<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>Shop Staudengärten Bornhöved</name> </author> <title>Blog / Atom Feed</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/?sRss=1</id> <updated>2026-04-20T12:37:49+02:00</updated> <entry> <title type="text">Stinsenpflanzen in Schleswig-Holstein – Frühblüher mit Geschichte</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/blog/detail/sCategory/60/blogArticle/110</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/blog/detail/sCategory/60/blogArticle/110"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. Im eigenen Garten wachsen diese Zwiebelblüher willig. Was sind Stinsenpflanzen und wie pflegt man sie? ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten zarten Blüten durch das Laub des Vorjahres dringen, beginnt die Zeit der Stinsenpflanzen. Diese farbenfrohen Frühblüher sind nicht nur ein optischer Genuss nach einem langen Winter – sie erzählen auch von der kulturellen Landschaft Europas, insbesondere im norddeutschen Raum. Schleswig-Holstein mit seinen alten Gutshöfen, Herrenhäusern und historischen Parkanlagen bietet eine ganz besondere Bühne für diese botanischen Kostbarkeiten. Was sind Stinsenpflanzen? Der Begriff „Stinsenpflanzen“ (auch „Stinzenpflanzen“ genannt) stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort bezieht er sich auf „Stinzen “ , also steinerne Häuser oder befestigte Herrensitze aus dem Mittelalter. Um diese Anwesen herum wurden Zier- und Nutzgärten angelegt, in denen man exotische oder ungewöhnliche Pflanzen kultivierte. Viele dieser Pflanzen waren Frühblüher, die sich mit der Zeit verselbständigten und in der Umgebung verwilderten, ohne jedoch wirklich wild zu sein. Man spricht daher auch von „verwilderten Gartenpflanzen “ . Stinsenpflanzen sind meist mehrjährige Zwiebel- oder Knollengewächse, die sich über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte an ihren Standorten halten. Sie brauchen offene, oft nährstoffreiche Standorte, wie sie in Parks, auf Wiesen oder an Waldrändern zu finden sind. Ihre Blütezeit beginnt oft schon im Februar und dauert bis in den Mai.&amp;nbsp; Historischer Hintergrund Ab dem 16. Jahrhundert kamen Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Blumenzwiebeln in die Gärten, sie wurden gezielt importiert, vor allem aus den Niederlanden und Frankreich. Der florale Reichtum galt für den Adel und wohlhabende Bürger in der frühen Neuzeit als Zeichen von Wohlstand und Weltläufigkeit. In den barocken und später romantischen Landschaftsgärten Schleswig-Holsteins fanden die Zwiebelblüher ideale Bedingungen: halboffene Wiesenflächen, lichte Gehölze und wenig gestörte Böden. Werden sie sich selbst überlassen, können sie sich gut vermehren, ganze Flächen besiedeln und sich überraschend langlebig behaupten. Heute sind Stinsenpflanzen ein botanisches Kulturgut, das sowohl Gartenfreunde als auch Naturschützer begeistert. Im eigenen Garten verwildern die Arten natürlich ebenfalls, wer Platz und ein bisschen Geduld hat, kann sich einen Blausternchen-Teppich oder eine gelbe Narzissenwiese pflanzen. Die Zwiebeln werden im Herbst gesetzt, sie sind anspruchlos, freuen sich jedoch im Frühling durchaus über eine Nährstoffgabe. Wo man Stinzenpflanzen in Schleswig-Holstein erleben kann Stinsenpflanzen sind auf alten Parkanlagen, Friedhöfen, Gutswiesen oder in historischen Dorfkernen zu finden – oft an Orten, die über Jahrhunderte kaum umgestaltet wurden. Einige besonders lohnenswerte Plätze in Schleswig-Holstein sind: Schloss Gottorf (Schleswig) Im Schlosspark (Neuwerk) blühen im Frühling große Bestände von Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen.&amp;nbsp; Alter Botanischer Garten Kiel Zwar kein sehr historischer Standort, aber eine schöne Sammlung vieler Stinsenarten - besonders schön ist die Blüte der Blausternchen, Märzbecher und Lerchensporne dort. Aber auch Gut Pronstorf (Kreis Segeberg) und das Kloster Preetz (Kreis Plön), der Fürstengarten Lauenburg , Gut Kamp (Kreis Segeberg) und Hochdorf (Dithmarschen) sowie der Husumer Schloßpark lohnen den Besuch im Frühjahr! &amp;nbsp; Typische Gattungen Die Vielfalt der Stinsenpflanzen ist beeindruckend, hier ein Überblick über die wichtigsten Gattungen und ihre Ansprüche im (eigenen) Garten: Galanthus (Schneeglöckchen) Galanthus nivalis, aber auch die gefüllte Form ist häufig verwildert anzutreffen. Standort: sonnig bis halbschattig Besonderheiten: die Zwiebeln dürfen nicht austrocknen Es ist möglich, den eigenen Traum vom Schneeglöckchen-Blütenmeer zu forcieren, in dem man die Horste nach der Blüte immer wieder teilt und sie verpflanzt. So wird relativ schnell ein guter Bestand aufgebaut. Eranthis (Winterlinge) Leuchtend gelb mit typischem Kragen aus grünen Hüllblättern – sie erscheinen fast gleichzeitig mit den Schneeglöckchen. Standort: sonnig bis halbschattig Tipp: Die Knollen der Winterlinge sollten eingeweicht werden, bevor sie gepflanzt werden. Crocus (Krokusse) Sowohl Wildarten als auch Zuchtformen sind verbreitet. Violette, weiße oder gelbe Blüten. Es gibt sehr frühe und spätere Krokusse, wie all diese Frühblüher sind auch sie wichtig für Insekten als frühe Nahrungsquellen. Schön ist der lila Crocus neapolitanus im Husumer Schloßpark Narcissus (Narzissen, Osterglocken) Von der klassischen Gelben Narzisse ( Narcissus pseudonarcissus ) bis hin zu historischen Sorten und Dichternarzissen. Scilla (Blaustern) Himmelsblauer Frühlingsbote, oft flächig wachsend, besonders unter lichten Laubbäumen. Corydalis (Lerchensporn) Zart wirkend, aber durchsetzungsfähig. Rosa, violette oder weiße Blüten, meist auf feuchten, humosen Böden. Standort: gerne halbschattig Leucojum vernum (Märzenbecher) Große weiße Glockenblüten Standort: halbschattig, frische bis feuchte Böden Märzbecher sind schwer aus im Herbst gepflanzten Knollen zu ziehen, die Knollen dürfen nicht austrocknen. Lieber, wie bei den Schneeglöckchen beschrieben im Frühling teilen und verpflanzen Hyacinthoides/Scilla non-scripta&amp;nbsp; Waldhyazinthen Auch die englischen Blue Bells sind in einigen Parks zu finden. Sie bilden dichte blaue Teppiche Standort: halbschattig Colchicum (Herbstzeitlose) Sie sehen aus wie große Krokusse, blühen im September-Oktober und bekommen ihre Blätter im Frühjahr. Sie verwildern in halbschattigen und sonnigen, nicht zu trockenen Lagen. Ornithogalum nutans (Milchstern) kommt häufig verwildert vor, dabei ist wichtig, dass die Wiesen, in denen er steht, nicht zu früh gemäht werden. Zu den Stinsenpflanzen werden auch einige Arten gezählt, die nicht in der Gruppe der Zwiebelblüher gehören, das sind z.B. Duftveilchen, Kleines Immergrün, Lungenkraut und Schlüsselblumen. Zur Pflege: Zwiebelblüher möchten nach der Blüte in Ruhe einziehen, das heißt, dass die Blätter gelb und braun werden. So lange sollte auf jeden Fall mit dem Mähen oder Entfernen der Blätter gewartet werden. Nur so können die Zwiebeln genug Kraft für die Blüte im Folgejahr sammeln. Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. Im eigenen Garten wachsen diese Zwiebelblüher willig, viele Leserinnen und Leser haben bestimmt auch große Bestände. Das freut die Insekten im Frühling und das menschliche Herz doch auch, oder?! ]]> </content> <updated>2025-10-30T18:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Wie wachsen eigentlich Mistelzweige?