehr über die scheinbar wilden Schneeglöckchen, die aus anderer Leute Gartenabfall weiterwachsen.... Standort Im Garten mögen Schneeglöckchen gerne im Schatten von Gehölzen stehen, im Sommer durchaus trocken, sonst gern etwas feuchter. Zu schwerer Boden sollte mit Sand aufgelockert werden, damit keine Staunässe entsteht. Die graulaubigen Arten und Sorten mögen etwas trockener stehen, die grünlaubigen eher feuchter. Die kleinen Frühlingsboten stehen gut zwischen Bodendeckern, auch Laubfall stört sie nicht, nur Eichenlaub sollte besser entfernt werden. Frost bringt die frühblühenden Sorten nicht um, nur Morgensonne mögen sie nicht - Nachmittagssonne ist okay. Im zeitigen Frühjahr freuen sie sich, besonders in eher sandigen Böden über eine Nährstoffgabe. Pflanzung Gepflanzt werden Schneeglöckchen als Zwiebel im zeitigen Herbst. Wichtig ist es, Schneeglöckchenzwiebeln nicht zu lange zu lagern, sie trocknen schnell ein und treiben dann nicht mehr aus. Sie sollten gleich nach dem Kauf in die Erde.&amp;nbsp; Eine andere Möglichkeit, Schneeglöckchen zu pflanzen ist&amp;nbsp;direkt nach der Blüte. Das nennt man „in the green“, gleich, wenn sie verblüht sind und noch bevor das Laub einzieht. Vermehrung Schneeglöckchen machen im Lauf der Zeit große Tuffs, die können Sie teilen. Da gibt es drei Zeiten, zu denen das gut geht: wenn gerade die Spitzen aus der Erde gucken nach der Blüte in der Ruhe, wenn die Zwiebeln ganz und gar eingezogen sind. Einfacher ist es, sie zu teilen, wenn man sie sieht, also nach der Blüte (&quot;in the green&quot;). Wühlmäuse mögen keine Schneeglöckchen, aber Mäuse verschleppen die Zwiebeln. So geschieht manchmal die Vermehrung wie von selbst. Ökologie Für Hummelköniginnen, die&amp;nbsp;schon bei +3 Grad fliegen, bieten Schneeglöckchen, wie viele andere Frühblüher wichtige Nahrung. ]]> </content> <updated>2023-02-06T20:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Blausternchen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/blausternchen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/blausternchen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Die ganz frühen Blüten sind es, die uns so glücklich machen, denn sie erzählen vom Ende des Winters. Blausternchen sind ganz hinreißende Frühboten, wir stellen hier schöne Arten und Sorten vor. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Blaue Sterne im Frühling Wenn im zeitigen Frühjahr große Teppiche von leuchtend blauen Blümchen auf dem Rasen, unter Gehölzen oder im noch kahlen Beet erscheinen, dann lohnt es sich, mal genauer hinzugucken: Blausternchen heißen die entzückenden Zwiebelblüher, die so früh im Jahr schon so sehr strahlen können! Herkunft und Botanisches Blausternchen wachsen wild im Mittelmeerraum, teilweise auch in Zentraleuropa, in Kleinasen und im Fernen Osten. Sie sind eine Gruppe von kleinen bis mittelgroßen Zwiebelblühern der Gattung Scilla, die zu den Spargelgewächsen zählt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es gibt über 60 Arten und bei uns sind hauptsächlich das Sibirische Blausternchen (Scilla siberica), das Zweiblättrige Blausternchen (Scilla bifolia) und das Mischtschenko-Blausternchen (Scilla mischtschenkoana) in Kultur. Es gibt einige Sorten, eine Übersicht finden Sie am Ende des Artikels.&amp;nbsp;&amp;nbsp; Aussehen und Wuchsform Die genannten kleinen Blausternchen werden 10-20 cm hoch und blühen von Februar bis April. Diese frühe Blütezeit macht sie so wertvoll: Sind nicht die ersten Blüher immer die sehnsüchtig-erwarteten, die so-sehr-geliebten?! Auch für frühe Hummelköniginnen und (Wild-)Bienen sind Blausternchen wichtige Nahrungsquellen. Blausternchen werden als Zwiebeln im Herbst gepflanzt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie überwintern im Boden und treiben im Frühling Blätter und Blüten aus, die nach der Samenreife wieder einziehen und oberirdisch absterben. Die Zwiebel überdauert und vermehrt sich auch.&amp;nbsp; Verwendung im Garten Blausternchen sind mehrjährige Zwiebelpflanzen, einmal etabliert brauchen sie wenig Pflege.&amp;nbsp; Ameisen verbreiten die Saat im Garten, denn an den Samenkörnern hängen Ölkörperchen, die die Ameisen begehren. So kommt es schnell zu blauen Teppichen, und es gibt sogar Menschen, die Blausternchen für eine Plage halten...&amp;nbsp; Das kann ich schwer verstehen, verschwinden sie doch nach der Blüte wieder und wie schön sind die Teppiche... &amp;nbsp; Im Kieler Alten Botanischen Garten zum Beispiel ist die Blausternchenblüte ein echtes Highlight und einen Ausflug wert!