</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/winter/wie-wachsen-eigentlich-mistelzweige</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/winter/wie-wachsen-eigentlich-mistelzweige"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Wenn in der Vorweihnachtszeit hübsch geschmückte Mistelzweige über der Tür hängen, dann weiß man, es geht um&#039;s Küssen. Doch warum eigentlich und wie wachsen die wintergrünen Sträucher? ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Küssen unterm Mistelzweig ist einer der hinreißendsten Bräuche in der Vorweihnachtszeit, doch was sind eigentlich Misteln? Wuchsform und Lebensweise Die Mistel ( Viscum album ) wächst nicht im Boden, sondern auf den Ästen verschiedener Bäume. Über spezielle Saugorgane dringt sie in das Leitgewebe des Wirtsbaumes ein. Darüber bezieht sie Wasser und Nährstoffe, betreibt jedoch dank ihres grünen Laubwerks selbstständig Photosynthese. Dadurch unterscheidet sie sich von Vollparasiten, die vollständig auf ihren Wirt angewiesen sind. Typische Wirtsarten sind Apfelbaum , Pappel , Weide , Birke und Ahorn . In südlichen Regionen Europas kommen zudem Unterarten vor, die auf Kiefern oder Tannen wachsen. Vermehrung und Ansiedlung Die Verbreitung der Mistel erfolgt überwiegend durch Vögel , vor allem durch die Misteldrossel. Diese frisst im Winter die weißen, klebrigen Beeren und scheidet die unverdaulichen Samen später wieder aus – meist auf Ästen, wo die Samen haften bleiben. Beim Keimen bildet sich ein Primärspross, der sich mit einer Haftscheibe an der Rinde festsetzt und ein erstes Saugorgan in das Holz treibt. So entsteht der Kontakt zum Saftstrom des Wirtsbaumes. Dieser Prozess ist langsam: Erst im zweiten oder dritten Jahr entwickeln sich kleine grüne Blätter, und bis ein Mistelbusch einen Durchmesser von 30 bis 50 Zentimetern erreicht, vergehen meist fünf bis zehn Jahre . Ältere Exemplare können über einen Meter breit werden. Kulturelle Bedeutung und Brauchtum Die Mistel ist seit der Antike eine symbolträchtige Pflanze. Bereits die Kelten verehrten sie als heilig und sahen in ihr ein Sinnbild für Fruchtbarkeit, Heilung und Unsterblichkeit. Im nordeuropäischen Raum entwickelte sich daraus der bis heute bekannte Brauch, sich unter einem aufgehängten Mistelzweig zu küssen. Diese Tradition wurde im 18. Jahrhundert in England populär: Ein Kuss unter der Mistel sollte Glück und Liebe bringen. Ursprünglich galt die Regel, dass für jeden Kuss eine Beere vom Zweig entfernt wurde – waren alle Beeren abgepflückt, endete der Brauch. Herkunft der Handelsmisteln Die Misteln, die in der Adventszeit im Handel angeboten werden, stammen fast ausschließlich aus Wildbeständen . Sie werden vor allem in Süddeutschland, Frankreich, Ungarn und Tschechien geerntet. Der Schnitt erfolgt in der Regel manuell – mit langen Stangen oder per Leiter –, da Misteln meist in den oberen Baumregionen wachsen. Nach der Ernte werden sie kühl gelagert und gelangen frisch in den Blumen- und Dekorationshandel. Eine Kultivierung im landwirtschaftlichen Sinne ist aufgrund der speziellen Wuchsbedingungen kaum wirtschaftlich möglich. ]]> </content> <updated>2025-10-30T18:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Safran – Das Gold der Gewürze</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/safran-das-gold-der-gewuerze</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/safran-das-gold-der-gewuerze"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Safran ( Crocus sativus) ist nicht nur das teuerste Gewürz der Welt, sondern auch eine faszinierende Pflanze mit langer Geschichte. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien stammend, lässt sich der edle Krokus auch bei uns kultivieren. In diesem Artikel erfahren Sie... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wenn im Frühling der Husumer Schlosspark in ein violettes Blütenmeer getaucht wird, zieht es Jahr für Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die nordfriesische Stadt. Über vier Millionen Krokusse verwandeln die Parkwiesen rund um das Schloss vor Husum in ein fast surreal wirkendes Blütenmeer. Warum gerade hier diese Krokusse wachsen, ist bis heute nicht ganz sicher. Eine der beliebtesten Theorien besagt, dass einst Mönche versucht haben könnten, Safran anzupflanzen – jenes sagenumwobene, edle Gewürz, das aus den Blüten des Krokus gewonnen wird. Doch wie so oft bei Geschichten mit einem Hauch von Magie steckt auch hier ein kleiner Irrtum: Denn der im Schlosspark blühende Frühlingskrokus (Crocus napolitanus) ist nicht jener, aus dem Safran gewonnen wird. Der echte Safran stammt von einer ganz besonderen, im Herbst blühenden Art: dem Crocus sativus , Safrankrokus. Der Safrankrokus – botanische Kostbarkeit Crocus sativus ist eine ausdauernde Zwiebelpflanze, deren violette Blüten mit ihren leuchtend roten Narben den Herbst verschönern. Die Farbe der Blüten variiert zwischen schieferblau und kräftigem Violett, manchmal mit einem Hauch von Lavendel oder Purpur. Doch ihre wahre Kostbarkeit liegt im Inneren: In jeder einzelnen Blüte wachsen drei leuchtend rote Narben – die berühmten Safranfäden. Diese Narben, die weiblichen Organe der Blüte, sind es, die seit Jahrtausenden als kostbares Gewürz geschätzt werden. Um ein einziges Kilogramm getrockneten Safran zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 Blüten – eine mühsame Handarbeit, die nicht mechanisiert werden kann. Kein Wunder also, dass Safran oft teurer als Gold gehandelt wird und den Beinamen „Rotes Gold“ trägt. Für den Handel wird Safran als Gewürz oft gefälscht oder gestreckt. Anbau und Pflege – anspruchsvoll, aber lohnend Der Safrankrokus hat große, flach-kugelige Knollen und kommt aus wärmeren und trockeneren Regionen. Er stellt bei uns hohe Ansprüche an seinen Standort: Er liebt warme, sonnige Plätze mit gut durchlässigem Boden. Staunässe oder ein dauerhaft feuchter Standort, besonders im Winter, kann die Zwiebeln schädigen oder gar zum Faulen bringen. Deshalb empfiehlt sich eine Pflanzung an einem geschützten Ort mit sehr guter Drainage. Ideal ist es, die Zwiebeln in lockeren, sandigen Boden zu setzen. Die Pflanzzeit ist von Mitte August bis Mitte September, Blütezeit ist dann im selben Jahr: Oktober und November. Die Kultur in Töpfen hat sich bei uns gut bewährt. In diesem Fall können die Töpfe nach der Blüte ins Trockene gebracht oder unter Dach gestellt werden – ein Trick, den vor allem Hobbygärtner in weniger mediterranen Regionen gerne nutzen, um den klimatischen Anforderungen gerecht zu werden. Safranblüten werden etwa 20 cm hoch. Die Blätter sind zart und grasähnlich. Die Magie der Safranfäden Nach der Ernte werden die kostbaren Narben in einem sehr behutsamen Verfahren getrocknet – ein essenzieller Schritt, denn erst durch das Trocknen entfaltet der Safran sein unvergleichliches Aroma. (Wer jetzt Safran nur so zum Spaß im Topf anbauen möchte, der trocknet die Narben auf einem Tuch an der Heizung.) Der Duft ist warm, leicht bitter, mit einer erdigen Note und einem Anklang von Honig. Geschmacklich ist Safran sehr intensiv, exotisch und unverwechselbar.