&amp;nbsp; Blausternchen mögen sonnige oder halbschattige Gartenstandorte. Der Boden sollte humos, aber nicht zu nass sein. Eine zusätzliche Düngung ist nur auf sehr armen Böden nötig. In Beeten mit spät austreibenden Stauden wie Funkien oder Gräser sorgen die kleinen blauen Zwiebelblüher für den Frühlingsaspekt. Vor und zwischen Gehölzen, auch beim Rhododendron sind sie leuchtende Hingucker.&amp;nbsp; Auch im Rasen und in der Wildblumenwiese können Blausternchen sich durchaus durchsetzen.&amp;nbsp; Blausternchen sind robust und wenig krankheitsanfällig, sie sind einfach liebenswerte Gartengäste. In Kombination mit weiteren Frühblühern wie Schneeglöckchen, Winterlingen und Lerchensporn bringen sie den Frühling mit.&amp;nbsp; Arten und Sorten Scilla bifolia – das Zweiblättrige Blausternchen &amp;nbsp;ist seit 1566 als Gartenpflanze bekannt. Es hat meist nur zwei schmale Blätter, drei bis 10 Blüten und wird 10-20 cm hoch. Die Blüte ist leuchtend blau, es gibt auch weiße und rosa Sorten. Geblüht wird ab März. Scilla litardieri – das Große Blausternchen &amp;nbsp;erinnert optisch fast an eine&amp;nbsp;Traubenhyazinthe,&amp;nbsp;es hat große Blütenrispen, die von unten nach oben aufblühen. &amp;nbsp;Oben, noch ungeöffnet sind die Einzelblüten dunkler, nach unten, im Aufblühen werden sie heller mit den kräftigen Akzenten der ganz dunkelblauen Staubgefäße. &amp;nbsp;Eine Schönheit, die im April blüht und 15 cm hoch wird!&amp;nbsp; Scilla mischtschenkoana – das Mischtschenko-Blausternchen &amp;nbsp;schmückt sich mit mehreren Blütenstängeln an denen sternfömige zartblaue Blütchen sitzen. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man entzückt einen dunklen Streifen auf den einzelnen Blütenblättern. Dieses hellblaue Blausternchen blüht sehr früh, oft bereits im Februar und es bildet ebenfalls schöne Bestände aus.&amp;nbsp; Scilla siberica – das Sibirische Blausternchen &amp;nbsp;kommt nicht wild in Sibirien vor – es blüht in Trauben, die erst nicken und sich später aufrichten. Die Blüten sind leuchtend himmelblau, sie erscheinen im März/April. Die Auslese&amp;nbsp; ‘Spring Beauty‘ &amp;nbsp;blüht etwas größer, später, reichlicher und intensiver blau.&amp;nbsp;&amp;nbsp; Scilla non-scripta/hyacinthoides – Hasenglöckchen : Sie kennt man als&amp;nbsp; Blue Bells &amp;nbsp;aus Englischen Gärten. Hasenglöckchen wurden früher der Gattung Scilla zugeordnet, heute gehören Sie zur Gattung Hyacinthoides, nichtsdestotrotz sollen sie hier erwähnt werden.&amp;nbsp; Hasenglöckchen sind blaue, rosa oder weiße lockere hyazinthenähnliche Zwiebelblüher, die im Mai blühen, etwa 30 cm hoch. Sie verbreiten sich ebenfalls sehr willig und rollen so die späteren blauen Teppiche im Garten aus.&amp;nbsp; Der Standort für Hasenglöckchen darf gerne halbschattig sein.&amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2022-08-20T09:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Tomaten selber vorziehen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/tomaten-selber-vorziehen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/tomaten-selber-vorziehen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Tomaten können aus Samen selber gezogen werden, hier steht, wie das geht und wie die Pflanzen dann im Garten weiter behandelt werden möchten. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wenn die Tage länger werden, dann kribbelt es Gartenbegeisterten in den Fingern: Ab Anfang Februar können Tomaten ausgesät werden.... Wir erklären, wie man Tomaten selber aus Samen anziehen kann und worauf bei der Pflanzung zu achten ist. Aussaat Tomaten keimen leicht. Säen Sie sie in Aussaaterde, das ist ungedüngte, saubere Erde. Sie können die Saat entweder einzeln in kleine Töpfe oder Quelltabletten säen oder locker in eine Saatschale und dann vereinzeln Sie sie später. Tomaten keimen schnell. Wenn Sie sich für einzelne Töpfe entschieden haben, dann beginnen Sie 2 Wochen nach der Keimung mit einer leichten Düngung und setzen Sie die Pflanzen später in größere Töpfe in gute Erde, damit sie kräftig weiterwachsen können. Pikieren Die in Saatschalen ausgesäten Tomatenkeimlinge sollten Sie vereinzeln, das heißt mit einem Pikierstab vorsichtig aus der Schale heben, die Wurzel etwas einkürzen und bis zu den Keimblättern einzeln in einen 9 cm Topf&amp;nbsp;&amp;nbsp;mit guter Blumenerde setzen. Abhärten Das Vorziehen und die Pflege der heranwachsenden Tomaten soll auf einer Fensterbank oder im Gewächshaus passieren, die Pflanzen brauchen viel Licht und Wärme. Wenn im April das Wetter schön ist, kann man die Töpfe tagsüber von der Fensterbank nach draußen holen, damit sie ein bißchen abhärten. Auspflanzen sollte man Tomaten erst nach den Eisheiligen Mitte Mai.