&amp;nbsp; Seine charakteristische tiefgelbe Farbe verdankt der Safran vor allem Crocinen, das sind Carotinoide, die in den Fäden enthalten sind. Schon winzige Mengen reichen aus, um Speisen wie Reis, Suppen oder Süßspeisen zu färben und ihnen eine feinwürzige, fast mystische Note zu verleihen. Für diesen besonderen Geschmack sorgen Safronal und der Bitterstoff Picrocrocin. In der persischen, indischen, arabischen und mediterranen Küche ist Safran ein unverzichtbares Element – sei es im spanischen Paella , im französischen Bouillabaisse oder im persischen Tahdig . Und bei uns sagt man ja &quot;Safran macht den Kuchen geel&quot;. Herkunft und Verbreitung Obwohl Safran ursprünglich wohl aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt, wird er heute in einem weiten geografischen Gürtel angebaut – von Spanien im Westen über Marokko, Griechenland und Iran bis nach Indien und sogar in kleinen Mengen in der Schweiz, Italien und Frankreich. Die größten Produzenten weltweit sind Iran und Spanien, die zusammen über 80 % der globalen Jahresproduktion liefern. Die weltweite Erntemenge beläuft sich auf etwa 300 Tonnen pro Jahr – ein verschwindend kleiner Wert, gemessen am Aufwand und an der Nachfrage. In Europa ist der Anbau fast ausschließlich auf den Mittelmeerraum beschränkt. Dort ermöglichen die heißen, trockenen Sommer und die milden Winter die idealen Bedingungen für die Kultivierung.&amp;nbsp; Safran – mehr als nur ein Gewürz Neben seinem Einsatz in der Küche wurde Safran auch in der Medizin, in der Kosmetik und in der Textilfärbung verwendet. (Man sagt, die Husumer Mönche, die leider den falschen Krokus anbauten, wollten mit dem Safran ihre Kutten färben....) Schon in der Antike schätzten ihn Ägypter, Griechen und Römer wegen seiner heilenden Wirkung. Man schrieb ihm eine beruhigende, entzündungshemmende und sogar aphrodisierende Wirkung zu. Im Mittelalter war Safran Bestandteil vieler Arzneien, und auch heute noch wird er in der Naturheilkunde eingesetzt, etwa als Stimmungsaufheller. Doch trotz all dieser Eigenschaften bleibt Safran vor allem eines: ein Symbol für Luxus und Sinnlichkeit. Die aufwendige Ernte, die geringe Ausbeute und die jahrtausendealte Geschichte machen ihn zu einem Gewürz, das nicht nur Geschmack verleiht, sondern auch Geschichten erzählt – von fernen Ländern, alten Kulturen und der Kunst, aus wenigem das Kostbarste zu machen. Und für Garteninteressierte ist Safran eine spannende Kultur: Wir hatten in der Gärtnerei einen Kunden, der mit seinem Männerkochclub Safran im Topf kultivierte und zur Blütezeit mit der Pinzette ein paar Narben erntete, trocknete und dann eine köstliche Paella daraus zubereitete, einmal im Jahr. ]]> </content> <updated>2025-08-28T17:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Ein Blick hinter die Kulissen: Wie wir im Basilikum Produkte auswählen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/geniessen/ein-blick-hinter-die-kulissen-wie-wir-im-basilikum-produkte-auswaehlen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/geniessen/ein-blick-hinter-die-kulissen-wie-wir-im-basilikum-produkte-auswaehlen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Im Basilikum Kiel steckt jedes Produkt voller Sorgfalt und Liebe zum Detail. Entdecken Sie, wie wir auswählen, wo wir finden, was zu echten Lieblingsstücken wird. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Oh, so viele schöne Dinge - das hören wir oft im Laden. Und es macht uns natürlich glücklich, wenn unseren Besuchern das Angebot gefällt. Das Basilikum gibt es in Kiel seit über 40 Jahren, wir bieten hochwertige Produkte an, die Freude bereiten, langlebig sind und gut in den Alltag passen. Nur Dinge, die wir selbst lieben, schaffen es in unser Sortiment. Warum Auswahl wichtig ist&amp;nbsp; Es macht uns Freude, schöne Küchenhelfer, Wohnaccessoires, Textilien, Geschenkideen, überhaupt Schönes für Sie und Euch auszusuchen. Aber es ist auch nicht ganz einfach. Denn es gibt viel Scheußliches auf dem Markt, oh ja!&amp;nbsp; Unsere Kriterien bei der Produktauswahl - w orauf wir wert legen Die Produkte, die wir anbieten sollen gerne regional sein, am liebsten natürlich aus Schleswig-Holstein, so wie das Ostseesalz, die Gewürze von Strandküche, die schönen Glasartikel von Thomas Lerch oder die Snack-Tüten von Umtüten oder auch die neuen gewebten Handtücher aus Kiel. Wir mögen es, wenn die Dinge eine Geschichte erzählen.&amp;nbsp; So reden wir auch gerne über die tollen Wolldecken von Coastland aus Ostfriesland. Die Weber wissen immer ganz genau, woher ihre Wolle kommt, man hat den Eindruck, sie kennen die Schafe persönlich. Das wollen sie auch gern weitergeben, so stehen an allen Decken die Herkünfte der Wollen dran. Mongolische Merinowolle ist in diesem Fall die absolut Kuscheligste von allen! Es gefällt uns auch, wenn wir die Menschen hinter den Produkten kennen. Wie gern erzählen wir von unserem Ansprechpartner bei Windmühlen-Messern, der uns jederzeit kompetent und zuverlässig unterstützt, die spannendesten Produktschulungen ever macht - und viel von der Firmengeschichte erzählen kann. Und die mundgeblasenen Weihnachtsbaum-Vögel von Inge-Glas oder Greiner aus Lauscha - es ist schön, zu sehen, wie diese Kostbarkeiten hergestellt werden, das ist durchaus auch im Internet möglich.&amp;nbsp; Hier zum Beispiel. Es ist uns wichtig, dass die Qualität stimmt: Die schönen Geschirrtücher von Garnier-Thiebaut aus Frankreich lieben und benutzen wir selber, weil man sie wirklich tausend Mal waschen kann, so form- und farbstabil sind sie. Oder die Tücher von Ekelund aus Schweden - eine tolle Qualität, einige von denen haben wir zuhause schon seit 30 Jahren in Gebrauch. Wir achten darauf, dass die Dinge, die wir anbieten, nicht an jeder Ecke zu finden sind. Lieferanten geben zum Teil Gebietsschutz, das heißt, sie verkaufen uns nichts, wenn der Kollege drei Straßenecken weiter hoch auf der Holtenauer Straße ebenfalls und schon länger ein Kunde ist. Das ist manchmal schade, aber wir finden es gut. Gut für Euch, damit Ihr überall verschiedene Dinge findet und jeder Laden etwas Besonderes bleibt. Werkstätten Gut finden wir auch, wenn wir die Werkstätten, aus denen unsere Produkte kommen, kennen. So ist es zum Beispiel ganz toll gewesen, die Grebinsrader Werkstätten zu besuchen und zu erfahren, wie die Bienenwachskerzen produziert werden. Welche Hilfsmittel sich findige Mitarbeiter ausgedacht haben, damit die betreuten Menschen wunderbare Kerzen herstellen können. Nach so einem Besuch macht es noch mehr Freude, die Kerzen zu verkaufen!&amp;nbsp; Überhaupt sind Einrichtungen für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf für uns wichtige Lieferanten, hier bekommen wir auch andere Kerzen, getöpferte Vogeltränken, Vogelhäuser mit Dachbegrünung und vieles mehr. Wir finden das sinnvoll und natürlich wertvoll, weil regional! Dazu kommen noch Aspekte wie Nachhaltigkeit (Verpackung und Material). Wohin fahren wir, um auf neue Ideen zu kommen? Es gibt Messen in Hamburg, Frankfurt und in Dänemark, die wir besuchen. Das ist aufregend, aber auch anstrengend, weil viele furchtbare Dinge zu sehen sind. Wir halten Ausschau nach Schönem, nach Lieferanten, die zu uns passen. Manchmal gibt es auf einer ganzen Messe nur einen oder keinen, aber das weiß man ja vorher nicht.&amp;nbsp; Auf den Messen besuchen wir auch unsere bekannten Lieferanten. Es ist schöner, bei Baumwolldecken von Fussenegger die Farben in echt zu sehen, als nur nach Katalog zu bestellen. Auch bei Ekelund schätzen wir den Kontakt am Messestand sehr, denn die Farben sind wirklich im Original meist viel ausdrucksstärker! Es ist uns wichtig, Kontakte zu den Außendienstmitarbeitern zu pflegen, mal ein bisschen zu schnacken und zu hören, wie es so geht. Viele Lieferanten haben wir ja schon seit Jahrzehnten im Sortiment, da kennt und mag man sich! Empfehlungen - gern gesehen! Wir freuen uns auch darüber, dass Kunden und Freunde uns manchmal Lieferanten empfehlen - &quot;das würde doch zu Euch passen!