&amp;nbsp; Standort Am besten ist es natürlich, wenn die Tomaten ins Gewächshaus können.&amp;nbsp; Wer keines hat, sollte in Erwägung ziehen, seinen Tomaten einen Unterstand zu bauen, unter dem sie vor Regenfällen geschützt sind. Wenn die Blätter trocken bleiben, können Schadpilze sich weniger gut vermehren. Tomaten in Töpfen fühlen sich besonders wohl vor einer Südwand, am besten mit ein bisschen Dach vom Haus über dem Kopf.&amp;nbsp; Ansonsten gilt: so sonnig wie möglich – ohne Sonne gibt es keine süßen Tomaten. Die Kartoffelblättrige Sorte ‘Matina‘ ist allerdings auch gut für Freilandanbau geeignet. Nährstoffversorgung Gut ernährte und gesunde Pflanzen können Krankheiten besser widerstehen, als geschwächte Pflanzen mit Mangelerscheinungen. Wichtig für die Versorgung der Pflanze ist ein gut ausgebildetes Wurzelsystem. Deswegen sollte man den Boden, auf dem man die Tomaten setzt, auf großer Fläche gut vorbereiten – mit reifem Kompost, wenn man welchen hat, mit Steinmehl und Holzasche. Fast jeder Boden profitiert von einem Bodenaktivator (wie zum Beispiel Oscorna BodenAktivator). Wenn man keinen Kompost hat, kann man auch etwas Oscorna Animalin in den Boden einarbeiten. Die Tomatenpflanzen werden am besten möglichst tief gesetzt. Dann entwickeln sich vom Stängel aus noch neue Wurzeln.&amp;nbsp; Wässern Nach der Pflanzung sollten Sie Ihre Tomaten gut wässern. Praktisch ist ein Gießrand ums Tomatenbeet – er wird später das Gießen erleichtern, das Wasser kann dann nicht so schnell weglaufen.&amp;nbsp; Unterpflanzen Sie Ihre Tomaten mit Basilikum – es hat ganz ähnliche Ansprüche und wird Ihren Tomatensalat köstlich würzen.&amp;nbsp; Wer Tomaten in Töpfen anbauen möchte, sollte mindestens 10-Liter-Töpfe nehmen, besser noch größere! Und auch hier sehr gute Erde nehmen, die mit Kompost verbessert ist. Wenn Sie alles gepflanzt haben und einmal gründlich und durchdringend gewässert haben, können Sie eine Mulchschicht aus Beinwellblättern aufbringen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Beinwell im Garten kann etwa Mitte Mai zum ersten Mal zurückgeschnitten werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Diese Blätter sind gut für die Tomaten:&amp;nbsp;&amp;nbsp; Das Kalium im Beinwell fördert die Fruchtbildung.&amp;nbsp; Aufbinden Die meisten Tomaten müssen gestützt werden. Metallspiralen, die im letzten Jahr schon im Einsatz waren, sollten Sie auf jeden Fall mit heißem Essigwasser reinigen, um Pilzsporen und andere Krankheitserreger zu vernichten. Wenn Sie Ihre Tomaten an Garn ziehen, sollten Sie immer neues benutzen. Dazu Garn von der Gewächshausdecke herabhängen lassen, unten um die Tomatenpflanze knoten und die wachsende Tomatenpflanze in das Garn hinein“flechten“ (vorsichtig, damit nichts bricht). Kleine Busch- und Wildtomatensorten kommen mit ein paar Bambusstäben als Stütze aus.&amp;nbsp; Auch diese bitte mit Essigwasser reinigen. Pflege Geizen Sie Ihre Tomaten regelmäßig aus, mindestens einmal die Woche. Das bedeutet, dass Sie Triebe, die in den Blattachseln wachsen, ausknipsen um den Fruchtansatz der Pflanze zu fördern. (ich liebe diese Arbeit, denn die Tomatenpflanzen duften so gut!) Gießen Sie Ihre Tomaten regelmäßig, in heißen Sommern jeden Tag. Wenn man unregelmäßig gießt, platzen die Früchte leicht auf. Gießen Sie durchdringend, damit das Wasser bis zu den feinen, tiefen Wurzeln gelangt. Gießen Sie großflächig, damit die flachen Wurzeln Nährstoffe aufnehmen können. Und gießen Sie morgens, damit die Pflanzen gut abtrocknen können, falls doch einmal Wasser auf die Blätter kommt. Düngen Sie Ihre Tomaten einmal die Woche – am besten mit Tomatendünger. Entfernen Sie alle Blätter in Bodennähe, bis zu einer Höhe von 30 cm. Wenn sich vier bis fünf Rispen mit Blüten entwickelt haben, sollten Sie den Haupttrieb der Pflanze auskneifen. Mehr Früchte reifen in unseren Sommern meist nicht aus. Die Pflanze kann so ihre Kraft auf diese Fruchtstände konzentrieren.&amp;nbsp; Aber: das gilt nicht für Buschtomaten oder Wildtomatensorten.&amp;nbsp; Auch die reichtragenden Kirschtomaten bringen in guten Sommern mehr hervor. Die Tomaten gesund erhalten Die Früchte platzen, wenn unregelmäßig gegossen wird. Magnesiummangel zeigt sich durch Blätter, die zwischen den Blattadern gelb werden. Geben Sie Magnesiumsulfat (Bittersalz) zum Gießwasser, 25 g pro Liter Wasser. Gibt’s in der Apotheke. Alle zwei Wochen, zwei bis drei Mal. Krautfäule ist hier bei uns natürlich die größte Gefahr für die Tomatenernte, vor allem für Pflanzen, die im Freiland stehen. Zur Vorbeugung empfiehlt sich das Spritzen mit Schachtelhalmabsud. Wenn die ersten Flecken auf den Blättern zu sehen sind, mit Knoblauchabsud spritzen. Alle befallenen Blätter sofort entfernen und verbrennen (auf keinen Fall auf den Kompost!). Ernte Nach einem hoffentlich von Tomaten reich gesegneten Sommer kommt irgendwann der Moment, an dem die ersten Nachtfröste drohen. Ernten Sie Ihre Tomaten ab; was noch grün ist, kann mit der gesamten Pflanze im Keller aufgehängt werden und reift so noch nach. Aus den Resten können Sie Tomatensauce kochen und einfrieren. Auch das Basilikum sollte dann schon zu großen Büschen herangewachsen sein; machen Sie Pesto daraus, an dem Sie sich im Herbst und Winter erfreuen können. Und hier ist das Rezept für Basilikum-Pesto: Basilikum, geröstete Pinienkerne, Knoblauch, geriebenen Parmesan und Olivenöl pürieren, mit Salz abschmecken.&amp;nbsp; In Gläsern aufbewahren, die Oberfläche sollte mit Öl bedeckt sein.&amp;nbsp; Pesto kann auch portionsweise eingefroren werden. Verwendung: Mit etwas Nudelwasser aufgießen und dann über die gekochten Nudeln geben. Etwas Pfeffer drüber, Salat und kühlen Wein dazu - guten Appetit! ]]> </content> <updated>2022-02-05T12:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Erfolg mit Dahlien - so geht&#039;s!</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/erfolg-mit-dahlien-so-geht-s</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/erfolg-mit-dahlien-so-geht-s"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Dahlien sind beliebt, weil sie so lange blühen und weil es sie in so vielen Farben und Formen gibt. Sie sind die wunderbaren Schnittblumen und viele Sorten bieten auch den Insekten Nahrung. Hier erfahrt Ihr, wie es mit den Dahlien im Garten sicher klappt. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Dahlien &amp;nbsp;erleben gerade einen Hype, sie sind gefragt, wie seit langem nicht und das liegt sicher auch an ihren vielen Qualitäten: Dahlien sind wirklich liebenswerte Gartenpflanzen, die extrem lange blühen und mit vielen spannenden Blütenformen angeboten werden. Sie sind schöne Schnittblumen und es gibt sie in fast allen Farben. Wie nun kann der Anbau von Dahlien im Garten gelingen, worauf ist zu achten?&amp;nbsp; Dahlien kommen ursprünglich aus Mexiko und Guatemala. Sie sind wahrscheinlich Ende des 18. Jahrhunderts mit spanischen Eroberern nach Europa gekommen und wurden als Gartenpflanze immer beliebter. Ihre Vorteile sind ihr enormer Blütenreichtum und die lange Blütezeit. Sie füllen Lücken in Beeten und setzen auch noch spät im Gartenjahr Akzente. Die schönen Dauerblüher werden in Klassen unterteilt, am bekanntesten sind die gefüllten, dicken Seerosen- und Dekorativen Dahlien, kugelrunde Ball- oder Pompondahlien oder Einfachblühende Dahlien, die die Insekten so lieben.&amp;nbsp; Standort Dahlien, die auch Georginen genannt werden mögen sonnige Standorte. Lichter Schatten ist auch möglich, aber zu schattig darf der Platz im Garten nicht sein. Der Boden kann sandig oder lehmig sein, schöne schwarze Erde ist wunderbar, alles andere könnte mit Kompost verbessert werden.&amp;nbsp; Pflanzung Gepflanzt werden Dahlien als Knollen im Frühjahr. Sie erhalten bei uns ausschließlich Dahlienknollen aus biologischem Anbau! Ab Mitte April können die Knollen gesetzt werden, wenn der Boden nicht mehr so kalt und nass ist. In kühlen Jahren wartet man besser, auch Mitte Mai können Dahlien noch gesetzt werden. Die Pflanztiefe sollte 5-10 cm sein, der Stängelansatz zeigt nach oben und guckt bei flacher Pflanzung auch noch aus der Erde. (Die Pflanztiefe ist nicht so entscheidend, nur tiefer als 10 cm ist zu tief!). Manche Gärtner wässern die Knollen vor dem Pflanzen, also weichen sie über Nacht in Wasser ein. Das empfehlen wir nicht, denn die Gefahr des Verfaulens ist zu groß! Nach dem Pflanzen sollte die Knolle jedoch angegossen werden. Hohe Dahliensorten brauchen eine Stütze, z.B. eine Staudenstütze oder einen Stock. Der kann schon gleich bei der Pflanzung mit ins Pflanzloch gesteckt werden, dann markiert er auch gleich die Pflanzstelle und die Knolle wird nicht beim späteren Einschlagen der Stütze versehentlich verletzt. Wir empfehlen das Vorziehen der Dahlienknollen. Pflanzen Sie dafür die Dahlien ab Ende März in Töpfe und stellen sie frostfrei. Sobald die Pflanze austreibt, ist genügend Licht wichtig, auch sollte die Dahlie nicht zu warm stehen, damit die Triebe nicht zu lang und weich werden. Ein Abhärten kann ab Mitte April