&quot; - großartig so etwas. So kommen wir auf Lieferanten, die wir sonst vielleicht niemals getroffen hätten.&amp;nbsp; Also, wer einen Wunsch hat, was sie oder er gern im Basilikum sehen möchten, möge sich gern bei uns melden. Der Auswahlprozess im Basilikum&amp;nbsp; Wir sichten viele Artikel – nur eine kleine Auswahl schafft es in den Laden. Küchenhelfer werden im Alltag getestet, es gibt Diskussion im Team: „Würden wir das selbst zuhause nutzen?“ Dann entscheiden wir, ob das Produkt zu unserem Stil, Sortiment &amp;amp; unseren Werten passt. So entwickelt sich unser Sortiment ständig weiter, daher ist dies eine Einladung: Schaut gerne vorbei, entdeckt unsere neuesten Fundstücke. Wer uns bei Instagram oder Facebook folgt, verpasst kein neues Produkt. Am Ende geht es uns aber um mehr als Produkte – es geht um die Freude, die die schönen Dinge in Ihr Zuhause bringen. Und um die Freude, die es macht, hochwertige und besondere Dinge an liebe Menschen zu verschenken! ]]> </content> <updated>2025-08-26T12:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Stinsenpflanzen in Schleswig-Holstein – Frühblüher mit Geschichte</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/stinsenpflanzen-in-schleswig-holstein-fruehblueher-mit-geschichte</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/stinsenpflanzen-in-schleswig-holstein-fruehblueher-mit-geschichte"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten zarten Blüten durch das Laub des Vorjahres dringen, beginnt die Zeit der Stinsenpflanzen. Diese farbenfrohen Frühblüher sind nicht nur ein optischer Genuss nach einem langen Winter – sie erzählen auch von der kulturellen Landschaft Europas, insbesondere im norddeutschen Raum. Schleswig-Holstein mit seinen alten Gutshöfen, Herrenhäusern und historischen Parkanlagen bietet eine ganz besondere Bühne für diese botanischen Kostbarkeiten.&amp;nbsp; Was sind Stinsenpflanzen? Der Begriff „Stinsenpflanzen“ (auch „Stinzenpflanzen“ genannt) stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort bezieht er sich auf „Stinzen “ , also steinerne Häuser oder befestigte Herrensitze aus dem Mittelalter. Um diese Anwesen herum wurden Zier- und Nutzgärten angelegt, in denen man exotische oder ungewöhnliche Pflanzen kultivierte. Viele dieser Pflanzen waren Frühblüher, die sich mit der Zeit verselbständigten und in der Umgebung verwilderten, ohne jedoch wirklich wild zu sein. Man spricht daher auch von „verwilderten Gartenpflanzen “ . Stinsenpflanzen sind meist mehrjährige Zwiebel- oder Knollengewächse, die sich über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte an ihren Standorten halten. Sie brauchen offene, oft nährstoffreiche Standorte, wie sie in Parks, auf Wiesen oder an Waldrändern zu finden sind. Ihre Blütezeit beginnt oft schon im Februar und dauert bis in den Mai.&amp;nbsp; Historischer Hintergrund Ab dem 16. Jahrhundert kamen Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Blumenzwiebeln in die Gärten, sie wurden gezielt importiert, vor allem aus den Niederlanden und Frankreich. Der florale Reichtum galt für den Adel und wohlhabende Bürger in der frühen Neuzeit als Zeichen von Wohlstand und Weltläufigkeit. In den barocken und später romantischen Landschaftsgärten Schleswig-Holsteins fanden die Zwiebelblüher ideale Bedingungen: halboffene Wiesenflächen, lichte Gehölze und wenig gestörte Böden. Werden sie sich selbst überlassen, können sie sich gut vermehren, ganze Flächen besiedeln und sich überraschend langlebig behaupten. Heute sind Stinsenpflanzen ein botanisches Kulturgut, das sowohl Gartenfreunde als auch Naturschützer begeistert. Im eigenen Garten verwildern die Arten natürlich ebenfalls, wer Platz und ein bisschen Geduld hat, kann sich einen Blausternchen-Teppich oder eine gelbe Narzissenwiese pflanzen. Die Zwiebeln werden im Herbst gesetzt, sie sind anspruchlos, freuen sich jedoch im Frühling durchaus über eine Nährstoffgabe. Wo man Stinzenpflanzen in Schleswig-Holstein erleben kann Stinsenpflanzen sind auf alten Parkanlagen, Friedhöfen, Gutswiesen oder in historischen Dorfkernen zu finden – oft an Orten, die über Jahrhunderte kaum umgestaltet wurden. Einige besonders lohnenswerte Plätze in Schleswig-Holstein sind: Schloss Gottorf (Schleswig) Im Schlosspark (Neuwerk) blühen im Frühling große Bestände von Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen.&amp;nbsp; Alter Botanischer Garten Kiel Zwar kein sehr historischer Standort, aber eine schöne Sammlung vieler Stinsenarten - besonders schön ist die Blüte der Blausternchen, Märzbecher und Lerchensporne dort. Aber auch Gut Pronstorf (Kreis Segeberg) und das Kloster Preetz (Kreis Plön), der Fürstengarten Lauenburg , Gut Kamp (Kreis Segeberg) und Hochdorf (Dithmarschen)&amp;nbsp; sowie der Husumer Schloßpark lohnen den Besuch im Frühjahr! &amp;nbsp; Typische Stinsengattungen Die Vielfalt der Stinsenpflanzen ist beeindruckend, hier ein Überblick über die wichtigsten Gattungen und ihre Ansprüche im (eigenen) Garten: Galanthus (Schneeglöckchen) Galanthus nivalis, aber auch die gefüllte Form ist häufig verwildert anzutreffen. Standort: sonnig bis halbschattig Besonderheiten: die Zwiebeln dürfen nicht austrocknen Es ist möglich, den eigenen Traum vom Schneeglöckchen-Blütenmeer zu forcieren, in dem man die Horste nach der Blüte immer wieder teilt und sie verpflanzt. So wird relativ schnell ein guter Bestand aufgebaut. Eranthis (Winterlinge) Leuchtend gelb mit typischem Kragen aus grünen Hüllblättern – sie erscheinen fast gleichzeitig mit den Schneeglöckchen. Standort: sonnig bis halbschattig Tipp: Die Knollen der Winterlinge sollten eingeweicht werden, bevor sie gepflanzt werden. Crocus (Krokusse) Sowohl Wildarten als auch Zuchtformen sind verbreitet. Violette, weiße oder gelbe Blüten. Es gibt sehr frühe und spätere Krokusse, wie all diese Frühblüher sind auch sie wichtig für Insekten als frühe Nahrungsquellen. Schön ist der lila Crocus neapolitanus im Husumer Schloßpark Narcissus (Narzissen, Osterglocken) Von der klassischen Gelben Narzisse ( Narcissus pseudonarcissus ) bis hin zu historischen Sorten und Dichternarzissen. Scilla (Blaustern) Himmelsblauer Frühlingsbote, oft flächig wachsend, besonders unter lichten Laubbäumen. Corydalis (Lerchensporn) Zart wirkend, aber durchsetzungsfähig. Rosa, violette oder weiße Blüten, meist auf feuchten, humosen Böden. Standort: gerne halbschattig Leucojum vernum (Märzenbecher) Große weiße Glockenblüten Standort: halbschattig, frische bis feuchte Böden Märzbecher sind schwer aus im Herbst gepflanzten Knollen zu ziehen, die Knollen dürfen nicht austrocknen. Lieber, wie bei den Schneeglöckchen beschrieben im Frühling teilen und verpflanzen Hyacinthoides/Scilla non-scripta&amp;nbsp; Waldhyazinthen Auch die englischen Blue Bells sind in einigen Parks zu finden. Sie bilden dichte blaue Teppiche Standort: halbschattig Colchicum (Herbstzeitlose) Sie sehen aus wie große Krokusse, blühen im September-Oktober und bekommen ihre Blätter im Frühjahr. Sie verwildern in halbschattigen und sonnigen, nicht zu trockenen Lagen. Ornithogalum nutans (Milchstern) kommt häufig verwildert vor, dabei ist wichtig, dass die Wiesen, in denen er steht, nicht zu früh gemäht werden. Zu den Stinsenpflanzen werden auch einige Arten gezählt, die nicht in der Gruppe der Zwiebelblüher gehören, das sind z.B. Duftveilchen, Kleines