auch draußen stattfinden, nur dann bitte darauf achten, wie kalt die Nächte sind: Frost können Dahlientriebe nicht vertragen! Das Vortreiben hat den Vorteil, dass ab Mitte Mai, wenn man nicht mehr mit Frösten rechnet, schon große kräftige Pflanzen ausgepflanzt werden können, diese blühen früher und sind auch nicht mehr ganz so attraktiv für Schnecken. Beim Auspflanzen achten Sie bitte auf die Pflanzabstände: Große Sorten können gerne mit mindestens 100 cm Abstand gepflanzt werden, kleine etwas enger. Zu enges Pflanzen behindert die Stauden in ihrer Entwicklung und fördert die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten. Pflege Dahlien brauchen nach der Pflanzung eine gute Wasserversorgung, im Sommer eher nicht. Sie können auch durchaus mal etwas trockener stehen. Nährstoffe können durch einen organischen Volldünger wie Animalin von Oscorna zur Pflanzung gegeben werden. Wenn Sie im Sommer das Gefühl haben, die Dahlien brauchen noch etwas, seien Sie vorsichtig mit Blaukorn, zu viel Mineraldünger wirkt sich negativ auf das Ausreifen der Knollen aus. Das Anbinden als Pflegemaßnahme ist besonders in windigen und regenreichen Gegenden wichtig.&amp;nbsp; Dahlien blühen ja sehr lange, diese Blühdauer können Sie durch das Entfernen der abgeblühten Blumen unterstützen. Kneifen Sie entweder einfach die verblühten Blüten heraus oder schneiden Sie den ganzen Trieb weiter unten ab, damit die Pflanze kompakter und kräftiger wachsen kann. Schnecken sind immer ein Thema bei Dahlien, ein Unterpflanzen mit Studentenblumen (Tagetes) hält die Schnecken von den Dahlien fern, aber richtig zuverlässig hilft nur Schneckenkorn. Es gibt gute Produkte auf Eisenbasis (Ferramol von Neudorff). Das Vorziehen der Pflanzen im Kübel und Auspflanzen größerer Stauden hilft durchaus, die Schneckenproblematik einzudämmen, am liebsten raspeln die schleimigen Mitesser nämlich die austreibenden Dahlien (frisch und zart) direkt am Boden ab.&amp;nbsp; Überwinterung Dahlien blühen bis zum Frost und mit den ersten Frösten, die bei uns meist im Oktober auftreten, ist Schluß mit der Blüte und es friert das Laub zurück. Es ist nicht nötig, die Dahlien dann sofort auszugraben. Sie können noch gut in der Erde bleiben, bis es zu sehr starken Frösten kommt. (Gärtner sollten immer das Wetter im Auge haben!). Dann – und das ist bei uns meist erst im November oder Dezember – sollten Sie die Dahlienknollen ausgraben, vorsichtig und mit einer Grabegabel um sie nicht zu verletzen. Das Kraut ein paar Zentimeter über der Knolle abschneiden. Die Erde etwas abschütteln, ein Etikett mit Sortennamen oder wenigstens mit der Farbe dranbinden und in Kisten im kühlen Keller überwintern, optimal sind 5-7 Grad.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wer einen warmen Keller hat, kann die Dahlien dort in offenen Plastiktüten lagern, dann trocknen sie nicht so schnell aus. Oder man legt sie in Sand ein, den man von Zeit zu Zeit etwas (!) anfeuchtet. Probieren Sie aus, wie Sie am besten mit der Überwinterung und Ihrem Keller, Ihrem Schuppen klarkommen. Wichtig ist, dass Dahlienknollen frostfrei überwintert werden. Vermehrung Im Frühling sollten die überwinterten Dahlien dann geteilt werden. Meist fallen sie schon von alleine auseinander. Das Teilen hat den Vorteil, dass die Pflanzen sich kräftiger entwickeln können, als wenn Sie große Knollenkomplexe mit vielen Trieben pflanzen.&amp;nbsp; Das Teilen ist auch eine Form der Vermehrung. Eine andere, durchaus ergiebigere Vermehrungsform ist das Schneiden von Stecklingen: Dazu topfen Sie die Dahlienknollen und treiben sie ab Dezember oder Januar an, d.h. stellen sie warm und fangen an zu gießen. Nach 2-3 Wochen erscheinen erste Triebe, die Sie, wenn sie etwa 3 cm lang sind mit den Fingern von der Knolle abknipsen können. Diese Triebe werden unten entblättert, in Bewurzelungspulver und dann in nährstoffarmes, durchlässiges Anzuchtsubstrat gesteckt. Die Töpfe mit den Stecklingen mit Plastiktüten zudecken („gespannte Luft“), warm stellen und alle paar Tage lüften und auf Wasserbedarf kontrollieren. Nach zwei Wochen bilden sich erste Wurzeln.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Etwa 6 Wochen nach dem Stecken können Sie die Stecklinge topfen, dabei die Trieb-Spitzen herausknipsen um die Verzweigung anzuregen. Ab April im unbeheizten Gewächshaus abhärten und nach Mitte Mai auspflanzen. Zum Saisonende wird sich eine Knolle gebildet haben, die wie oben beschrieben überwintert werden kann. Gartengestaltung mit Dahlien Schöne Begleiter für Dahlien sind Einjährige Dauerblüher wie Zinnien oder Cosmeen, aber auch im Staudenbeet machen Dahlien sich gut. Kombinieren Sie sie mit Gräsern und anderen Herbstschönheiten wie Sonnenbraut und Astern.&amp;nbsp; Dahlien sind klassische Bauerngartenblumen, sie passen überall hinein und ergänzen den Reigen der bewährten Pflanzen ganz wunderbar.&amp;nbsp; Dahlien als Schnittblumen Besonders Pompondahlien werden häufig als Schnittblumen angeboten. Sie sind wunderschön und durchaus haltbar in der Vase, allerdings sei geraten, das Vasenwasser täglich zu wechseln oder Schnittblumenfrischhaltemittel zu verwenden, da sonst Dahlienwasser recht unangenehm zu riechen beginnt. Man kann es auch mal so sehen: Oft erleben wir, dass Gartenbesitzer davor zurückschrecken, Dahlien anzubauen, weil sie fürchten, diese nicht überwintern zu können. Ganz ehrlich: Dahlien sind nicht so furchtbar hochpreisig, zur Not behandelt man sie wie Einjährige, erfreut sich eine Saison an ihrem Charme und wenn man sie nicht rechtzeitig ausgräbt – na gut, dann kauft man sich im Frühling ein paar neue Knollen. Sicher, Dahlien sind mehrjährige Pflanzen, aber das sind z.B. Geranien auch und auch die werden oft nicht überwintert.&amp;nbsp; Und je wärmer unsere Winter werden, desto größer ist die Chance, dass eine draußen-gebliebene Dahlie den Winter übersteht und trotzdem im kommenden Frühjahr wiederkommt! Und ich bin sicher, wenn jemand erst seine Leidenschaft für die schönen Mexikanerinnen entdeckt hat, dann fällt das Überwintern auch nicht mehr schwer. Mit schönen Grüßen, Svenja Schwedtke &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2022-01-12T12:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Wicken - im Duftrausch</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/wicken-im-duftrausch</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/wicken-im-duftrausch"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Was wäre ein Sommer ohne den einzigartigen, verführerischen Duft der Wicken !? Dieser Duft sucht seinesgleichen - noch dazu ist die Wicke die komfortabelste Schnittblume, die es gibt. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Was wäre ein Sommer ohne den einzigartigen, verführerischen Duft der Lathyrus odoratus&amp;nbsp;!? &amp;nbsp; Dieser Duft sucht seinesgleichen - noch dazu ist die Wicke die komfortabelste Schnittblume, die es gibt. Einfach schneiden, ab in die Vase damit – sieht immer gut aus, auch ohne jeden Versuch, sie kunstvoll zu arrangieren. Ein weiterer Bonus ist, dass Wicken umso üppiger blühen, desto regelmäßiger man sie schneidet. Man kann also nach Herzenslust zulangen. Wicken sind im Prinzip pflegeleicht und dankbar. Auch wenn man kaum Zeit auf sie verwendet, werden sie blühen und duften. Aber wenn man ihnen nur ein bisschen mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmet, blühen sie den ganzen Sommer lang, füllen sie den Garten mit Duft und Farbe und das Herz der Gärtner:in mit Freude. Duft-Wicken Es geht hier um Duft-Wicken, das sind einjährige Pflanzen, die im Frühling ausgesät werden, dann den ganzen Sommer über blühen und mit dem Frost im Herbst ihr Leben beenden. Diese Pflanzen sind Sorten der Lathyrus odoratus. Daneben gibt es auch Staudenwicken, Lathyrus latifolius, die man häufig an Zäunen üppig blühen sieht – sie allerdings duften nicht, dafür kommen sie jedes Jahr wieder. Beides kann man in diesem Fall leider nicht haben. Sortenvielfalt Den schönsten Duft und die aparteste Farbe hat vielleicht &#039;Matucana&#039;, die der Wildform sehr ähnlich ist. Sie hat weinrote und dunkelviolette Blütenblätter und sieht einfach hinreißend aus. Es gibt Sorten in vielen Farbschattierungen von cremeweiß über Rosa hin zu Blau und Violett, sogar zu Dunkelweinrot, es gibt Sorten mit Streifen und Farbverläufen. Die meisten Duftwicken sind Kletterpflanzen. Außerdem gibt es kleinwüchsige Sorten, die nicht ranken und sich besonders gut für die Kultur in Balkonkästen oder Kübeln eignen (kräftig gießen!), oder auch zur Unterpflanzung von Strauchrosen. Standort Wicken schätzen humosen, durchlässigen Boden. Wie auch Erbsen, mit denen sie verwandt sind, mögen sie ein bisschen Kalk als Beigabe. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein; im Halbschatten bleibt die Farbe der Blüten kräftiger. Sie brauchen etwas, woran sie sich festhalten können – vielleicht einen Zaun aus Maschendraht, eine Rankhilfe aus Weide oder eine Rankpyramide mit Tonhütchen. Wenn man Wicken speziell als Schnittblume ziehen möchte, kann man sich im Gemüsegarten (oder auch als Begrenzung des Gemüsegartens....) ein Ranknetz an zwei Pfosten spannen und die Wicken daran hochwachsen lassen. Man kann sie zwischen hohe Erbsen oder auch Stangenbohnen setzen. In der Rabatte sehen sie an Rank-Obelisken aus Weide besonders schön aus. Man kann Zaunpfosten oder Wäschestangen mit grünem Maschendraht verkleiden und die Wicken daran hochwachsen lassen. Generell gilt: sie sollten etwa 1,50 bis 2 Meter Platz nach oben haben, je nach Sorte. Anzucht und Aussaat Weichen Sie die Wickensamen ein, bevor Sie sie setzen: am Tag vorher mit warmem (nicht heißem!) Wasser übergießen und über Nacht ziehen lassen. Legen Sie die Samen 5 cm tief in die Erde. Geben Sie ihnen etwas Kompost oder organischen Dünger mit. In sehr trockenen Sommern sollten Sie Wicken ab und angießen, sonst werden sie unten sehr schnell gelb und strohig. Wenn man mag, kann man Wicken sehr gut vorziehen; dann blühen sie viel früher. Ihre Wurzeln sind recht fest und unempfindlich; man kann sie also sehr gut umsetzen. Zum Vorziehen sollte man hohe Töpfe benutzen (aus England gibt es ein aufklappbares Anzuchtsystem, was für Wicken perfekt ist: „Rootrainers“ ), Wickenwurzeln wollen sehr schnell sehr tief in die Erde. Die Module und Töpfe mit den Wicken stellen Sie am besten in ein Frühbeet, ein ungeheiztes Gewächshaus, oder auf die Terrasse vor eine Südwand. Wenn Sie die Wicken im April vorziehen, haben Sie schon Anfang Juni schöne Blüten für die Vase. Pflanzen Sie die Wicken um, wenn sie gut 10 cm hoch sind. Das können Sie schon Ende April tun, Wicken sind ziemlich frosthart. Setzen Sie die kleinen Pflanzen ein, drücken Sie die Erde gut fest, wässern Sie einmal kräftig und kneifen Sie den Haupttrieb aus; die Nebentriebe werden schönere Blüten produzieren. Auch bei nicht vorgezogenen Wicken sollte man natürlich den Haupttrieb auskneifen. Und das Wichtigste überhaupt: lassen Sie Ihre Wicken keine Samen ansetzen! Dann hören sie nämlich sofort auf zu blühen. Also regelmäßig schneiden und die Vase damit, und wenn es zu viele werden, eben auch in die Vase der Nachbarn – denn, was wäre ein Sommer ohne Duftwicken? ]]> </content> <updated>2021-04-14T19:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Gemüsegarten</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/der-gemuesegarten</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/der-gemuesegarten"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Beim Thema Gemüse orientieren sich viele Gartenbesitzer zum Teil daran, was die Alten sagen und zum Teil an dem, was auf den Tüten steht. Das geht manchmal ganz gut, manchmal nicht so sehr. Was nun sind die Faktoren für Erfolg im Gemüsebeet? ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Beim Thema Gemüse orientieren sich viele Gartenbesitzer zum Teil daran, was die Alten sagen und zum Teil an dem, was auf den Tüten steht. Das geht manchmal ganz gut, manchmal nicht so sehr. Was nun sind die Faktoren für Erfolg im Gemüsebeet? Der Boden Auf den Boden kommt es an. Doch woher weiß man, was der eigene Gartenboden für einer ist? Nehmen Sie etwas von Ihrer Gartenerde und versuchen Sie, die Erde zu einem Klumpen zu formen. Ist der Klumpen fest und hält zusammen? Dann ist der Boden schwer, lehmig . Wenn kein Klumpen hält, alles auseinanderbröselt, dann sprechen wir von leichtem oder sandigem Boden . Sehr lehmiger Boden hat meist eher viele Nährstoffe, aber in festem Boden haben es die Mikroorganismen schwerer, zu arbeiten. Sandiger Boden ist gut belüftet, aber das Wasser rauscht schneller hindurch, er trocknet schneller aus. Wie nun kann der Boden verbessert oder überhaupt erst für ein Gemüsebeet vorbereitet werden? Durch das Einsäen von Gründüngungspflanzen wird auch eine frisch umgegrabene Wiese mit Nährstoffen angereichert und das Mikroleben wird angeregt. Auch das Pflanzen von Kartoffeln im ersten Gemüsegartenjahr ist eine bewährte Methode, den Boden locker und gar zu machen. Diese Methoden dauern allerdings eine Saison. Aber es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen um den Boden, z.B. auch auf einem Neubaugrundstück vorzubereiten, denn nur auf einem gesunden Boden können Pflanzen gut gedeihen. Eine sinnvolle Maßnahme zur Bodenpflege ist das Mulchen. Alles, was von sich aus verrottet, kann zum Mulchen verwendet werden. Mulchen Sie lieber dünn und häufiger, als in zu dicken Schichten. Durch das Mulchen wird die Feuchtigkeit im Boden gehalten und die unerwünschten Beikräuter werden unterdrückt. Zusätzlich können die Mulchmaterialien den Boden mit Nährstoffen versorgen, Brennnesseln als Mulch beispielsweise bringen Stickstoff in den Boden. Richtig Düngen Gemüse