Immergrün, Lungenkraut und Schlüsselblumen. Zur Pflege: Zwiebelblüher möchten nach der Blüte in Ruhe einziehen, das heißt, dass die Blätter gelb und braun werden. So lange sollte auf jeden Fall mit dem Mähen oder Entfernen der Blätter gewartet werden. Nur so können die Zwiebeln genug Kraft für die Blüte im Folgejahr sammeln. Stinsenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide im Frühling, sie sind auch lebendige Zeugen historischer Gartenkultur. Im eigenen Garten wachsen diese Zwiebelblüher willig, viele Leserinnen und Leser haben bestimmt auch große Bestände. Das freut die Insekten im Frühling und das menschliche Herz doch auch, oder?! ]]> </content> <updated>2025-08-05T16:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Selbstversamende Stauden: Naturnah gärtnern mit wenig Aufwand</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/sommer/selbstversamende-stauden-naturnah-gaertnern-mit-wenig-aufwand</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/sommer/selbstversamende-stauden-naturnah-gaertnern-mit-wenig-aufwand"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Ein Garten in Bewegung: Wenn Stauden selbst entscheiden, wo sie wachsen, entstehen lebendige Bilder: Selbstversamende Stauden bringen Leichtigkeit, Vielfalt und Überraschung in den Garten. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Es gibt Gärten, die wirken wie gemalt – nicht streng komponiert, sondern lebendig, in Bewegung. Jedes Jahr ein neues Bild, scheinbar zufällig entstanden, und doch voller Harmonie. Der Schlüssel dazu? Pflanzen, die sich selbst versamen dürfen. Stauden wie Witwenblume ( Knautia macedonica ), Eisenkraut ( Verbena bonariensis ) oder Moschusmalven ( Malva moschata ) säen sich ohne unser Zutun aus – ganz von selbst. Sie tauchen plötzlich an neuen Stellen auf, bringen alte Beete zum Leuchten oder füllen Lücken, die man selbst übersehen hat. Sie sind Künstlerinnen des Gartens – mit dem Wind als Pinsel. Wer sich selbst sät, überrascht Manche dieser Pflanzen sind Wildstauden, andere kultivierte Gartenformen – aber sie alle eint ihre Bereitschaft, sich zu vermehren und neue Wege zu gehen. Da ist das zarte Leinkraut ( Linaria vulgaris ), das plötzlich zwischen den Fugen erscheint, wie ein Sonnenstrahl aus dem Pflaster. Die Königskerze ( Verbascum nigrum ), aufrecht und still, wie eine Statue der Wildnis. Die tänzelnde Skabiose ( Scabiosa ochroleuca ), die sich weigert, Ordnung zu halten, und lieber mitten im Weg aufblüht. Oder das Mutterkraut ( Tanacetum parthenium ), das mit seinen weißen Köpfchen eine ganze Ecke des Gartens in ein Margeritenmeer verwandelt. Der Wiesensalbei ( Salvia pratensis ), der sich mitunter wirklich schön vermehrt und sogar Straßenränder in leuchtendes BLAU taucht. Diese Pflanzen kommen nicht auf Bestellung – sie kommen, wenn die Bedingungen stimmen. Und manchmal bleiben sie auch wieder weg. Doch gerade diese Unvorhersehbarkeit macht sie so spannend. Standortgerecht – der Schlüssel zur Freiheit Damit sie sich wohlfühlen, ist eines entscheidend: der richtige Standort. Sich selbst versamende Stauden sind keine verwöhnten Gartendiven – aber sie haben ihre Vorlieben. In sonnigen, trockenen Beeten fühlen sich&amp;nbsp; Origanum vulgare ,&amp;nbsp; Scabiosa ochroleuca ,&amp;nbsp; Verbascum &amp;nbsp;und&amp;nbsp; Linaria &amp;nbsp;besonders wohl. Hesperis matronalis &amp;nbsp;liebt den lichten Schatten, wo sie im Frühling duftet und abends die Luft erfüllt. Malva ,&amp;nbsp; Knautia &amp;nbsp;und&amp;nbsp; Verbena &amp;nbsp;gedeihen am besten in durchlässiger, eher magerer Erde – dort, wo man nicht zu viel gießt. Wer den Pflanzen passende Bedingungen bietet, braucht kaum noch einzugreifen. Sie erledigen den Rest selbst. Tipp: Auch bei den Zwiebelblühern gibt es solche Vagabunden: Wildtulpen und Schneestolz vermehren sich gut, der Zierlauch &#039;Purple Sensation&#039; versamt sich, und die Ameisen tragen die Samen von Blausternchen durch den Garten. Mäuse verschleppen Krokuszwiebeln, um sie für den Winter einzulagern – so entstehen ganz unverhofft neue Gartenbilder. Pflege zwischen Loslassen und Lenken Ein wildes Staudenbeet ist kein Selbstläufer – aber es verlangt eine andere Art der Pflege. Nicht die tägliche Kontrolle, sondern die Fähigkeit, zu beobachten. Was hat sich denn hier so üppig versamt? Ist das schön, oder wird eine andere Pflanze bedrängt? Manchmal darf eine Pflanze bleiben, weil sie gut passt. Manchmal wandert sie an einen anderen Ort. Und manchmal greife ich ein – mit der Schere oder dem Spaten. Der Trick liegt im selektiven Eingreifen. Nicht alles wachsen lassen – aber auch nicht alles sofort entfernen. So entstehen Beete, die überraschend, aber nicht chaotisch sind. Und: Nicht zu früh schneiden! Die Samenstände vieler Stauden sind Futter für Vögel – und das Startkapital für den nächsten Frühling. Es wächst ja auch nicht alles überall gleich gut. Bei uns klappt es mit den Malven nicht, wobei sie bei der Freundin wuchern und herrlich üppig sind. Dann mal andere Standorte ausprobieren. Die Freundin verschenkt ja auch gerne von ihrem Überfluss. Natürlich, manchmal wird’s auch zu viel. Manche Pflanzen sind eben nicht nur Künstlerinnen, sondern auch Kolonialisten. Es gilt, Balance zu halten zwischen Freiheit und Führung. Und sich nicht scheuen, Grenzen zu setzen. Der stille Gewinn: Ein Garten, der lebt Was ich durch das Zulassen dieser Pflanzen gewinne, ist mehr als nur ein hübscher Anblick. Es ist ein anderes Gefühl für den Garten. Diese Art des Gärtnerns braucht Mut. Und die Erkenntnis, dass ein Garten nie fertig ist. Sondern immer im Wandel! Fazit: Selbstversamende Stauden sind keine Unordnung, sondern eine Einladung zur Zusammenarbeit. Sie fordern uns auf, zu beobachten, loszulassen, zu begleiten. Wer sich auf sie einlässt, bekommt keinen perfekten Garten – aber einen lebendigen. Und das ist, finde ich, das Schönste, was ein Garten sein kann. ]]> </content> <updated>2025-06-24T15:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Stauden im Sommer pflanzen - aber gerne!</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/sommer/stauden-im-sommer-pflanzen-aber-gerne</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/sommer/stauden-im-sommer-pflanzen-aber-gerne"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Viele Gärtner:innen denken, dass man Stauden besser im Frühling oder Herbst pflanzt – und machen im Sommer eine Pause. Aber stimmt das wirklich? Wir sagen ganz klar: Jein! Wer im Sommer pflanzt, hat sogar einige echte Vorteile – wenn man ein paar Dinge beachtet. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Warum Sommer? Weil&amp;nbsp; jetzt &amp;nbsp;der Garten ruft Die Tage sind lang, das Wetter ist stabil, und die meisten von uns haben gerade&amp;nbsp; Zeit, im Garten zu sein . Anders als im Frühjahr oder Herbst, wo oft Regen oder Kälte dazwischenfunken, ist jetzt wirklich Garten-Saison. Beete gestalten, Lücken füllen, neu kombinieren – was man jetzt pflanzt,&amp;nbsp; sieht man sofort wachsen . „Ich bin eh zu Hause – also warum nicht?