braucht Nährstoffe, denn durch das Ernten entnehmen wir dem System organische Masse und müssen dafür Nährstoffe zuführen. Dafür eignet sich tierischer Mist, besonders von Rind und Pferd ganz wunderbar. Arbeiten Sie den Mist mit einem Sauzahn ein. Hühnermist ist scharf und sollte erst ein halbes Jahr kompostieren, bevor er verwendet wird. Kompost ist ein wunderbarer Dünger, und auch pflanzliche Jauchen, die Sie selbst ansetzen können, versorgen Ihre Gemüsepflanzen mit Nährstoffen. Holzasche dient der Kaliumversorgung und Hornspäne bringen Stickstoff mit. Wir haben hier in der Gärtnerei auch gute Erfahrungen mit Animalin von Oscorna, einem organischen Volldünger gemacht. Auswahl der Pflanzen und die geeignete Mischkultur Nach dem Winter und mit all den bunten Samentüten sind wir ungeduldig, im Gemüsegarten anzufangen. Doch zu früh macht es keinen Sinn, denn dann wächst einfach noch nichts. Greifen Sie in Ihren Gartenboden. Ist er schon warm und nicht allzu nass? Dann kann es losgehen - sonst warten Sie lieber noch, bis der Boden wärmer ist. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Pflanzenwurzeln miteinander kommunizieren. Oberirdische und auch Wurzelausdünstungen und ihre Verflechtungen sind wichtig für die Pflanzengesundheit. Zum Thema Mischkultur gibt es viel Literatur und Tabellen, eine Faustregel ist, Pflanzen mit unterschiedlichen Nährstoffbedürfnissen miteinander zu kombinieren. Gute Kombinationen sind auch Möhren mit Zwiebeln und Erdbeeren mit Knoblauch. Der Geruch der Lauchgewächse vertreibt die Möhrenfliege und andere Schädlinge. Sie können auch quasi wahllos Knoblauch in Ihre Gemüsebeete setzen, das dient der Gesundheit auf jeden Fall. Tipp: Kohl geht gut mit Sellerie, denn Kohlweißlinge mögen keinen Sellerie. In einer Mischkultur ist die Fruchtfolge wichtig, dafür ist Dokumentation vonnöten. Schreiben Sie sich auf, was Sie wann wo angebaut haben, damit Sie es auch in vier Jahren noch wissen. Eine schöne Gartenkladde ist ein guter Begleiter, auch für den Gemüsegarten. Kreuzblütler wie Kohlgewächse sind in der Fruchtfolge am empfindlichsten, denn sie sind anfällig für bodenbürtige Krankheiten wie Kohlhernie. Deshalb ist hier der Standortwechsel besonders wichtig. Die Fruchtfolge geht folgendermaßen: Im ersten Jahr Mist aufbringen, dann Starkzehrer (z.B. Kohl) Im zweiten Jahr Mittelzehrer (z.B. Möhren) Im dritten Jahr Schwachzehrer (z.B. Salat) – und zum 4. Jahr wieder Mist einarbeiten Grundsätzlich braucht fast alles Gemüse so viel Sonne, wie möglich. Doch Kürbis, Radieschen, Salat und Mangold vertragen auch Halbschatten. Gute Einsteigerkulturen sind Radieschen – die können ab März ausgesät werden und sind schnell in der Kultur, ebenso gut für den Anfang – und auch für das Gärtnern mit Kindern eignen sich Bohnen, Kartoffeln und Salat. Direkt säen oder vorziehen? Wurzelgemüse, wie Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln sollen an Ort und Stelle ausgesät werden. Bohnen, Erbsen, Spinat, Mangold, aber auch Kohlrabi, Kohl und Mais können sowohl direkt gesät aber auch vorgezogen werden. Tomaten, Paprika und Chilies sollten vorgezogen werden. Kartoffeln werden im Licht, im Warmen vorgekeimt und ab Mitte April ausgepflanzt. Pflanzenschutz Der beste Pflanzenschutz ist, den Pflanzen optimale Bedingungen zu bieten, sie so zu stärken, dass Schädlinge keine Angriffsfläche haben! Fördern Sie Nützlinge in Ihrem Garten durch das Aufstellen von Ohrwurmwohnungen und Vogelkästen. Lassen Sie wilde Ecken entstehen, Laubhaufen, Steinhaufen, schaffen Sie Lebensräume für Blindschleichen, Kröten und Eidechsen. Marienkäfer zum Beispiel lieben Koriander, säen Sie Koriander, mulchen Sie damit, denn Marienkäferlarven fressen Blattläuse. Blindschleichen fressen Schneckeneier und Ameisen mögen keine mediterranen Kräuter. Mit der Kieselsäure aus Schachtelhalmbrühe stärken Sie die „Haut“ der Pflanzen, das bietet weniger Angriffsmöglichkeiten für Pilze. Der Einsatz von Pflanzenschutznetzen verhindert, dass die Schädlinge an die Pflanze kommen, so können Sie Möhrenfliegen oder Kohlweißlingslarven von Ihrem Gemüse fern halten. Ein relativ neuer Trend im Pflanzenschutz ist die Verwendung von Homöopathie:&amp;nbsp; Arnica oder Calendula ins Gießwasser für frisch pikierte Pflanzen fördert deren Wachstum. Probieren Sie Vieles aus, das macht solche Freude!&amp;nbsp; Und was ist es für ein Glück, eine Wurzel aus dem Beet zu ziehen, schnell im Gras abzuwischen und direkt hineinzubeißen! &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2021-02-19T13:00:00+01:00</updated> </entry> </feed> 