“ Nicht jeder fährt im Sommer in den Urlaub. Viele verbringen die Zeit lieber zu Hause – oder machen bewusst Gartenurlaub. Das bedeutet:&amp;nbsp; Zeit zum Gießen ist da. &amp;nbsp;Das ist allerdings auch der entscheidende Punkt: Wer frisch Gepflanztes in den ersten Wochen regelmäßig wässert, sorgt für sicheres Anwachsen – selbst bei warmem Wetter. Tipp: &amp;nbsp;Ein kräftiger Gießgang alle 2–3 Tage ist besser als tägliches Sprenkeln und mehr zu lesen über das richtige Gießen finden Sie hier . Für Ungeduldige perfekt: Jetzt pflanzen, gleich genießen Im Frühjahr gesetzte Stauden lassen sich Zeit – oft sieht man erst Monate später, wie sie wirklich wirken. Im Sommer dagegen&amp;nbsp; sieht man sofort Ergebnisse : Viele Pflanzen stehen bereits in oder kurz vor der Blüte, wachsen bei warmem Boden schnell an und bringen sofort Leben ins Beet. Für alle, die nicht mehr warten wollen, ist die Sommerpflanzung genau das Richtige. Gärtnerisch vernünftig ist natürlich eine Herbstpflanzung - dann haben die Pflanzen genügend Feuchtigkeit und können im Frühjahr sofort loswachsen. Doch Ungeduldigen sind im Sommer nicht die Hände gebunden!&amp;nbsp; Warmer Boden = besseres Anwachsen Ein oft unterschätzter Punkt:&amp;nbsp; Der Boden ist im Sommer angenehm warm , und das lieben Pflanzenwurzeln. Während im Frühjahr viele Böden noch kalt und schwer sind, wachsen Wurzeln bei sommerlichen Temperaturen schneller ein. So etablieren sich die Pflanzen zügig und sind sogar für den Winter besser gerüstet. Besonders Herbstblüher wie Anemonen und Chrysanthemen sollten nicht zu spät im Herbst gepflanzt werden, damit sie noch vernünftig einwurzeln können. Also: Nix wie ran an die Beete! Fazit: Sommer ist Pflanzzeit – wenn Sie es wollen! Mit ein bisschen Aufmerksamkeit (vor allem beim Gießen in den ersten Wochen) steht einer erfolgreichen Sommerpflanzung nichts im Weg.&amp;nbsp; Nutzen Sie die Zeit, die Sie haben , die Wärme des Bodens – und vor allem:&amp;nbsp; die Freude am direkten Gartenerlebnis. ]]> </content> <updated>2025-06-19T14:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Garten im Februar</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/winter/garten-im-februar</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/winter/garten-im-februar"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Der Februar ist für viele Gartenbesitzer ein Monat voller Ungeduld: Man guckt die Schneeglöckchen aus der Erde und findet, dass es jetzt endlich wieder losgehen kann! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Februar - ein wunderbarer Gartenmonat&amp;nbsp; Für Gartenbegeisterte ist der Februar ein ganz besonders schöner Monat: Es geht wieder los! Die ersten Schneeglöckchen zeigen sich, Winterlinge, Lenzrosen, manchmal schon Krokusse. Zaubernüsse blühen, Winterheckenkirschen, Winterjasmin schon lange und auch der Winterschneeball zeigt seine rosa-weißen Blüten. Auf die Kornelkirschen warten wir.&amp;nbsp; Und das ist doch das Schöne: Das Warten - und dass man merkt, dass es in die richtige Richtung geht. Die allerersten kleinen Blüten des Vorfrühlings, die erfreuen das Herz so sehr, wie es keine Rose später vermag. Oder geht es Ihnen nicht so? Wenn man die Nase an eine Zaubernuss hält - oder auch an eine ganz einfache gelbe Topfprimel - was ist das für eine Freude!&amp;nbsp;&amp;nbsp; Es ist ein Ende in Sicht.&amp;nbsp; Die Tage werden spürbar länger. Die Sonne hat (wenn sie denn scheint) auch schon wieder ein bisschen Kraft. Und man mag an guten Tagen im Garten pulen (alles an Vogelmiere, Löwenzahn und Brennnessel, was man jetzt entfernt, ist schon mal weg!), Gehölze schneiden, vielleicht sogar schon Stauden zurückschneiden. Obwohl die Natur es der Gärtnerin dankt, wenn die Stauden lange stehen bleiben, schließlich wohnen und überwintern in ihren Stängeln vermutlich jede Menge Insekten. Aber die Fetthennen treiben schon aus und die Gärtnerin wird kribbelig...&amp;nbsp; Wer einen warmen und hellen Platz hat, kann jetzt schon Tomaten, Chilies, Paprika vorziehen.&amp;nbsp; Und sowieso, die Saat sortieren: Da empfehle ich, die Saat nach Monat des Aussäens zu ordnen. Und natürlich von den Samen, die schon länger auf Aussaat warten, mal eine Keimprobe zu machen. Aber die meisten Samen sind viel länger keimfähig, als auf der Tüte steht. Und man hat ja sowieso immer viel zu viele Jungpflanzen..... Also, Vögel füttern, vorbereiten, vorfreuen und - schwuppdiwupp, der Februar ist ja zum Glück ziemlich kurz - und dann ist März und dann geht&#039;s so richtig los! ]]> </content> <updated>2025-02-10T17:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gartenwerkzeuge für den Frühling fit machen</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/gartenwerkzeuge-fuer-den-fruehling-fit-machen</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/fruehling/gartenwerkzeuge-fuer-den-fruehling-fit-machen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Das Frühjahr steht vor der Tür und mit ihm die neue Gartensaison. Damit die Arbeit im Garten leichter von der Hand geht und die Werkzeuge eine lange Lebensdauer behalten, ist es wichtig, diese vor dem Einsatz gründlich zu warten. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Lieblingsgeräte op... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Sicher haben Sie schon im Herbst alle Gartengeräte gereinigt und gut eingewintert, oder? Falls nicht, steht hier, was im ausgehenden Winter zu tun ist: Gartenscheren Gartenscheren sind unverzichtbare Helfer im Garten, jede Gärtnerin hat eine Lieblingsschere und meist gibt es nicht nur eine Rosenschere, sondern auch noch Astscheren in verschiedenen Größen. Durch den Kontakt mit Pflanzensaft und Erde sammeln sich Ablagerungen an den Schneiden, die die Funktion beeinträchtigen können. Reinigen : Entfernen Sie groben Schmutz und Pflanzensäfte mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch. Hartnäckige Verkrustungen lassen sich mit warmem Seifenwasser, Glasreiniger und einem Schwamm beseitigen. Ein Tropfen Spiritus hilft gegen klebrige Harzreste. Schärfen : Gute Profischeren lassen sich auseinander bauen, dann sind Reinigung und Schärfen leicht zu erledigen. Nutzen Sie einen Wasser-Schleifstein, den Sie einweichen, dann die Scherenklinge mit der angeschliffenen Seite leicht schräg über den Stein ziehen. Gut sind Schleifsteine mit einer fein- und einer grobkörnigen Seite, beginnen Sie mit der groben Seite. Billige Scheren lassen sich leider oft schlecht selber schärfen.&amp;nbsp; Pflegen : Abschließend sollten Sie die Scheren mit einem Tropfen Maschinenöl einfetten, damit sie leichtgängig bleiben. Das Öl zwischen den beiden Klingen auftragen und die Schere einige Male öffnen und schließen. Handwerkzeuge&amp;nbsp; Auch Handwerkzeuge wie Spaten, Harken, Grubber und Hacken halten mit der richtigen Pflege länger: Reinigen : Entfernen Sie anhaftenden Schmutz mit einer Drahtbürste oder einem Schaber. Bei Bedarf können Sie die Werkzeuge mit Wasser abwaschen und gründlich abtrocknen, um Rostbildung zu vermeiden. (Allerdings ist es schlau, sich anzugewöhnen, das schon im Herbst, bevor die Werkzeuge eingewintert werden, zu tun....) Schärfen : Gerade bei Spaten und Hacken lohnt es sich, die Schneidkanten mit einer Feile zu bearbeiten. Dadurch wird das Eindringen in harte Böden erleichtert. Pflegen : Holzteile wie Griffe sollten kontrolliert und nötigenfalls ersetzt werden. Sie können mit Leinöl behandelt werden, um Risse zu vermeiden. Metallteile sollten ebenfalls leicht eingeölt werden, um Korrosion vorzubeugen. Elektrische Gartengeräte Elektrische Gartengeräte wie Heckenscheren und Grasschneider benötigen besondere Aufmerksamkeit, da sie empfindlicher sind als Handwerkzeuge. Reinigen : Trennen Sie das Gerät immer vom Stromnetz, bevor Sie mit der Reinigung beginnen. Entfernen Sie Schmutz und Pflanzenreste mit einem weichen Pinsel. Achten Sie darauf, die empfindlichen Bauteile nicht zu beschädigen. Schärfen : Klingen von Heckenscheren können Sie, wenn Sie Erfahrung damit haben, mit einem Schleifstein oder einer Feile bearbeiten. Manche Modelle erfordern professionelle Schärfung – hier lohnt sich der Gang in eine Fachwerkstatt. Pflegen : Prüfen Sie die Kabel auf Beschädigungen und tauschen Sie defekte Kabel sofort aus. Ein Tropfen Schmiermittel an den beweglichen Teilen erhöht die Lebensdauer des Geräts. Dabei immer die Anleitungen beachten, dort steht, was Sie selber erledigen können und wovon der Laie besser die Finger lässt. Motorbetriebene Gartengeräte Motorisierte Werkzeuge wie Rasenmäher, Motorsägen und Vertikutierer benötigen eine gründliche Inspektion vor der Gartensaison. Reinigen : Entfernen Sie Grasreste und Erde von den Gehäusen und Messern. Verwenden Sie dafür eine Bürste und ein feuchtes Tuch. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in den Motorbereich gelangt. Schärfen : Mäh- oder Sägemesser sollten regelmäßig geschärft werden. Das übernimmt sicher auch gern die Werkstatt des Vertrauens, wenn man selber sich nicht traut. Pflegen : Wechseln Sie das Motoröl und prüfen Sie die Zündkerzen sowie die Luftfilter. Tanken Sie frischen Treibstoff. Kontrollieren Sie zudem alle Schraubverbindungen und ziehen Sie lockere Schrauben nach. Viele Firmen bieten auch an, z.B. Rasentraktoren über Winter abzuholen, zu warten und bis zum Frühling einzulagern. Das ist vielleicht für den nächsten Winter auch eine Möglichkeit, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte. Fazit Gutes Werkzeug hat es verdient, gut gepflegt zu werden! Das verlängert nicht nur die Lebensdauer der Werkzeuge, sondern hilft auch bei der Gartenarbeit. So sparen Sie Zeit, Kraft und Geld – denn das Gärtnern mit gut gepflegten Geräten und scharfen Scheren macht einfach mehr Spaß! ]]> </content> <updated>2025-02-10T17:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Porzellan vs. Keramik: Was ist der Unterschied?</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/geniessen/porzellan-vs.-keramik-was-ist-der-unterschied</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/geniessen/porzellan-vs.-keramik-was-ist-der-unterschied"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Hast du dich schon mal gefragt, was der Unterschied zwischen Porzellan und Keramik ist? Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, doch es gibt tatsächlich einige wichtige Unterschiede. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Steingut, Keramik, Porzellan und Steinzeug - was ist das nun genau? Was ist Keramik? Keramik ist ein Oberbegriff für alle gebrannten, nichtmetallischen anorganischen Materialien. Dazu gehören Steingut, Steinzeug und auch Porzellan. Die Herstellung erfolgt durch das Brennen von Ton oder anderen mineralischen Rohstoffen bei hohen Temperaturen. Das Material ist robust, vielseitig einsetzbar und wird seit Jahrtausenden für Geschirr, Fliesen, Sanitärprodukte und sogar künstlerische Objekte verwendet. Typische Eigenschaften von Keramik: Relativ porös (außer Steinzeug) Guter Wärmespeicher Bruchgefährdet bei Stößen Vielseitig in Farbe und Design Steingut vs. Steinzeug Steingut und Steinzeug sind zwei Unterarten der Keramik, die sich vor allem in ihrer Dichte, Wasseraufnahme und Festigkeit unterscheiden. Steingut: Wird bei niedrigeren Temperaturen (ca. 900-1100 °C) gebrannt Relativ porös und benötigt eine Glasur, um wasserdicht zu sein Empfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen Wird häufig für dekoratives Geschirr oder Blumentöpfe verwendet Steinzeug: Wird bei höheren Temperaturen (ca. 1200-1300 °C) gebrannt Weniger porös und von Natur aus wasserundurchlässig Widerstandsfähiger und langlebiger Häufig für Alltagsgeschirr und Sanitärkeramik genutzt Die Italienische Keramik von Grün &amp;amp; Form gehört in die Gruppe Steinzeug. Dieses wunderschöne bunte Geschirr ist nicht so hart wie Porzellan und dadurch etwas stoßempfindlicher.&amp;nbsp; Und was ist dann Porzellan? Porzellan ist eine spezielle Art der Keramik und wird aus feinerem Ton, sogenanntem Kaolin, hergestellt. Es wird bei besonders hohen Temperaturen (bis zu 1450 °C) gebrannt, wodurch es dichter, härter und durchscheinender wird als andere Keramikarten. Das macht es besonders edel und begehrt. Typische Eigenschaften von Porzellan: Hohe Dichte und Härte Weiß und leicht durchscheinend Weniger porös, daher weniger saugfähig Edlere Optik Wofür werden die Materialien verwendet? Keramik findest du überall: in der Küche als Teller, Tassen oder Schüsseln, als Fliesen im Bad oder in Blumentöpfen auf dem Balkon. Sie ist robust und in vielen Designs erhältlich. Porzellan hingegen wird häufig für hochwertiges Geschirr, Vasen oder dekorative Objekte verwendet. Es ist feiner, eleganter und oft mit filigranen Mustern verziert. Unser buntes Geschirr mit Goldrand von der Porzellanmanufaktur Reichenbach, das ist zum Beispiel sehr hochwertiges Porzellan. Oder die schönen englischen Becher von Dunoon oder Roy Kirkham. Pflege und Reinigung: Was solltest du beachten? Ganz gleich, ob du Porzellan oder Keramik benutzt, die richtige Pflege sorgt dafür, dass du lange Freude daran hast. Keramik pflegen: Spülmaschinengeeignet, aber Vorsicht bei empfindlicher Glasur Keine plötzlichen Temperatursprünge (könnte Risse verursachen), also nicht aus der Tiefkühltruhe in den vorgeheizten Backofen Flecken mit Natron oder Essig entfernen Porzellan pflegen: Am besten von Hand mit mildem Spülmittel reinigen Kein Scheuerschwamm, um feine Muster nicht zu zerstören Worauf solltest du beim Kauf achten? Wenn du Wert auf Langlebigkeit und einen rustikalen Look legst, ist Keramik eine gute Wahl. Für besondere Anlässe und eine elegante Tischdeko ist Porzellan die erste Wahl. Achte bei beiden Materialien auf eine gute Verarbeitung, keine sichtbaren Risse oder Blasen und achte darauf, ob sie für die Spülmaschine geeignet sind. &amp;nbsp; Jetzt weißt du Bescheid! Ob du dich für das robuste Keramik oder das edle Porzellan entscheidest, hängt ganz von deinem Geschmack und Einsatzzweck ab. Viel Spaß beim Aussuchen deines perfekten Geschirrs! &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2025-01-23T18:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Zwiebeln pflanzen - so geht&#039;s</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/zwiebeln-pflanzen-so-geht-s</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/zwiebeln-pflanzen-so-geht-s"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Erfolg mit Blumenzwiebeln und eine üppige Blüte im Frühjahr, das wünscht sich wohl jede Gärtnerin. Die Voraussetzungen dafür werden bei der Pflanzung im Herbst gelegt - hier steht, wie&#039;s geht! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Frühjahrsblühende Blumenzwiebeln werden im Herbst gepflanzt - und verschickt werden sie ab Ende September. Wer nun nicht gleich pflanzen kann, sollte die Tüten öffnen und die Zwiebeln an einem luftigen trockenen Ort lagern. Pflanzzeiten Narzissen und Schneeglöckchen so früh wie möglich pflanzen, Tulpen und Zierlauch gern erst nach den ersten Frösten. Manche Zwiebeln dürfen nicht austrocknen, das sind z.B. Kaiserkronen – diese schnell pflanzen. Pflanzung Zwiebeln und Knollen sollten richtig herum gepflanzt werden, bei Tulpen und Narzissen zeigt die Spitze nach oben, ebenso beim Zierlauch.&amp;nbsp; Winterlinge und Anemone blanda vor dem Pflanzen 12-24 Stunden in Wasser einweichen, dann erkennt man auch besser, wo oben und unten ist (die Unterseite ist glatt, auf der Oberseite sind kleine Knospen als Unebenheiten zu sehen). Pflanzabstände Bedenken Sie die Größe der Blüten: diese sollten nicht mit den Köpfen aneinanderschlagen, daraus ergeben sich die Pflanzabstände: Tulpenzwiebeln mindestens 10 cm auseinander setzen, ebenso Narzissen. Mehrblütige Sorten brauchen mehr Abstand als einblütige. Und Zierlauch ist ja sehr unterschiedlich großblütig, Sternkugellauch sollte zum Beispiel mit mindestens 20 cm Abstand gepflanzt werden. Kleine Zwiebeln, wie Krokusse oder Blausternchen können Sie fast dicht an dicht setzen. Zwiebeln wirken schön, wenn man sie in Gruppen pflanzt. Für die kleinen Zwiebelsorten den Boden flach abtragen und mehrere an eine Pflanzstelle setzen.&amp;nbsp; Pflanztiefe Die Zwiebeln sollten fast immer so tief gepflanzt werden, dass die Zwiebeln und Knollen von einer Erdschicht bedeckt sind, die doppelt bis dreimal so hoch ist wie die Zwiebel oder Knolle selbst.&amp;nbsp; Wenn also die Zierlauchzwiebel einen Durchmesser von 6 cm hat, dann sollen 12 cm Erde auf die Zwiebel! Ausnahmen sind gewöhnlich gekennzeichnet.&amp;nbsp; Bodenvorbereitung Die meisten Zwiebeln mögen durchlässige Böden und eine gute Nährstoffversorgung. Bei schweren Böden ist es gut, eine Drainage aus Kies oder Sand unten ins Pflanzloch einzubringen, um Staunässe zu vermeiden. Geben Sie gerne etwas Kompost mit ins Pflanzloch. Wenn Sie Wühlmäuse haben, dann können Sie die Zwiebeln in Körbe aus Kaninchendraht legen, die Körbe oben schließen.&amp;nbsp; Wühlmäuse laufen unter dem Boden entlang, deshalb nützen oben offene Körbe wenig. Oder Sie entscheiden sich von vornherein für Zwiebeln, die Wühlmäuse (und Rehe, Kaninchen...) nicht mögen, das sind Narzissen, Milchsterne und Scilla. Standortgerechtes Pflanzen Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Anemonen, Lerchensporn und Winterlinge, aber auch Blausternchen können im Halbschatten zum Beispiel unter Gehölzen wachsen,&amp;nbsp;Tulpen und Zierlauch brauchen volle Sonne.&amp;nbsp; ....und im Frühjahr: Nährstoffversorgung Wenn die Zwiebeln gerade 3-4 cm aus der Erde gucken, auf jeden Fall aber vor der Blüte, sollen sie gedüngt werden.&amp;nbsp; Gut geeignet dafür ist ein nicht zu stickstoffbetonter Volldünger, z.B. Tomatendünger Pflege Nach der Blüte die abgeblühten Blüten ausknipsen, damit die Kraft in die Zwiebel und nicht in die Samenbildung geht. Die Blätter der Zwiebeln so lange stehen lassen, bis sie richtig gelb sind (dann geht die Kraft in die Zwiebel und diese kommt im nächsten Jahr besser wieder) Blühfaul? Wenn die Zwiebeln - und das sieht man besonders bei Narzissen und Kaiserkronen nicht mehr so richtig üppig blühen, wenn sie schon lange im Garten stehen, dann kann man etwas tun: Zwiebeln nach der Blüte aufnehmen und neu (in Kompost) pflanzen. Das gibt den Zwiebeln wieder neuen Schwung! &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2024-08-28T14:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Warum Bio-Blumenzwiebeln?</title> <id>https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/warum-bio-blumenzwiebeln</id> <link href="https://staudengaertnerei-bornhoeved.de/das-gartenjahr/herbst/warum-bio-blumenzwiebeln"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Robuste Sorten, schonende Bodenbearbeitung, die Pflege des Bodens und Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel machen den biologischen Anbau von Zwiebelblumen aus. Wir sind froh, jetzt Bio-Zwiebeln anbieten zu können! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Endlich gibt es Bio-Blumenzwiebeln von zertifizierten ökologischen Lieferanten.&amp;nbsp; Die Bio-Blumenzwiebeln kommen aus den Niederlanden, dort gibt es einige wenige Züchter von Frühjahrsblühern in Bio-Qualität. Zertifiziert sind die angebotenen Zwiebeln als EU-Bio mit dem Gütezeichen NL-BIO-01. &amp;nbsp; Die Tulpen, Narzissen, Alliums und Krokus werden auf natürliche und nachhaltige Weise, ohne Verwendung von Kunstdünger oder unerwünschte Chemikalien nach den Prinzipien den biologischen Anbaus vermehrt. Bio-Anbau von Blumenzwiebeln - wie geht das? Möglich ist das, indem man das Hauptaugenmerk auf gesunden Boden und die Pflege dieses Bodens legt.&amp;nbsp; Die Mikroorganismen im Boden werden unterstützt, sie sorgen für eine gute Bodenstruktur. Auf Pestizide wird deshalb verzichtet. Das schafft ein vitales Gleichgewicht im Boden, eine Biodiversität, die den Pflanzen, die darin wachsen sollen zugute kommt. Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für gesunde Pflanzen. &amp;nbsp; Biologische Methoden sind Pflanzenstärkung und natürliche Abwehr von Schädlingen, so werden zum Beispiel Krabbenschalen und das darin enthaltende Chitin verwendet, um die Zwiebeln gegen Nematoden (das sind Fadenwürmer, die die Zwiebeln schädigen können) stark zu machen. &amp;nbsp; Seegras wird zur Durchlüftung des Mutterbodens verwendet. Das erleichtert den Pflanzen das Wachsen und wirkt wie eine Düngung.&amp;nbsp;Seegras wird an holländischen Stränden in großen Mengen angespült und kann so auf eine sinnvolle Weise verwendet werden. &amp;nbsp; Gründüngung wird eingesät, um den Boden mit Stickstoff zu versorgen und auch, um ihn zu bedecken. Denn kahler Boden trocknet schneller aus. Deshalb wird der Boden auch gemulcht. Das hält die Feuchtigkeit in der Erde und hindert unerwünschte Beikräuter am aufwachsen.&amp;nbsp; Dazu erhöht das Mulchen den Gehalt an organischen Stoffen im Boden. Auch das ist gut. &amp;nbsp; Blühende Ackerränder sind nicht nur schön, sie ziehen auch Nützlinge an. Das sind Vögel, Schlupfwespen oder Marienkäfer, die als natürliche Feinde von Läusen den Gärtner unterstützen.&amp;nbsp; Weniger Chemie im Blumenzwiebelanbau, das ist nachhaltiges Produzieren nach alter Tradition, jedoch mit dem Wissen und der Erfahrung von heute.&amp;nbsp; Das finden wir gut!&amp;nbsp; Auswahl von Bio-Blumenzwiebeln Das Sortiment unserer Bio-Blumenzwiebeln ist gezielt ausgewählt, es werden nur gute und dauerhafte Zwiebel-Sorten vermehrt. Das sind robuste Sorten , die ohnehin eine gute Resistenz gegen Schädlinge haben und ohne Pflanzenschutzmittel auskommen.&amp;nbsp; Solche Sorten wachsen natürlich auch im heimischen Garten besser.&amp;nbsp; Bei den Tulpen sind das zum Beispiel Darwin-Tulpen, Einfache Frühe und Einfache Späte Tulpen und natürlich die Wildtulpen. Diese Arten und Sorten sind dauerhaft, während man viele andere Tulpen leider wie Einjährige ansehen muss. Auch sind viele &quot;wilde&quot; Zwiebeln im Sortiment, das sind botanische Krokusse, Blausternchen, Hasenglöckchen, Winterlinge, Schneestolz, Puschkinien und ähnliche kleine Zwiebelschönheiten. Sie vermehren sich auch im Garten von alleine, sind kaum anfällig für Krankheiten, sondern wüchsig und robust und kommen jedes Jahr wieder. Gerade die frühen Zwiebelblüher sind wichtige Nahrungslieferanten für Insekten.&amp;nbsp; &amp;nbsp; Auf lange Sicht hat die Gärtnerin, hat der Gartenliebhaber mehr davon, biologisch angebaute Blumenzwiebeln zu pflanzen. Abgesehen davon, dass die Umwelt geschont wird, kommen keine schädlichen Pflanzenschutzmittel in die Erde und die Zwiebeln sind im Garten dauerhaft und zuverlässig. Sie werden im Herbst gepflanzt, können über Winter in der Erde bleiben und benötigen keinen Frostschutz. &amp;nbsp; ]]> </content> <updated>2024-07-11T18:00:00+02:00</updated> </entry> </feed> 